11. Dezember 2006 - Das letzte Training des Jahres

Beim letzten Training des Jahres veranstaltete unserer Trainer noch ein kleines internes Hallenturnier. Trotz einer Magen- und Darmverstimmung belegte Romina den 2. Platz mit nur drei Sekunden Unterschied zum Erstplatzierten Sammy. Eigentlich hätte ich gar nicht mit Romina teilnehmen dürfen, denn im Laufe des Trainings musste sie sich noch auf den Platz übergeben. Ich hatte nicht gemerkt, dass es so schlimm war, Entschuldigung.


9. Dezember 2006 - Weihnachtsspaziergang des ATH

Das Jahr neigt sich dem Ende, und so trafen sich heute die meisten Mitglieder zu einem gut einstündigen Spaziergang. Es war wunderschön anzusehen, wie mehr als 15 Hunde so wunderbar miteinander umgingen. Sie spielten und rannten zusammen um die Wette. Anschließend trafen sich alle im ATH, wo Marina, die Frau unseres Trainers, Maria, Birgit und Richard schon die Vorbereitungen zu einer gelungenen Weihnachtsfeier getroffen hatten. Mit einem Zusammensein im gemütlichen Vereinsheim klang dieser wunderbare Tag aus.


27. November 2006 - Hallentraining für die Hundstageteilnehmer

Heute hielten wir in der Nähe von Wiesbaden in einer Reithalle ein Training ab. Für Romina und mich war es eine ganz neue Erfahrung. Es war 19 Uhr und stockdunkel als wir dort ankamen. Die Halle roch natürlich nach Pferden und deren Geschäfte. Es war nicht ganz so hell in der Halle, und irgendwie eine ganz besondere Atmosphäre. Aber, wie schon die letzten beiden male, machte Romina ihre Sache wirklich gut. Engagement, Blickkontakt und Konzentration stimmten. Bei den beiden abschließenden Läufen mit je 16 Hindernissen, die sie fehlerfrei absolvierte, gab es sogar ein Extralob vom Trainer. Auch heute, am 2.12., beim Samstagstraining lief alles rund. Natürlich muss auch ich noch gehörig an mir arbeiten. Ich habe aber nun wieder die Hoffnung, mit Romina noch das eine oder andere schöne Turnier laufen zu können.


26. November 2006 - Sondertraining für die Hundstageteilnehmer

Eigentlich ist ja nun kein Training mehr. Das Wetter wird immer schlechter, die Tage kürzer, und die Hunde sollen auch mal eine Auszeit haben. Für diejenigen, die aber an den Hundstageturnieren teilnehmen, geht das Training weiter. Heinz denkt sich kleinere Parcours aus, die bestimmte Schwierigkeiten aufdecken, die einige von uns beim letzten Turnier hatten. Bestimmte Wendungen wurden getestet, wird der Hund bei bestimmten Konstellationen besser links oder rechts geführt. Was muss man beachten, wenn man nach einem Sprung an den Slalom heran läuft. Wann sollte man das Tempo etwas herausnehmen, wann lieber forcieren. Alle waren sehr konzentriert bei der Sache, und Trainer Heinz Kirmse nahm sich den einen oder anderen auch einzeln vor, um kleine Schwächen zu bereden und zu verbessern. Mir machte es heute besonders großen Spaß, war Romina doch so eifrig bei der Sache wie seit langem nicht mehr. Sie machte so gut wie keinen Fehler und legte eine tolle Geschwindigkeit an den Tag. Sie war mit großer Konzentration bei der Sache. Sogar der Sacktunnel, ihr großes Problem in den letzten Wochen, bis hin zur Verweigerung bei Turnier in Bad Soden, war absolut kein Problem. Ich hatte Heinz gebeten, dieses Gerät einmal gesondert mit ihr üben zu dürfen. Sie lief im Verlauf dieser 1 1/2 Stunden ca. 15 mal durch den Sacktunnel und schaute mich an, als wollte sie fragen, wieso muss ich da so oft durch, das mache ich doch im Schlaf. Es war ein wunderbares Training.


