26. Dezember 2010 - In Bodenmais

Wie bereits in den letzten zehn Jahren, verbrachten wir auch dieses Jahr Weihnachten wieder in Bodenmais. Bereits bei der Ankunft lag reichlich Schnee und es schneite die ganze kommende Woche jeden Tag. Ein Traum in weiß. Der viele Schnee hat aber auch Nachteile. Die Gemeinde kam mit dem Räumen der Schneemassen nicht nach, und so konnten wir viele Wanderungen, die wir uns vorgenommen hatten, nicht machen. Auf der ersten Wanderung, die bereits zwei Tage nach unserem Eintreffen auf dem Plan stand, mussten 13 Menschen im Gänsemarsch laufen. Trotzdem machte es großen Spaß nach Böbrach zu wandern und die dortige Brauerei zu besichtigen.

Einige Tage später fuhren wir mit der Regionalbahn nach Ludwigsthal ins große Wildfreigehege. Dort gibt es Wildpferde, Nachzuchten des Auerochsen, Luchse und vor allem Wölfe. An diesem Tag hatten wir richtiges Glück. Nicht nur, dass die Sonne zum ersten Mal seit Tagen schien, auch die Wölfe posten regelrecht für uns. Wir standen über eine Stunde auf einem Fleck, und ich machte viele schöne Fotos dieser herrlichen Tiere. Irgendwann sagte mir unsere kleine Gruppe, dass sie frieren würden und endlich weitergehen wollten. Vor lauter Adrenalin im Blut habe ich diese Kälte nicht gespürt.

Ein weiteres Highlight war die Wanderung zur Chamer Hütte. Von 650 m auf 1298 m in nur zwei Stunden, dass ist schon eine reife Leistung. Es ist ein wunderschöner Weg, der stetig bergauf führt. Nach dem Aufstieg wird man belohnt mit einem herrlichen Panorama und dem Blick weit in die Berge und Täler hinein. Nach einer Rast in der Hütte ging es mit flottem Schritt wieder hinunter nach Bodenmais. Ein unvergesslicher Tag.

Eines Abends im Kaminzimmer des Hotels wurde eine Runde bestellt. Silke und Willi, unsere liebgewonnenen Freunde, hatten an diesem Tag still und heimlich geheiratet. Wenige Tage später feierten meine liebe Jana und ich unseren fünften Hochzeitstag, denn auch wir haben im schönen Bodenmais geheiratet. Wir wünschen Silke und Willi, dass sie genauso glücklich bleiben wie wir.

Ein paar weniger schöne Momente gab es leider auch während unseres Aufenthaltes. Willi Krämer stürzte während einer Wanderung und brach sich zwei Rippen an. Wenige Tage später mussten wir mit unserer Ginger zum Notarzt, da sie speichelte wie verrückt. Zuerst dachte ich an eine Vergiftung. Gott sei Dank war es aber nur eine Halsentzündung. Nach einer Spritze und ein paar Tabletten war alles wieder im Lot. Jana musste auch zum Doktor, sie hatte ebenfalls eine Halsentzündung. Mir brach ein Backenzahn ab und zu guter Letzt hatte die Batterie unseres Autos einen Zellenkurzschluss.

Trotz allem, auch dieses Jahr nahmen wir wieder viele schöne Erinnerungen mit nach Hause.


15. September 2010 - In Radstadt

Radstadt, das liegt im schönen Pongau, ca. 70 km von Salzburg entfernt. Dort waren wir im "Ferienhof Nasnergut" bei Familie Neureiter. Wir, das sind Heinz, unser Agilitytrainer, seine Frau Marina, die Eltern von Heinz und natürlich meine liebe Frau Jana. Fehlen durften selbstverständlich nicht unsere Hunde Romina, Ginger und Shadow, der Border Collie von Heinz und Marina. Shadow wird diese Woche 12, kaum zu glauben. Happy Birthsday lieber Shadow. Als wir ankamen, wurden wir von Elfi, der superfreundlichen Chefin der Pension, begrüßt. Wie bereits im letzten Jahr wohnten wir wieder in der "Tanne". Eine Zwei-Zimmer-Wohnung, die keine Wünsche offenlässt. Schöne große Räume mit vielen Schränken, die genug Stauraum für Kleidung, die Dinge, welche die Hunde benötigen und das Gepäck boten. Eine komplett eingerichtete Küche, in der sogar ein Geschirrspüler und eine Microwelle nicht fehlten, rundete die Ausstattung ab. Überhaupt, das ganze Haus ist mit viel Liebe, Geschmack und Freude an kleinen Details eingerichtet. Alte, sehr sehenswerte Bauernschränke, viele Gerätschaften, wie sie vor langer Zeit benutzt wurden und viele Pflanzen schaffen ein Flair, in dem man sich sofort wohlfühlt.

