15. Dezember 2006 - Sheila war zu Besuch

Am 7. Dezember, kurz vor 24.00 Uhr, kam ein Anruf, der Rominas, aber auch unser Leben, für eine Woche verändern sollte. Mein Neffe Andreas, dessen Frau Astrid hochschwanger war, rief an. Es sei soweit, das Baby kündigte sich an, und sie müssten ins Krankenhaus. Also Sheila kam kurze Zeit später mit kleinem Gepäck bei uns an. In der ersten Nacht trauerte sie sehr um ihr Herrchen. Sie hängt sehr an ihm und wenn Andreas zu Hause ist, verfolgt sie ihn auf Schritt und Tritt. Obwohl Sheila bei uns im Bett schlafen durfte, wurde es eine ziemlich unruhige Nacht. Aber ab dem nächsten Tag wurde es besser, hatte sie doch Romina und mich, die Schwangerschaftsvertretung ihres Herrchens, den ganzen Tag um sich. Nun hieß es, mit zwei Hunden spazieren zu gehen, sie gemeinsam zu füttern und auch die Leckerle gerecht aufzuteilen. Es war eine schöne Woche, ist Sheila doch eine absolut ausgeglichene Hündin, die es zu schätzen weiß, wenn man sich um sie kümmert und mit ihr schmust. Inzwischen ist das Baby, Jona Fynn Fabian, gesund auf die Welt gekommen, und Sheila durfte wieder in ihr Zuhause zurückkehren.


7. Oktober 2006 - Urlaub am Gardasee

Im Oktober waren wir für fast zwei Wochen am Gardasee. Es war eine wunderschöne Zeit. Das Wetter spielte auch mit, wir hatten jeden Tag Temperaturen zwischen 25° C und 30° C. Ihr könnt es unschwer am strahlend blauen Himmel auf den Bildern erkennen. Der Gardasee ist in einer wunderschönen Landschaft gelegen. Egal ob man Berge, Wasser oder blühende Landschaften mag, es ist für jeden etwas dabei. Das Monte Baldo Massiv z.B., geht auf über 2500 m. Nicht nur für uns, sondern auch für Romina war es eine wunderbare Zeit. Sie konnte 24 Stunden am Tag bei uns sein und nach Herzenslust durch das Wasser und über die Wiesen toben. Wobei es ihr das Wasser, schon wegen der Temperaturen, angetan hatte. Auch an Spielkameraden fehlte es nicht. An einem Tag fuhren wir ein Stück um den See, und besuchten den Garten von Andre Heller. Er hat diesen vor einigen Jahren von einem Privatmann gekauft, und für die Öffentlichkeit zugängig gemacht. Man kann hier von einer kultivierten Wildnis sprechen. Es gibt Pflanzen aus vielen Teilen der Erde. Wunderbar kann man darin auch an sehr heißen Tagen spazieren gehen. Und was das schönste ist, es sind auch Hunde willkommen. Hier ist einer von Rominas Spielkameraden . Bei einem Spaziergang entlang des Sees trafen wir ihn zufällig. die zwei verstanden sich sofort prima, und tobten über eine Stunde gemeinsam im Wasser und auf der Wiese. Zum Sonnenuntergang saßen wir oft am kleinen Hafen und gönnten uns ein Gläschen Bardolino. Den Wein, der eine Farbe hat wie ein schöner Sonnenuntergang. Wir waren bestimmt nicht das letzte mal hier.


29.September 2006 - Ein Welpe zieht ins Haus

Das ist Rocky. Ein vier Monate junger Jack Russell. Er ist ein richtiger kleiner Wirbelwind, der seinem Namen alle Ehre macht. Er hat nämlich vor nichts Angst. Wenn das Wetter gut ist, spielen Rocky und Romina Mittags so zwei Stunden zusammen. Die Gärten liegen direkt nebeneinander, so dass wir nur die Verbindungstür öffnen müssen, und schon geht die Post ab. der kleine Rocky hat schon eine große Ausdauer. Die zwei fegen durch den Garten wie die Wirbelwinde und es macht großen Spaß sie zu beobachten und zu fotografieren. Das ist unterhaltsamer wie jedes Fernsehprogramm. Zudem ist ein Spiel zwischen Hunden mit keinem Spaziergang zu ersetzen. Schaut selbst wie es abgeht. Nach zwei Stunden raufen, in denen sich die zwei fast keine Minute Pause gegönnt haben, sind sie endlich ausgepowert. Ein bisschen Kraft muss man ja auch noch für den nächsten Tag aufheben. Wir halten Euch über die beiden auf dem laufenden.