25. November 2006 - Der Agiplatz wird Winterfest gemacht

Gestern, am Samstag, war aufräumen angesagt. Zahlreich an Menschen und Hunden, machten wir uns ans Werk, das abgefallene Laub zusammenzurechen und erst mit Schubkarren und dann mit einem Picup weg zu fahren. Auch aus dem Boden ragende Wurzeln mussten mit Pickel und Axt entfernt werden. Fein säuberlich auf einen Haufen gelegt warteten sie nur darauf, von den Hunden wieder schön durcheinander geworfen zu werden. Schließlich verlockt diese Menge an Stöckchen doch zu sehr. Das eine oder andere wurde dann auch geworfen, die Hunde sollten ja auch nicht zu kurz kommen. Auch die Kontaktzonenhindernisse wurden abgebaut. Sie sollen nach dem Winter ja wieder benutzt werden können. Nach gut drei Stunden Arbeit war es geschafft. Heinz spendierte einige Getränke, unter anderem auch zwei Flaschen Bier (Clausthaler) *würg*. Timo brachte zwei Flaschen Sekt für den 1. Platz seines Jacks beim Turnier in Bad Soden, und Maria und Klaus hatten Kaffee und traumhaft guten, selbstgebackenen Nusskuchen. Maria, ich brauche unbedingt das Rezept! Gestärkt und zufrieden mit unserer Arbeit, fuhren wir dann alle nach Hause.


19. November 2006 - Hundstageturnier in Bad Soden

Früh am Sonntagmorgen, um 9.00 Uhr, trafen Timo mit Jack und ich mit Romina in Bad Soden ein. Timo hatte nach Absprache mit unserem Trainer zwei Pavillons besorgt, und den einen, den wir dabei hatten, wollten wir schon aufbauen. Wir konnten richtig froh sein, dass er die Idee mit den Pavillons hatte, denn es sollte ein überaus feuchter Tag werden. Trainer Heinz kam kurz nach uns und hatte den zweiten der Pavillons dabei. Und wie soll es sein, kurz nachdem wir aufgebaut hatten, kamen die ersten Tröpfchen. Im Laufe des Vormittags regnete es sich ein und es regnete das ganze Turnier über.

Und wie sollte es sein, der Platz wurde langsam aber sicher sehr matschig. Da hatten vor allem die Besitzer der schnellen Hunde Probleme und einige wollten auch Bodenproben direkt an der Kleidung mit nach Hause nehmen. Nach Aussage unseres Trainers war der Parcours "verständnisvoll" gesteckt, soll heißen, angemessen für uns Anfänger, denn die Hundstage sind ja speziell für Anfänger ins Leben gerufen worden. Und jetzt wissen wir auch alle, wo der Name Hundstage herkommt.Trotz des widrigen Wetters schnitt unser Team aus Heidesheim grandios ab. Die Teamwertung ging voll an uns, von zehn Teams holten wir Platz EINS.

In den Einzelwertungen gingen im A-Lauf die Plätze 1 - 2 - 8 - 9 und 12 an uns. Im Jumping die Plätze 1 - 5 - 7 - 8 - 14 und 23. Romina machte im A-Lauf ein wunderschönes Dis. Seit kurzer Zeit hat sie Probleme mit dem Sacktunnel. Von einem Training zum anderen will sie auf einmal nicht mehr durchlaufen, obwohl nichts passiert ist. Im Jumping kam sie auf Platz 23 von 47 Startern. Immerhin, meinte der Trainer, es wäre "ganz passabel". Na, ja...

Zumindest mit dem Sacktunnel müssen wir arbeiten, damit sie ihre Angst davor verliert. Es gibt in unserem Team noch einen anderen Hund, der damit Probleme hat, vielleicht können wir in der Winterpause gemeinsam mit dem Trainer daran arbeiten.