Diesmal sind wir über Nacht gefahren und kamen pünktlich zur Frühstückszeit am Nasnergut an. Das Buffett war gerichtet und es fehlte wie immer an nichts. Wurst, Käse, selbstgemachte Marmeladen, Honig, diverse Müslis, Joghurt, Obst, Gemüse, alles war im Überfluss vorhanden. Ja, sogar verschiedene Kuchen, Lebkuchen und Pralinen fehlten nicht. Die Krönung war die Milch, die kurz vor dem Frühstück noch im Euter der Kuh war. Einfach köstlich. Fast jeden Morgen kam Elfi und setzte sich für kurze Zeit zu uns. Ihre immer zu spürende Freundlichkeit und ihr ansteckendes Lachen machten jedes Frühstück perfekt.

Eigentlich war die Wetterprognose sehr schlecht. Die Vorhersage meinte, es wäre jeden Tag eine Regenwahrscheinlichkeit von 70% und mehr. Gott sei Dank kam es ganz anders. Bis auf einen Vormittag hatten wir die ganze Woche wunderbares Wanderwetter, ja, man konnte sogar an zwei Tagen in T-Shirt und kurzen Hosen laufen. Heinz, der seit gut 30 Jahren diese Gegend kennt, machte für uns den Wanderführer und so hatten wir jeden Tag ein neues Ziel. Wir erwanderten einige Almen auf denen wir uns einheimische Spezialitäten schmecken ließen. Einen kleinen Viehabtrieb konnten wir erleben und immer wieder genossen wir diese wunderbare Natur und Ruhe auf unseren Wanderungen.

Viel zu schnell ging diese Woche vorüber. Vielen Dank an Heinz für seine Führungen und Dich Marina für Deine immer präsente gute Laune. Wir erinnern uns bestimmt jederzeit gerne an den schönen Urlaub mit Euch und eins ist sicher: Bei Elfi im schönen Pongau verbringen wir im nächsten Jahr unseren Sommerurlaub.

Die Bilder zum Bericht, gibt es wie immer in den Bildern des Jahres, mit einem Klick auf den Link im Monat September "In Radstadt" zu sehen.


27. Juli 2010 - Wandern in Südtirol

Alle guter Dinge sind drei. Deshalb fuhren wir auch dieses Jahr wieder zum Wandern nach Costalovara. Nicht nur das, wir wohnten auch wieder im selben Hotel. In den Drei Birken muss man sich einfach wohlfühlen. Nette Wirtsleute, saubere Zimmer, tolles Essen, die geführten Wanderungen, Hunde sind stets willkommen, nur ein paar Dinge, die es einem leicht machen immer wieder hier her zu kommen.

Die vom Hotel veranstalteten Ausflüge führten uns dieses Jahr z.B. ins Hochpustertal. Dort besichtigten wir Schloss Welsperg und fuhren anschließend zu dem in 1500m Höhe gelegenen Pragser Wildsee. Um ihn kann man komplett herum laufen. Wären nicht die Berge und Tannenwälder um ihn herum, man könnte, ob des türkisen Wassers meinen, in der Südsee zu sein. Eine weitere Fahrt ging ins Passeiertal. Es ist das an Wasserfällen reichste Tal Südtirols, was uns der Kalmtaler Wasserfall eindrucksvoll zeigte. St. Martin begeisterte vorallem durch seine wunderschöne Pfarrkirche und das Malerhaus mit wunderschönen Freskobildern. Ein weiterer Höhepunkt ist St. Leonhard. Es ist der Geburtsort des Tiroler Freiheitshelden Adreas Hofer. Am besten hat mir aber hier die Pfarrkirche zum Heiligen Leonhard gefallen. Sie hat einen Taufstein aus weißem Marmor und viele wertvolle Wandgemälde.

Natürlich wanderten wir jeden Tag. Oft überwanden wir dabei mehrere hundert Meter Höhenunterschied. Es macht einfach Spaß sich in dieser alpinen "Parklandschaft" stundenlang zu bewegen. Man merkt oft garnicht wie die Zeit vergeht, gibt es doch ständig neues zu entdecken. Die Täler des Ritten sind so weitläufig, dass man sich oft winzig vorkommt. Stundenlang geht man und begegnet keinem anderen Menschen - für uns und die Hunde einfach ein Paradies.

Natürlich habe ich wieder viel fotografiert. Über 300 Bilder gibt es direkt mit einem Klick ins Lesezeichen -In Südtirol- zu sehen.