31.Juli.2006 - Urlaub in Tschechien

Mitte Juli hieß es wieder Koffer packen. Wir fuhren wieder nach Tschechien, in jenen kleinen Ort im mährischen Teil von Tschechien. Romi kennt sich ja dort schon aus. Sie traf wieder ihren Freund Bertik mit dem sie von morgens früh bis zum Dunkelwerden spielte. Na ja, nicht die ganze Zeit. Zwichendurch mussten sie sich ja auch ausruhen, den wir hatten 17 Tage lange jeden Tag über 30°C. Ganz rechts unten ist Ronnie zu sehen, der neue Hausbewohner dort. Es ist zwar ein Pitbull, der enorme Kraft hat, bei der letzten Meisterschaft zog er über 900 kg Gewicht, aber er ist eine totale Schmusebacke. Romi verträgt jetzt übrigens das Autofahren bestens. Selbst bei dieser langen Strecke von 750 km musste sie sich nicht mehr übergeben. Für sie, aber auch für uns, ist das Autofahren nun angenehmer.


12. Mai 2006 - Spaziergang am Rhein

Die ganzen Tage war schon ein tolles Wetter mit Temperaturen über 25 Grad. Wir dachten, wir könnten mit unserer Maus mal am Rhein spazieren gehen. Im Sommer letzten Jahres, als sie ja erst ein paar Tage bei uns war, hatte sie noch ziemliche Angst vor dem Wasser. Meist war sie noch nicht mal dazu bereit in die Nähe eines Baches geschweige denn eines Flusses zu gehen. In der letzten Zeit gingen wir aber öfter an der Selz spazieren. Das ist ein kleiner Bach in der Nähe unseres Wohnortes. Romi hatte sich schon in diesen hinein getraut. Also ging es heute zum Rhein. Romina ging immer wieder mit den Füßen hinein, manchmal sogar bis zum Bauch. Als wir ihr dann Stöckchen warfen, und dies aus versehen etwas weiter vom Ufer landete, ging sie in dessen Richtung. Schließlich überwand sie ihre Angst, und schwamm in Richtung des Stockes, schnappte sich diesen, und kam zurück zum Ufer. Anschließend war sie kaum noch aus dem Wasser zu bekommen. Es wurde für uns drei ein wunderbarer Spaziergang und Romina lernte wieder etwas neues kennen.


29. April bis 01. Mai 2006 - Wir waren im Altmühltal

Am Samstagmorgen nach dem Frühstück ging es los. 340 km lagen vor uns und wir fuhren bei strahlendem Sonnenschein in Richtung Süden. Nach vier Stunden kamen wir im kleinen Dörfchen Walting auf dem Gut Moierhof an. Romina war dass erste mal eine so lange Strecke gefahren ohne sich zu übergeben. Ein weiterer Schritt nach vorne für unsere süße Maus. Wir trafen uns dort mit unseren Freunden und Trauzeugen Renate und Richard Croissant, es wurden zwei herrliche Tage. Auf dem Gut sind Hunde jederzeit willkommen. Auf dem gesamten Gelände können sie sich frei bewegen und sogar ins Restaurant dürfen sie mitkommen. Am Samstag erkundeten wir erstmal die Umgebung, und machten dort einen großen Spaziergang. Romina durfte die ganze Strecke frei laufen und dankte es uns mit großer Aufmerksamkeit. Sie kam bei jedem "Hiiier" mit dem wir sie riefen. Es wurde ein wunderschöner Nachmittag.Das Gut Moierhof Gut Moierhof ist wirklich ideal für Leute mit Hunden. Nicht nur, dass es inmitten grüner Wiesen gelegen ist, man kann auch von dort aus Wanderungen oder Radtouren machen, ohne dass man über eine größere Strasse muss.