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28. Oktober 2006 - Turnier in Bischofsheim

Der Wettergott war mit uns, pünktlich vor dem ersten Start um 14.00 Uhr hörte der Regen auf. Wir waren alle gut vorbereitet und hoch motiviert. Also wirklich gute Voraussetzungen und ... gleich im A-Lauf ging es schief. Romina kam nur ganz langsam in die Hufe, manchmal dachte ich, sie macht eine Kaffeepause. Als sie dann auf dem Steg auch noch stehen blieb, war es klar, dass wohl keine gute Zeit dabei herauskommen würde. Romina absolvierten den schwierigen Parcour aber ganz ordentlich; bis zum drittletzten Hindernis. Gekonnt führte ich sie um dieses Hindernis herum. Was natürlich mit einer Dis belohnt wurde. Aber nicht nur bei uns lief es nicht rund, tückische Richtungswechsel sorgten bei insgesamt 45 Startern immerhin für 25 x Dis.

Wie ihr bei Rominas Sprüngen auf den beiden oberen Bildern gut sehen könnt, springt Romina sehr hoch. Unser Trainer sagt immer, sie gehört zu den Sicherheitsspringern. Diesen ist es zu wieder eine Hürde zu reißen. Romina hat immer noch sehr viel Luft zwischen Hürde und ihren Beinen obwohl sie in der Gruppe Large, also bei den großen springt.

Beim 2. Lauf, dem so genannten Jumpimg legte Romina sehr im Tempo zu. Obwohl auch dieser Parcours nicht einfach aufgebaut war, lief Romina fehlerfrei. Am vorletzten Hindernis passierte es dann. In meiner Aufregung über den bisher guten Lauf kam ich zu nahe an eine Hürde und riss sie mit meiner Hand um. Obwohl wir dafür zwei Fehler angerechnet bekamen, machte Romina den 13. Platz. Hätte ich nicht gepatzt, hätte Romina Platz 7. von 45 Hunden eingenommen. Ich bin sehr stolz auf sie.

Hier nun einige Impressionen dieses Turniers, das letztendlich für den Verein ein schöner Erfolg war, den unsere Hunde belegten Platz 1 - 3 - 4 - 11 und 13. Ohne meinen Fehler hätten wir vier Hunde unter den ersten sieben gehabt, wenn sich das nicht sehen lässt.

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17. September 2006 - Feil Bingert - Unser erstes öffentliches Turnier

Heute war es soweit, unser erstes Turnier außerhalb unseres Vereins. Schon morgens um 9:00 Uhr trafen die Menschen mit ihren Hunden in Feilbingert, einem kleinen Ort in der Nähe von Bad Münster am Stein, ein. Für uns, aber besonders für Romina, war es ein besonderer Tag. Zum ersten Mal mit ca. 100 Hunden auf engstem Raum. Als wir ankamen, mussten wir zuerst zur Meldestelle. Dort wird überprüft, ob man bereits durch seinen Verein gemeldet ist und man auch die Startgebühr entrichtet hat. Der Impfausweis des Hundes muss vorgelegt werden, und man bekommt eine Teilnehmerliste und seine Startnummer. Wir hatten für den A0-Lauf die Startnummer 44.

