14. November 2012 — Ein Fazit

Ja, so schnell rast die Zeit. Wir haben bereits November, meine Turniersaison ist zu Ende und so ist es Zeit dafür ein Resumee zu ziehen. Wie war es denn, ?

Ich erinnere mich noch genau an mein erstes Turnier in diesem Jahr. Großkrotzenburg, saukalt ( minus 6°C) war es, aber wir waren erfolgreich. 3. Platz im A-Lauf, 4,15 m/s, leider fiel eine Stange. 2. Platz im Jumping, 4,52 m/s, null Fehler.

Ja, wir sind immer noch in der A2 - schon seid über einem Jahr. So What? Wir fühlen uns wohl in der A2 und dass wir noch nicht in der A3 sind, lag oft nur an einer einzigen Stange die bei meinem "Zwerg - 46,5 cm" fiel, der Large laufen muss. Zwei Qualis haben wir aber bereits, also wird es im kommenden Jahr schon klappen.

Ein bisschen Statistik:

68 Turnierläufe hatten wir - 46 haben wir ins Ziel gebracht. 9 davon unter den ersten drei - 18 davon unter den ersten fünf - 33 davon unter den ersten zehn. Schnellster A-Lauf 4,48 m/s - schnellster Jumping 4,98 m/s

4 Seminare - 2 x 2 Tage bei Lisa Frick der amtierenden und dreifachen Weltmeisterin im Agility - 2 Tage bei Remo Müller, mehrfacher Schweizer Meister - 1 Tag bei Brigitta Bartus. Brigitta schreibt für die Zeitschrift Agility-Live und ich sehe sie öfter auf Turnieren. Sie hat unser Frühstartproblem gelöst, und zwar innerhalb von 15 Minuten. Nun mache ich als letztes in dieser Saison am kommenden WE ein Seminar mit Kontaktzonenarbeit und Steadiness.

Ja, wie sieht es in 2013 aus. Gleich im Januar geht es weiter. Wir haben Startplätze am 4./5. und 6. Januar auf der B.A.C.K. (Bavarian Agility Challenge Kreuth). Das größte Agilityevent Deutschlands, dass nur alle zwei Jahre stattfindet. Dann im Februar laufe ich auf den Biebesheimer Hallenmasters. Vier Tage a 170 Starter. An zwei Tagen habe ich einen Startplatz bekommen.

2013 kann kommen. Ich hoffe, dass ich zur BACK fit bin. Am 21.11. werde ich am linken Knie operiert, dass mittlerweile ziemlich zerstört ist. Innenmeniskus zweimal gerissen, Außenmeniskus einmal gerissen und ein Knorpelschaden. Dieses Jahr konnte ich nur mit starken Schmerzmitteln und Bandagen laufen. Ich habe extra mit der OP auf die kurze Pause zwischen den zwei Saisons gewartet. Drückt mir die Daumen.

Liebe Grüße an alle Agilityverrückten - Meine Ginger und ich lieben diesen Sport :-)


11. November 2012 — Seminar mit Brigitta Bartus und Cornelia Adams

Nicht, dass ich mit Ginger so viele Fehler auf Turnieren hätte wegen der Kontaktzonen. Nein, ich möchte, dass Ginger an der Kontakzone in der 2on/2off Position ganz kurz verweilt bis sie mein Auflösekommando. Erst dann darf sie sich von dort lösen. Das soll mehr Sicherheit geben, dass die Richter auch erkennen, dass die Kontaktzone getroffen wird, aber es soll mir auch die Möglichkeit geben, mich dort von meinem Hund abzusetzen. Und zwar egal in welche Richtung.

Lange schon beobachtete ich Brigitta mit ihrem Border Collie Rüden Cen auf Turnieren. Die beiden machen an den Kontaktzonen eine hervorragende Figur. Cen steht die Zonen wirklich perfekt und Brigitta kann sich hier wunderbar neu positioneren für den weiteren Parcoursverlauf. Als ich hörte, dass Brigitta ein Seminar gibt um ihr Wissen weiter zu vermitteln, war mir klar, dass ich dabei sein muss.

Brigitta kann super gut die Hunde lesen und hat mir ja schon beim Frühstartproblem von Ginger geholfen. Das was sie den Teilnehmern auf diesem Seminar vermittelt hat, hat für mich Hand und Fuß. So werde ich Ginger ab heute komplett neu aufbauen. Ich hoffe, dass mir das gelingt.