Am nächsten Tag ging es gleich morgens nach Eichstädt. 11 km, die meiste Zeit entlang eines kleinen Baches aber immer auf einem Wanderweg, so dass auch hier Romina die ganze zeit frei laufen durfte. Es wahr eine sehr entspannte Wanderung. Die Menschen konnten sich unterhalten und Romi hatte viel Neues zu erkunden. Man merkte ihr den Spaß richtig an. Sie war immer in unserer Sichtweite und lies sich jederzeit egal wo sie war abrufen. Fast immer kam sie sofort oder spätestens beim zweiten Ruf. Wir glauben, wir sind auf einem guten Weg mit Romina. Seit gut drei Wochen hat sie sich gewandelt. Sie läuft nicht mehr weit weg, sogar von einem Hasen konnten wir sie kürzlich mit dem zweiten Ruf zurückholen. Sie hört sehr gut wenn wir sie mit "Hiiier" zu uns rufen. Dieses "Hiiier" könnte mit ein Grund sein, dass es nun so gut klappt. Sonst habe ich mehr ein strengeres kurzes "Hier" benutzt, seit ich ein etwas helleres lang gezogenes "Hiiier" benutze klappt es vorzüglich, und sie kommt zu mindestens 95 Prozent sofort zu uns. Auch wird ihre Bindung zu uns immer stärker. Sie sucht nun auch von selbst die körperliche Nähe, findet es angenehm wenn man sie streichelt und wedelt auch seit kurzem öfter mal mit dem Schwanz. Dies hat sie bisher eigentlich nie getan. Wir haben dass Gefühl, sie kommt erst jetzt, nach gut zehn Monaten, richtig bei uns an.


26. März 2006 - Die zehnte Stunde beim Junghundetraining

Auch hier ging es heute für die Hunde ans Limit. Es wurden zwei Kurse zusammengelegt. Alles in allem waren es fast zwanzig Hunde mit ihren Führern. Es wurde Querbeet alles geübt. Vom "Fuß" gehen über "Sitz", "Platz" bis hin zum "Bleib". Dann wurde getestet, wie gelassen der Hund unter Fremdeinwirkung liegen bleibt. Ein Fußball wurde zwischen den Hunden hin und her geschossen. Ein Schirm direkt vor der Nase ganz schnell aufgespannt, gehupt oder mit einer Ratsche vor der Schnauze Lärm gemacht und mit einem Stock an dem viele rot/weiße Bänder hingen, über dem Hunden herumgewedelt. Als Krönung musste dann immer ein Hund durch alle anderen bei "Fuß" Slalom laufen. Romina war absolut cool und ließ sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen. Auch alle anderen Übungen hat sie mit Bravour gemacht. Sie entwickelt sich immer weiter und wir sind sehr stolz auf sie.


19. März 2006 - Ich glaub, der Frühling kommt

Diese Woche stand für Romi ganz im Zeichen des Sports. Schon am Dienstag ist sie in einer Stunde 10 km neben meinem Fahrrad hergelaufen. Ich habe es aber natürlich langsam angehen lassen, denn schließlich war es das erste Mal, dass Romi so etwas gemacht habe. Bei einem Tempo von 10 km/h kann ein Hund in ihrer Größe im Wolfstrab laufen. Und Wolfstrab halten Hunde angeblich stundenlang aus. Jedenfalls war sie nach dieser Strecke immer noch taufrisch. Ich mache das ja nicht, weil ich meine, sie müsste etwas für ihre Figur tun, die ist nämlich Top, sondern ich glaube, dass sie nicht ausgelastet genug ist. Denn immer noch büxt sie bei fast jedem Spaziergang aus und jagt Hasen, manchmal auch Rehen hinterher. Sie kommt immer wieder zurück, wann, entscheidet sie natürlich. Wenn ihr unterwegs ganz zufällig noch ein Mauseloch begegnet, kann es schon ein bisschen dauern. Und jetzt, wo der Frühling endlich kommt, da hat doch so ein junger Hüpfer wie Romi Kräfte, mit denen sie gar nicht weiß, wohin. Deshalb haben wir uns nun entschlossen sie für längere Zeit beim Spaziergang durch Feld und Weinberge an der kurzen Leine zu führen. Durch unsere sportlichen Aktivitäten bekommt sie sicherlich Auslauf genug.