Nach dem Aufbau des mitgebrachten Pavillons, man weiß ja nie mit dem Wetter, hieß es nur noch warten. Da ja noch etliche aus unserem Verein auch an dem Turnier teilnahmen, hatte man Unterhaltung. Bei Hundefreunden ist auch immer ein Gesprächsstoff vorhanden. Nachdem die Helfer des Vereins, der das Turnier ausrichtete, den Parcours aufgebaut hatten, war für die Teilnehmer Parcoursbegehung. Alle Herrchen und Frauchen sahen sich genau an, in welcher Reihenfolge welches Hindernis zu bewältigen war. Dabei stellte sowohl unser Trainer als auch wir fest, dass der Parcours sehr schwer für ein Anfängerturnier aufgebaut war. Nach der Begehung liefen zuerst die Kategorien Mini und Midi durch den Parcours. Dann kam endlich die Gruppe der Großen, Large genannt, bei der auch Romina mitlief. Sie bestand aus 45 Hunden. Es ist natürlich fraglich, welcher Hund wirklich ein Anfänger ist, etliche waren dabei, so unser Trainer, die schon jahrelange Agilityerfahrung hatten. Wo ist da die Chancengleichheit? Aber O.K. Romi ließ sich sehr von den fremden Gerüchen, ist sie doch ein Hund, der sehr durch seine Nase lebt, ablenken. Dadurch kam sie sehr schwer in die Gänge. Dann warf auch noch ihr Herrchen ein Gott sei Dank schon bewältigtes Hindernis um. Romina war zwar nicht die schnellste, aber sie legte einen fehlerfreien Lauf hin, was ihr letztendlich den 21. Platz einbrachte. Beim so genannten Jumping am Nachmittag lief sie wieder bis auf einen kleinen Ausrutscher fehlerfrei. Sie steckte nur mal ganz kurz ihre bereits vorher erwähnte Nase in den Tunnel, der erst später dran war, und schon gab es von der wirklich strengen Schiedsrichterin ein klares Dis (Disqualifikation). Aber es gibt nichts zu klagen. Es war ein schönes Turnier, bei dem auch trotz aller schlechten Vorhersagen, ein schönes Wetter war. Romina muss noch schneller und sicherer werden, aber dafür gibt es ja die Anfängerturniere.

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19. August 2006 - Unser erstes Turnier

Nachdem es die ganze Woche geregnet hatte, gab es pünktlich am Samstag zur offenen Vereinsmeisterschaft nur Sonnenschein. Es nahmen 30 Hunde in drei Gruppen teil.

1.Gruppe: 10 Anfänger wozu Romina und weitere sieben Hunde aus unserem Verein und zwei Fremde gehörten. Die zwei Fremden trainieren schon mindestens ein Jahr.

2. Gruppe: 10 fortgeschrittene Hobbyläufer

3. Gruppe: 10 Profis

Hunde aller Rassen und aller Größen waren am Start. Hier kann man wunderbar sehen, dass jeder gesunder Hund Agility machen kann. Romina machte in Ihrer Gruppe zwei fehlerfreie Läufe. Leider nicht ganz so schnell, da sowohl ich als auch sie doch etwas nervös waren. Aber es wurde ein beachtlicher vierter Platz. Für ein erstes Turnier wohl nicht schlecht. Wenn man die zwei Fremden noch wegrechnet, wäre Romina zweiter von acht Startern aus unserem Verein geworden, dazu noch fehlerfrei, was ich als einen beachtlichen Erfolg sehe.

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17. Juni 2006 - Die 24. Trainingsstunde

Obwohl es heute sehr heiß war, zeigte Romina eine wirklich passable Leistung. Heinz, unser Trainer, meinte, Romi wäre soweit, Anfang Juli ein Anfängerturnier zu laufen. Leider haben wir zu diesem Zeitpunkt keine Zeit, es hätte bestimmt großen Spaß gemacht. Die Sprünge wurden heute so hoch gelegt, dass sie der Größe LARGE entsprochen haben.


3. Juni 2006 - Die 20. Trainingsstunde

Romi legt zu. Sowohl an Geschwindigkeit als auch an Aufmerksamkeit uns gegenüber. Sie schaut nun ziemlich genau, welche Signale oder Körperzeichen sie bekommt. Genauso in welche Richtung es geht, und wann sie langsam machen muss, um eine Kontaktzone nicht zu verfehlen. Sie hat sich in den letzten vier Trainingsstunden enorm gesteigert, so dass der Trainer nun schon davon spricht, im September an einem Turnier für Anfänger teilnehmen zu können. Das macht uns natürlich stolz. Romina hat außerdem eine Urkunde bekommen für die erfolgreiche Teilnahme am Agility-Anfängerkurs. Unten siehst Du eine Studie, wie Romina mit Jana einen kleinen Parcours bewältigt.