27. und 28. Oktober 2012 — Seminar mit Lisa Frick

So lange wartet man, dass es endlich losgeht und schon ist es vorbei.

Am Samstag war es endlich soweit. Lisa Frick, die frisch gebackene Gewinnerin des AWC in Liberec und dreifache Weltmeisterin, war bei uns im ATH als Seminarleiterin. Am Abend vorher kam vom Norden ein Kälteeinbruch mit Regen und Schnee, und wir erwarteten das Schlimmste. Gott sei Dank kam es dann aber doch anders. Morgens war mein Auto weiß, als ich mich um kurz nach 9:00 Uhr auf den Weg nach Heidesheim machte. Pünktlich mit meinem Eintreffen am Vereinsgelände schloss der Himmel seine Schleusen und es hörte auf mit dem Schneeregen.

Endlich um 10:30 Uhr war es dann soweit. Meine Gruppe war an der Reihe. Während Lisa mit Hoss, ihrem Siegerhund und Cody eine kleine Runde spazieren ging, hatten wir Parcoursbegehung. 27 Hindernisse waren aufgebaut. Bereits beim Abgehen sah man, dass etliche Wechsel und vor allem viele Changes auf dem Plan standen. Zuerst musste jeder einmal den kompletten Parcours laufen. Anschließend wurde er in drei Sequenzen aufgeteilt und wir arbeiteten ihn so ab, wie Lisa es vorgab. Klar hatte ich den Parcours bewältigt, aber Lisa zeigte uns andere Wege auf, erklärte, warum hier ein Change besser war als ein Belgier oder warum man dort besser einen Franzosen machte. Und so ging es an beiden Tagen zehn Stunden.

Abgesehen von einer halben Stunde Pause pro Tag, stand Lisa die ganze Zeit bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf dem Platz. An ihrer Kompetenz hatte natürlich sowieso niemand gezweifelt. Aber, es gehört schon viel dazu bei so vielen unterschiedlichen Menschen, bei diesen widrigen Wetterverhältnissen und diesen vielen Stunden stets gutgelaunt und kooperativ zu bleiben. Es war ihr nie zuviel, zum fünften Mal dasselbe zu erklären oder den Laufweg noch einmal zu zeigen. Mit ihren 21 Jahren ist sie ja sehr jung, aber sie wirkte zu jeder Zeit sehr ausgeglichen. Meine Hochachtung für diese Leistung.

Ich freue mich jetzt schon auf das Seminar im kommenden Jahr.


25. Oktober 2012 — Einzeltraining bei Sandra Körber

Seit dem 28. September trainiere ich einmal die Woche bei Sandra Körber in Wiesbaden. Für die Winterpause des ATH suchte ich einen Verein, der mir erstens ein Einzeltraining ermöglicht, und zweitens, bei dem ich vormittags trainieren konnte. Natürlich stand ein kompetenter Trainer im Vordergrund. Bei Sandra Körber in Wiesbaden hat sich dies alles verwirklicht. Es wurde zwar nicht ganz ein Einzeltraining, aber darüber bin ich gar nicht traurig. Zum einen, weil ein Einzeltraining über eine Stunde und mehr schon sehr an die Grenzen eines Hundes herangeht, zum anderen, weil meine Trainingspartnerin Ulla Gros mit Arwen ist. Ulla und ich verstehen uns sehr gut. Wenn wir beide auf dem gleichen Turnier sind, gibt Ulla mir und Ginger immer Asyl (so nennt sie es) und ich wohne dann bei ihr im Zelt. Auch Ginger und Arwen verstehen sich gut.

Sandra ist eine tolle Trainerin. Davon abgesehen, dass sie immer gut gelaunt ist, hat sie eine super Art, die Inhalte eines Trainings zu vermitteln. Sie verliert nie die Geduld (bis jetzt), und was ich für das Wichtigste halte, sie versucht, den Laufstil des Einzelnen zu verbessern und nicht zu verändern. Es muss nicht zwingend hier ein Belgier oder dort ein Change sein, sondern sie schaut, wie es zu Hund und Herrchen passt und dies wird dann optimiert.

Ich bin sehr happy, bei Sandra trainieren zu können und bin gespannt, wie Ginger und ich uns weiterentwickeln.