5. März 2006 - Wir haben schon wieder Wandertag

Aber im Gegensatz zu unserem letzten Wandertag hat Felix, nachdem alle Hunde vor Freude bald ausgeflippt sind, gesagt: Aber heute wird viel geübt. Und schon war es mit dem Spaß vorbei. Es hieß "an die Leine" und "bei Fuß". Nachdem wir einen Feldweg entlanggegangen waren, kamen wir an eine große Straße. Dort mussten wir uns in Reih und Glied aufstellen. Alle Hunde sollten "Sitz" machen, Frauchen oder Herrchen überquerten dann die Straße und die Hunde blieben ganz relaxt auf ihrem Hintern sitzen, oder auch nicht, bis sie wieder zurück waren. Mit Romi waren zufrieden, sie entwickelt sich. Dann ging es weiter in den Ort hinein. Die Hunde freuten scih, wieder laufen zu können, ja, sie hofften wahrscheinlich, endlich wieder von der Leine zu dürfen. Aber Felix blieb hart. In einer Seitenstraße hieß es wieder "alle in die Reihe" und "Sitz". Jetzt musste jeder mit Frauchen oder Herrchen an die Bürgersteigkante und "Sitz" machen. Dann ging es "bei Fuß" auf die andere Straßenseite und sie mussten wieder ins "Sitz". Als wir das absolviert hatten, gingen wir durch einen kleinen Park. Dort standen ein paar Tischtennisplatten. Und schon ließ sich der Chef wieder was einfallen. Die Hunde sollten auf der einen Seite Sitz machen und mussten dann unter der Platte durchlaufen, um wieder zum Frauchen oder Herrchen zu kommen. Zu guter Letzt das ganze noch einmal, aber unter einer Bank hindurch. Da muss man ja aufpassen, dass man nicht stecken bleibt. Zum Glück, sind da nur schlanke Hunde. Nach gut einer Stunde waren wir wieder auf dem Trainingsgelände zurück. Nun hieß es, Leinen los und alle Hunde durften nach Herzenslust toben. Alles in allem war das ein feines Training.


18. Februar 2006 - Ein Wandertag der besonderen Art

So viele Hunde auf einem Fleck, da kann es dem einem oder anderen Hund schon ganz anders werden. Heute Mittag fuhren wie wieder mit Romi nach Ingelheim. Romi dachte bestimmt es geht jetzt in die Trainingsstunde. Aber falsch gedacht, es war Wandertag. So nach und nach fanden sich ca. 20 Hunde aller Rassen auf einem freien Platz vor dem Trainingsgelände ein. Zuerst mussten die Hunde sich ja alle kennen lernen, denn einige hatte sich noch nie gesehen. Mit so einer Meute tut sich unsere am Anfang schwer, und prompt kam der größte von allen gleich auf sie zu. Paul hieß er, der Bull-Mastiff. Er war erst sieben Monate alt, wog aber schon 55 kg. Da hats Romi sofort von den Beinen gehauen. Aber, er ist ein ganz lieber. Als alle beisammen waren, ging es endlich los. Zuerst mussten die Hunde noch diszipliniert über eine Straße, als wir dann aber ein Stück davon weg waren, hieß es, Leinen los, und das große Toben begann. Wir gingen Querfeldein über große Wiesen und auch ausgetretene Pfade entlang. Auf der Burg Waldeck angekommen, konnten wir, das heißt, eher die Menschen, eine kleine Verschnaufpause einlegen. Es gab dort Kaninchen und Ziegen zu bestaunen und zu beriechen. Es gab auch vier oder fünf Tiger, die haben die Hunde aber nur gerochen und nicht gesehen. Natürlich vergessen wir Menschen bei allem Spaß nicht die Gehorsamsübungen. Immer wieder einmal werden die Hunde gerufen. Hier kommt Romi ich mit schnellen und freudigen Schritten auf ihr Frauchen zu und setzte sich vor sie. Ganz wie es sich gehört. Natürlich gibt es für so einen braven Schatz auch ein feines Leckerchen.