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10. Mai 2006 - Die dreizehnte Trainingsstunde

Nachdem wir nun die 13. Stunde absolviert haben, können wir sagen, dass Romina alle Hindernisse ohne Angst und Probleme bewältigt. An manchen Tagen bewältigt sie die Parcours mit richtig Lust und Elan, an anderen Tagen ist sie nicht so gut bei der Sache und hat die Nase mehr auf dem Boden als die Augen auf uns, oder auf die Hindernisse gerichtet. Wir zwingen sie aber zu nichts, denn es soll ja nicht nur uns Spaß machen, sondern auch unserem Hund. Wir Menschen sind auch nicht immer in der gleichen Stimmung. Es ist schön seine Freizeit mit Menschen zu verbringen die dieselbe Liebe zu ihrem Tier haben wie wir. Auch mit unserem Trainer sind wir sehr zufrieden. Es ist uns nicht wichtig, ob Romina eines Tages Turniere läuft oder nicht. Sie soll vor allem eine sinnvolle Beschäftigung für Körper und Geist haben, zudem hat sie im Verein auch immer sozialen Kontakt zu anderen Hunden.

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21. April 2006 - Die neunte Trainingsstunde

Es werden nun die einzelnen Geräte in immer neuen Konstellationen ständig wiederholt. Das ständige ändern der Reihenfolge ist wichtig, um bei den Hunden keine Gewohnheit aufkommen zu lassen. Sie sollen sich auf den Hundeführer konzentrieren und auf dessen Handzeichen und Körperhaltung achten. Dazu wird der Parcours nun auch nicht mehr nur in einer Richtung durchlaufen, sondern es gibt immer wieder Richtungsänderung. Neu hinzu kam in der letzten Stunde der Slalom. Dieser stellt für die Hunde eine besondere Herausforderung dar, da es nicht ihrem üblichen Bewegungsablauf entspricht. Die Hunde werden an der Leine hindurchgeführt und der eine oder andere auch mit einem Leckerle motiviert. Romina ist ihn auch schon einmal ohne Leine gelaufen, da wir dies zu Hause mit ihr üben. Auch wird noch die kleine Wippe benutzt, da es auch da noch Hunde mit Problemen gibt.

Dieses Mal sind fast alle Hunde sehr konzentriert. Romina ist sehr gut und wir sind hochzufrieden mit ihr. Vor allem ihre Sprungkraft ist enorm. Der Trainer meinte es gibt tendenziell zwei Arten von Hunden. Die einen versuchen einfach so schnell wie möglich zu sein und ihnen ist es egal eine Stange zu reißen, während die anderen von sich aus auf Sicherheit gehen und deshalb höher springen als sie müssen.


12. April 2006 - Die sechste Trainingsstunde

Diesmal war zuerst die Schrägwand an der Reihe. Die Hunde wurden an der Leine darüber geführt und sollten in der Kontaktzone stehen bleiben. Dann wurden sie losgemacht, die Hundeführer liefen weiter, und die Hunde mussten noch zwei Sprünge absolvieren. Danach durften dies einige Hunde ohne Leine probieren. Romi war dabei und machte ihre Sache gut. Sie blieb sogar in der Kontaktzone stehen, ohne dass ich es ihr sagen musste. Anschließend gab es einen Lauf durch zwei gerade liegende Tunnel mit anschließenden Sprüngen. Der Steg wurde genauso geübt wie die kleine Wippe und die Turnierwippe. Bei den Wippen gibt es noch Hunde, die Probleme damit haben, Romina gehört nicht dazu. Als neues Gerät kam diesmal der Slalom dazu. Es hieß, Hunde an die Leine und langsam mit dem Kommando "geh" und "komm" durchführen. Beim nächsten Durchlauf ging der Trainer mit einem Leckerle in der Hand voraus. Das erhöhte die Bereitwilligkeit der Hunde etwas. Romina machte auch das ganz ordentlich, allerdings bemängelte der Trainer ihre Aufmerksamkeit.

