Vierbeinige Helfer

Hunde sind nicht nur die beliebtesten Haustiere in Deutschland, oftmals sind sie auch ein essenzieller Teil der alltäglichen Lebensbewältigung. Für Menschen mit bestimmten körperlichen oder psychischen Einschränkungen, sowie als Rettungs- und Spürhunde, sind sie Helden auf vier Pfoten.

Viele Einsatzbereiche

Schon seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden Hunde als Führer und Begleiter für blinde Menschen trainiert und eingesetzt. Dabei sind sie praktisch Betreuer, Beschützer und die Augen des Betroffenen und individuell auf diesen zugeschnitten ausgebildet. Seit den 1980er Jahren werden Hunde auch als Helfer für Menschen mit Hörbehinderung eingesetzt. Dabei lernen sie, wie sie bei verschiedensten Geräuschen ihre Besitzer auf die Sachlage aufmerksam machen, wie beispielsweise eine Türklingel oder ein schreiendes Baby.

Durch ihren vortrefflichen Geruchssinn sind Hunde außerdem bei Rettungsaktionen, Fahndungen nach Vermissten oder Verschütteten, sowie für Ermittlungen der Polizei mittlerweile unverzichtbar geworden.

Hunde als Seelentröster

Doch auch im Bereich der psychischen Erkrankungen und Einschränkungen können Hunde einen großen Beitrag zur Besserung und Linderung leisten. So kann man sich beispielsweise eine Psychotherapie von einem Hund begleiten lassen, die Tiere haben einen nachgewiesen positiven Effekt auf das seelische Wohlbefinden von Menschen. Die uralte Funktion des Hundes als treuer Beschützer kommt hier wieder zum Vorschein. Zum Beispiel bei Angststörungen, posttraumatischer Belastungsstörungen oder Depressionen sehen viele Patienten einen Hund als Vermittler von Schutz und Sicherheit. Auch die jederzeit vorhandene Kuschelbereitschaft der Vierbeiner trägt zur Schmerzlinderung bei seelischen Problemen bei.

Für Kinder spielen Tiere, und insbesondere Hunde, ebenfalls eine unterstützende Rolle bei vielen Therapieformen, beispielsweise bei Sprachstörungen oder als Begleitung bei Ergo- und Physiotherapien kann ein Hund Wunder wirken.

Ob also als notwendige, sogenannte Assistenzhunde, die bei ihren Besitzern mit körperlich oder geistigen Einschränkungen leben und ein fester Teil der Familie und des Lebens sind, als Therapiehunde oder als Retter in der Not: Hunde sind für viele Menschen die Helden ihres täglichen Lebens.