5. Februar 2006 - Der dritte Tag in der Hundeschule

Es ist wieder Sonntag, und wir fahren nach Ingelheim in die Schule. Vor und nach dem Unterricht dürfen die Hunde wieder alle spielen. Die Hunde dort heißen: Bino (der Chef auf dem Platz. Vielleicht, weil er der Hund des Chefs ist?) Kegel, Chicki, Rossi, Bijou, Ferro, Idefix, und es gibt auch noch eine Romi. Aber sie heißt wirklich Romi, unsere heißt ja, wie ihr wisst, Romina und wird nur Romi gerufen. Dann wird es ernst. Nachdem wir uns auf einem Fleck versammelt haben, müssen die Hunde ins "Sitz" und während alles um sie herum wuselt, auch so bleiben. Die Frauchen und Herrchen gehen dann auch noch ein Stück weg, was für einige ganz besonders schwer ist. Dann müssen alle Hunde liegen bleiben und jeweils ein Hund mit seinem Chef läuft durch alle und mehrmals um alle herum. Zum Schluss löst sich der Knäuel auf, und wir gehen "bei "Fuß" ein paar Runden. Als nächstes kommt das "Platz". Nachdem die Hunde abgelegt sind, gehen die Frauchen und Herrchen einige Meter von ihnen weg. Kommen dann zurück, umrunden sie und stellen sich rechts neben ihnen wieder hin. Auch das ist nicht einfach, denn ruhig daliegen, ist nicht jederhunds Sache. Danach laufen wir wieder "bei Fuß", während Felix mit einigen Gegenständen kommt, um zu sehen, wie schreckhaft die Hunde sind. Es ist vollbracht. nach über einer Stunde anstrengendem Training. Aufpassen, konzentrieren und schauen, ist endlich Schluss. Die Tiere dürfen wieder miteinander spielen. Ich will mit Romi noch ein bisschen auf den Trimm-Dich-Pfad. Das ist aber kein Problem für sie, denn gerne springe sie durch Reifen, über Hindernisse und gehe auf die Schräge und auf die Schaukel. Als wenn sie es schon immer gemacht hätte. Wir sollten überlegen, ob Agility nicht das richtige für Romina wäre. Das ist etwas für Körper und Geist.


3. Februar 2006 - Auf dem Feldberg

Heute sind wir nach dem Frühstück auf den Feldberg im Taunus gefahren. Wir sind bis auf 700 m hoch und haben uns dann einen Rundweg von ca. zwei Stunden ausgesucht. Auf einem großen Teil der Strecke war der Weg total vereist, wir mussten ganz am Rand und sehr vorsichtig gehen. Für Romi ist das kein Problem, sie hat ja immer ihre Spikes dabei, und zwar an jeder Pfote. Ganz am Anfang unserer Runde trafen wir einen großen Hund, es war ein Rottweiler. Wir fingen ein Gespräch mit seinem Frauchen an, und so erfuhren wir, dass er Tys hieß und fünf Jahre alt war. Es war ein ganz lieber, und Romi und er hätten schön miteinander spielen können, aber wir waren ganz nahe an einer Straße. Sein Frauchen erzählte uns, dass er Spezialist im Fährtensuchen sei. Das wäre bestimmt auch was für Romi, wo sie doch so gerne auf die Jagd geht. Leider mussten wir sie auch heute wieder den ganzen Weg an der Leine lassen. Wir versuchten es zwar zweimal ohne die Leine, aber sobald Romi frei ist, legt sie einen Schalter um und ist einfach nicht zu bremsen. Sofort war sie im Wald verschwunden. Also musste sie wieder an die Leine. Ob sie das noch mal kapiert, dass sie in einem Umkreis von zehn Meter bleiben muss, und dafür aber immer ohne Leine laufen darf. Ihr werdet es erfahren.


22. Januar 2006 - Romina muss wieder in die Schule

Ab heute geht Romi wieder in die Schule. Um ihr bis jetzt Erlerntes zu vertiefen, haben sie bei den Hundesportfreunden in Ingelheim angemeldet, um genau zu sein, im Junghundekurs. Eigentlich ist sie ja gehorsam und macht alles, was wir von mir wollen, ... fast alles. Wir müssen gestehen, sie geht auf die Jagd. Bei den Hundesportfreunden in Ingelheim steht uns ein 50.000 qm großes Gelände zur Verfügung. Dort können die Hunde auch spielen, aber vor allem sollen sie Gehorsam lernen. Aber auch alle Frauchen und Herrchen müssen lernen, wie man mit seinem Hund richtig umgeht. Heute, am 28. Januar, hatten wir die zweite Stunde. Wir waren zufrieden mit Romi. Ob es auch der Oberchef, der Felix Brünn war, wissen wir nicht. Am meisten macht es den Hunden natürlich Spaß, vor und nach der Übungsstunde mit all den anderen Hunden herumzutoben. Sich gut eine Stunde lang zu konzentrieren, ist schon sehr schwer.