Dies muss ich leider bestätigen. Nicht nur am Slalom. Romina bricht immer wieder aus und beginnt wie eine Wilde durch die Gegend zu rennen. Überhaupt hat sie ein Konzentrationsproblem. Ich will das mal auf ihre Jugend zurückführen. Sie wird ja am Sonntag erst 20 Monate alt.


8. April 2006 - Die fünfte Trainingsstunde

Da wir beide, meine Frau und ich, etwas mit Romina im Agility tun möchten, wechseln wir uns ab. Den Mittwoch übernehme ich, und samstags trainiert meine Frau. Diesmal wird vieles wiederholt. Hürden, Schrägwand und Laufsteg kommen nacheinander dran. Als Neues werden die Hunde langsam an einen Slalom gewöhnt und mit der Leine durchgeführt. Der Slalom wird aus den Halterungen der Hürden improvisiert, damit die Hunde mehr Platz haben. Es ist ungewohnt für die Hunde, da es nicht ihrem natürlichen Bewegungsablauf entspricht. Nachdem alle ein paar Mal durchgelaufen sind, kommt zum Abschluss noch einmal die Babywippe ins Spiel. Da kommen doch einige an ihre erste Grenze. Für Romina ist das allerdings kein Problem. Sie hat bis jetzt vor keinem Gerät Angst gezeigt. Insgesamt war heute die Aufmerksamkeit der Hunde nicht so gut. Was allerdings auch daran lag, dass es immer wieder mal eine Ablenkung durch andere Hunde gab. Aber auch das gehört dazu, unsere Hunde müssen lernen, während einem Lauf stets konzentriert auf uns zu achten. Dazwischen laufen die Hunde aber immer wieder Schrägwand, Laufsteg, Sprünge und den Tunnel.


5. April 2006 - Die vierte Trainingsstunde

Diesmal sind nur fünf Hunde anwesend. So kommen alle ein bisschen öfter dran. Es werden zwei neue Geräte aufgebaut. Der Sacktunnel und der Reifen. Beim Sacktunnel müssen wir unsere Hunde davor absitzen lassen und das Ende des Tunnels hochhalten, um dem Hund beim ersten durchlaufen die Angst davor zu nehmen. Romina hat damit keine Probleme. Auch mit dem Reifen, den man auf verschiedene Höhen verstellen kann, klappt alles. Dann heißt es, Sprung über mehrere Hürden, zuerst nur geradeaus, dann im Zickzack und zum Schluss im Kreis. Wobei der Kreis für die Hundeführer am schwersten ist, denn da kommt es zum ersten Mal besonders darauf an, den Hunden die richtigen Handzeichen zu geben. Ansonsten laufen sie nämlich einfach weiter geradeaus zum Tunnel. Da merkt man, dass Agility ein Miteinander von Mensch und Hund ist, und es nur klappt, wenn die Kommunikation und Bindung stimmt. Außerdem wird wieder die Schrägwand und der Laufsteg gelaufen. Wobei es dort darauf ankommt, dass der Hund beim Ablauf die rot gekennzeichnete Kontaktzone zumindest mit einer Pfote berührt. Jana und ich machen es so, dass wir versuchen, Romina rechtzeitig das Kommando "Bleib" zu geben und sie mit zwei Pfoten auf der Kontaktzone und mit zwei Pfoten auf dem Rasen stehen bleibt. Wir laufen dann weiter und Romi bekommt das Kommando „OK“ von uns, dann springt sie über die anschließende Hürde. In dieser Stunde klappt dies ausgezeichnet. Nun heißt es, drei Hürden und anschließend durch den offenen Tunnel. Wir Hundeführer laufen nebenher, um es dem Hund etwas zu erleichtern. Als wir dasselbe versuchen ohne die Hilfe der Hundeführer, klappte es nur bei einem einzigen Hund. Zum Abschluss werden noch ein paar Läufe durch den Sacktunnel gemacht. Der letzte ohne Hilfe, so dass die Hunde sozusagen ins Dunkle laufen.