16. Mai 2010 - Wanderung im Westerwald

Seit Ginger im Dezember 2007 bei Angelika für zwei Wochen in Pflege war, treffen wir uns regelmäßig ein oder zweimal im Jahr zu Wanderungen im Westerwald. Inzwischen ist die Gruppe immer größer geworden. Am letzten Wochenende trafen wir uns also wieder einmal. Diesmal waren es acht Menschen und elf Hunde. Sieben Cattle Dogs, ein Hollandse Heerder, ein Border Collie und zwei Mischlinge. Heike hatte sich bereit erklärt die Wanderung auszuarbeiten, ein Lokal ausfindig zu machen welches so viele Hunde an einem Tisch erlaubt und außerdem lud sie uns zum Abschluß alle zu sich nach Hause ein.

Um 11.00 Uhr fanden wir uns alle bei Heike ein und fuhren dann gemeinsam auf den Parkplatz am Feisternachtal. Von dort aus ging es über den Waldschluchtenrundweg der insgesamt 11,5 km lang ist zur Bempermühle. Dort machten wir eine Rast und ließen uns das leckere Essen schmecken. Nach der Rast ging es weiter. Insgesamt überwanden wir 296 Höhenmeter. Von überwinden kann man wirklich sprechen. Eigentlich müsste man von überklettern und darunter duchlaufen sprechen. Im Februar gab es in diesem Gebiet einen sehr heftigen Sturm und überall liegen bis heute dicke Baumstämme kreuz und quer im Weg. ein richtiges Abenteuer eben. Den Hunden und auch den Menschen brachte es eine Menge Spaß.

Zum Abschluß der Wanderung gab es in Heikes super gemütlicher Wohnung noch Kaffee und Kuchen. Heike überraschte uns alle mit einer wunderschön gedeckten Tafel. Außerdem gab es für die Menschen selbstgemachte Schokocrossies und mit Schokalade überzogene Früchte. Auch die Hunde kamen nicht zu kurz und jeder bekam eine Tüte mit selbstgebackenen Hundeplätzchen. Vielen lieben Dank dafür Heike, das war eine ganz tolle Überraschung.

Vielen Dank an alle, aber vor allem an Dich liebe Heike, für diesen tollen Tag. Er wird uns immer in Erinnerung bleiben.


21. Januar 2010 - Wir wechseln die Behandlung wegen Rominas Allergien.

Romina hat nun die 12. Hyposensibilisierungsspritze mit einer Dosis von 1 ml hinter sich. Leider müssen wir sagen, das Serum hat nicht angeschlagen. Trotz der zusätzlichen Gabe von 5 mg Kortison kratzt, leckt und schlabbert Romina an ihren Pfoten und Beinen herum. Wir brechen die Hyposensibilisierung nun ab, da keine Hoffnung mehr besteht, dass Romina noch darauf anspricht. Laut den Ärzten sollte der Hund nach der 7. Spritze eine deutliche und nach der 9. Spritze eine starke Besserung spüren. Dies kann man von Romina absolut nicht behaupten. Auch wollen wir ihr das Kortison nicht auf Dauer geben.

Eine Kameradin aus dem Agilityverein fragte uns schon vor längerer Zeit, ob wir schon mal von der Urintherapie gehört haben, bzw. daran gedacht haben, eine zu machen. Hatten wir nicht. Sie gab uns Bücher zu lesen und erzählte uns in groben Zügen davon. Meine Frau las die Bücher und vor allem das Buch "Heilsaft Urin" gab den Anstoß, es damit zu versuchen. Nun ist es bei Romina ziemlich problematisch, den Urin einzufangen. Manchmal braucht sie selbst in der Früh beim ersten Pipi 15 Minuten, bis sie einen Platz gefunden hat, der ihr zusagt. Solange müssten wir nun mit der Kelle hinter ihr herlaufen. Man kann aber auch den Urin einer gleichgeschlechtlichen Person, also Janas, nehmen. Also begannen wir vor nun etwas mehr als 14 Tagen damit. Der Mittelstrahl von Janas erstem Morgenurin wird aufgefangen, und Romina bekam am ersten Tag 2 ml, dann 3, dann 4 und so weiter, bis wir bei 8 ml angekommen waren, jeden Morgen mittels einer Spritze ins Maul geträufelt. Zusätzlich reibt ihr Jana die Pfoten und Beine damit ein.

Heute, nach etwas mehr als 14 Tagen, können wir sagen, es ist eine gute bis sehr gute Besserung eingetreten. Romina kratzt und leckt sich zwar immer wieder einmal, aber diese Kratzattacken gibt es nicht mehr. Über lange Zeit liegt sie sehr entspannt bei uns. Dies ist mit Sicherheit für Romina gut, aber auch im großen Maße für uns. Vielleicht, so hoffen wir, bekommen wir die Allergie mit der Urintherapie ganz in den Griff. Aber, selbst wenn es so wie jetzt bleiben würde, wären wir sehr froh.