11. Januar 2006 - Manchmal glaube ich an Wunder

Manchmal glaube ich wirklich an Wunder. Am heutigen Tag war ich mit Romina alleine unterwegs. Meistens gehen Jana und ich den großen Spaziergang am Nachmittag gemeinsam. Es hatte getaut, und die Wege in den Weinbergen waren ziemlich matschig. Romi lief schon seit längerer Zeit an der Zehn-Meter-Schleppleine. Sie hat sich nämlich zum Jäger entwickelt. Sonst ist sie genial brav, hört auf jedes Kommando, und man kann sie überall mit hinnehmen. Also fast ein absoluter Superhund. Wenn sie aber in den Weinbergen etwas in die Nase bekommt, dann schießt sie wie ein Pfeil von der Sehne, und ist nur durch eine Leine aufzuhalten.

Nun zurück zu diesem Tag. Wir waren schon eine geraume Zeit unterwegs. Ich übte mit Romi immer wieder das Herbeirufen, ließ sie Sitz machen, auch auf Entfernung, und sie musste im Sitz bleiben, bis ich sie abrief. Sie machte es wirklich toll, und ich entschied mich, sie nach längerer Zeit wieder einmal von der Leine zu lassen. Was soll ich sagen, es klappte super. Sogar, als uns Spaziergänger entgegen kamen, und Romi auf diese zulief, konnte ich sie zu mir rufen und bei Fuß gehen lassen. Also wirklich super und ich wähnte mich in Sicherheit. Dann geschah es, wir kamen an einen Weg, wo in ziemlicher Entfernung sowohl links als auch rechts Rehe angefüttert werden. In meiner Euphorie dachte ich gar nicht daran, dass sie dort schon mal ausgebüxt ist. Es kam, was kommen musste. Romi nahm eine Witterung auf und schoss wie ein Pfeil in die Weinberge. Da hilft auch kein Rufen mehr, und schon gar kein hinterher schreien. Ich wartete geduldig. Zehn Minuten, 15 Minuten, 20 Minuten. Nun rief ich Jana an. Sie solle mit dem Auto kommen und die Wege abfahren. Als Jana endlich da war und wieder losfuhr, waren gut 30 Minuten vergangen. Ich rief noch ein paar Bekannte an, die im Ort wohnen, aber sie waren entweder auf der Arbeit oder nicht zu erreichen. Und wie es so ist, plötzlich war die Batterie an meinem Handy fast leer, was ein Piepsen anzeigte. Ich lief total unruhig hin und her, es waren nun schon 45 Minuten vergangen, aber von Romi keine Spur. So langsam wurde mir Angst und Bange, was sollte ich nur tun. Weggehen von dieser Stelle wollte ich nicht, weil Hunde eigentlich immer die Stelle finden, von der sie weggelaufen sind. Ich hatte wirklich große Angst, es könnte ihr etwas passieren. Ich glaube, jeder, dem schon mal sein Tier weggelaufen ist, kann mich verstehen. Langsam begann ich Kreise zu ziehen, aber nur so weit, dass ich immer wieder zu der Stelle des Geschehens schauen konnte. Als fast eine Stunde vorbei war, stand ich vor einem großen Gestrüpp. Ich sah zum Himmel, faltete meine Hände und sagte: Bitte, lieber Gott, gib uns unsere Romi wieder. Als ich mich gleich darauf umdrehte, saß Romina etwa sieben bis acht Meter vor mir und schaute mich ängstlich an. Ich war so froh, dass sie wieder da war, und dachte im Traum nicht daran, sie zu bestrafen.

Vielleicht kann der Leser dieser Geschichte meine Angst, das Erlebte, und vor allem das Ende der Geschichte nachvollziehen. Ich stehe da, schicke ein Stoßgebet zum Himmel, drehe mich um, und Romi steht nach gut einer Stunde vor mir. Mir war jedenfalls sehr seltsam zumute, ich kann es nicht beschreiben. Das Bild, das oben zu sehen ist, drückt es glaube ich gut aus.

Ich glaube, es gibt wirklich jemand, der auf uns aufpasst, auch wenn es nicht immer klappt.