Wir haben uns, außer dass Romina genug Bewegung und Kontakt zu anderen Hunden bekommt, vor allem deswegen zum Agility angemeldet, weil wir von einer Freundin und auch von unserer Tierärztin gehört haben, dass Agility die Bindung zwischen Hund und Mensch stärkt. Dies können wir jetzt schon bestätigen, denn unsere Romina hat sich bereits in einer Weise uns gegenüber geändert, die wir nicht für möglich gehalten hätten.

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25. März 2006 - Die zweite Trainingsstunde

Wahrscheinlich, weil alle Herrchen und Frauchen so schwärmen, wird die Agilitygruppe größer. Wir sind diesmal zu siebt und ab der nächsten Stunde kommt noch Sally, eine ganz liebe Labradorhündin dazu. Sie wohnt in der Nachbarschaft, sie kannst du auf der Seite "Rominas Freunde" sehen. Nachdem sich die Hunde ausgetobt haben, rufen wir sie zu uns, und sie kommen an die Leine. Heinz wiederholt erstmal die Geräte vom letzten Mal. Also springen die Hunde erst über eine, dann über zwei Hürden. Beim dritten Lauf geht es über die zwei Hürden und anschließend durch den festen Tunnel. Die Hunde absolvieren das gut, und wir sind mit unserer Romi sehr zufrieden. Als nächstes kommt als neues Gerät die Schrägwand. Gut 1,8 m hoch werden die Hunde an der Leine langsam hoch geführt und sollen oben einen kleinen Moment verweilen. Beim langsamen Heruntergehen müssen die Hunde auf der so genannten Kontaktzone, sie ist rot markiert, kurz stehen bleiben. Einer nach dem anderen muss das Hindernis bewältigen. Damit ist aber noch nicht Schluss, sondern es kommt noch der Laufsteg. Wiederum werden die Hunde an der Leine auf die ca. 1,6 m hohe Schräge geführt, dann geht es einen schmalen Laufsteg entlang, und an der anderen Seite wieder herunter. Auch dort sollen die Hunde die Kontaktzonen am Anfang und am Ende berühren, wegen des besseren Verständnisses sogar kurz stehen bleiben. Zum Abschluss dürfen die Hunde wieder miteinander spielen. Romi läuft, während alle anderen spielen, auf einmal ganz von selbst auf den Laufsteg und legt sich in der Mitte hin, um sich das Treiben mal in Ruhe von oben anzuschauen. Wir sind heute absolut mit ihr zufrieden. Sie bewältigt alle Hindernisse ohne zu zögern, zeigt keine Angst und ist konzentriert bei der Sache.


18. März 2006 - Wir machen Agility

Seit heute machen wir in einem kleinen, aber feinen Verein Agility. Und zwar ist es das Agility Team Heidesheim. Es ist die erste Stunde nach der Winterpause, und zum Aufbauen der Geräte treffen sich Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen. Während des Aufbaus können alle Hunde miteinander spielen. Insgesamt sind es ca. 15 Hunde. Es geht ganz schön die Post ab, da sich ja etliche Hunde noch gar nicht kennen. Nach dem Aufbau der Geräte trennen sich Anfänger und Fortgeschrittene, und es wird ernst für unsere Hunde. Der Trainer, Heinz Kirmse, erzählt uns zuerst etwas über die Sportart an sich. Dann geht es los, wir lernen auf einem Miniparcours erst einmal die Hürde, den Tunnel und den Tisch kennen. Jedes Gerät wird einzeln trainiert. Als dies gut klappt, werden direkt zwei Geräte hintereinander geübt und anschließend müssen die Hunde auf dem Tisch kurz absitzen und mindestens fünf Sekunden dort verharren. Romina macht ihre Sache wirklich gut, und auch uns Menschen macht es sehr viel Spaß. Anschließend beobachten wir noch ein bisschen die Fortgeschrittenen. Vor allen Dingen die Border Collies legen eine Geschwindigkeit an den Tag, dass wir nur so staunen. Na ja, vielleicht ist unsere Romina ja ein Naturtalent und wird auch mal so. Träumen ist erlaubt, oder?