1. Oktober 2012 — Oppenheim

Bereits seit dem 13. März trainiere ich einmal in der Woche in Oppenheim. Im Januar, bei den Hallenmasters in Biebesheim, sprach ich Rolf Schäfer und Norbert Besser von den "Agility Freunde Oppenheim" an, ob ich bei ihnen einige Gasttrainings machen könnte. Die Laufstile der beiden gefielen mir schon seit Längerem, und beide haben einen guten Ruf in der Szene als kompetente, ruhige und leistungsorientierte Agilitysportler. Bereits nach dem zehnten Training fragte mich Rolf, ob ich nicht dem Verein beitreten möchte. Dies tue ich ausgesprochen gerne. Meine Trainingsgruppe, in der Rolf und Norbert selbst mittrainieren, hat mich mit offenen Armen aufgenommen, und es macht mir eine große Freude, in dieser Gruppe zu trainieren. Wir haben großen Spaß zusammen. Es wird viel gelacht, aber es wird auch viel Wert auf eine sachliche Kritik gelegt.

Vielen Dank für die herzliche Aufnahme bei Euch.


30. September 2012 — In Obertshausen

Nach Obertshausen fahre ich immer sehr gerne. Es ist ein kleines Turnier von nicht mehr als 100 Teams und immer sehr familiär. Man kennt sich untereinander und hat einen schönen Tag.

Der A-Lauf war auch nicht besser wie am Tag zuvor in Gernsheim. Zwar erreichten wir wieder Platz 5, aber zufrieden kann ich damit nicht sein. In Gernsheim war Ginger nicht kontrollierbar für mich. Heute in Obertshausen war das etwas besser. Trotzdem, die Kontaktzonen steht sie nicht wie Training und auch insgesamt ist sie nicht sehr aufmerksam gewesen. Aber auch ich habe meine Defizite und auf den Videos sehe ich genau, dass meine Körpersprache mangelhaft ist.

Im Jumping am Mittag war das ganz anders. Bereits gut 15 Minuten vor meinem Lauf spielte ich mit Ginger und machte dabei auch etwas Unterordnung. Hauptsächlich ging es mir aber darum, ihre Aufmerksamkeit zu bekommen. Ich übte mit ihr die Tricks die wir können, ließ sie Slalom durch meine Beine laufen und wir hatten viel Spaß zusammen. Dann war es soweit, wir mussten an den Start. Wie immer bellte sie, als ich sie sitzen ließ und mich von ihr enternte um an meine Startposition zu gehen. Trotz des Bellens hatte ich ihre Aufmerksamkeit. Dann ging es los. Wie an einem unsichtbaren Faden lief Ginger mit mir den Parcours. Leider knickte ich am vorletzten Sprung um. Dies irritierte Ginger, sie ließ die Hinterbeine fallen und die Stange fiel. Ohne diesen Fehler wären wir fünfter von 52 geworden. Mit diesem Lauf und einer Zeit von 4,98 m/s bin ich sehr zufrieden.

Der Lauf auf You Tube

Im Jumping lief es ähnlich gut. Leider vielen zwei Stangen, deshalb reichte es nur zu Platz 10 von 30. Ich bin mehr als zufrieden mit diesem Tag.


28. September 2012 — Spezialtraining

Da wir mit dem ATH bald in die Winterpause gehen, habe ich Sandra Körber gefragt, ob es möglich ist, bei ihr ein Einzeltraining zu bekommen. Am Sonntag, auf dem Turnier in Birkenau, gab sie mir die Zusage. Ab heute habe ich einmal in der Woche ein Training in einer zweier Gruppe. Wie der Zufall es manchmal gut meint, ist die zweite in der Gruppe Ulla Gros. Ulla und ich sehen uns öfter auf Turnieren und Ulla gibt mir immer Asyl in ihrem großen Zelt :-). Wir verstehen uns gut und unsere Hunde haben auch kein Problem miteinander. Außerdem sind wir beide sehr ehrgeizig, auf einen Nenner gebracht, es passt ganz einfach.

Zum Trainingsauftakt sind wir gleich einen Parcours von Alex Beitel gelaufen. Alex ist bekannt dafür, äußerst anspruchsvolle Parcours zu stellen. Zuerst leifen wir den Parcours komplett nach unseren Vorstellungen, anschließend erarbeiteten wir uns mit Sandra die einzelnen Sequenzen. Es klappte wirklich gut bei Ginger und mir. Ich denke, wir können mit unserem Trainingsauftakt zufrieden sein. Auf jeden Fall freue ich mich in Sandra eine gute Trainerin gefunden zu haben, die sehr engagiert an die Aufgabe uns weiter nach vorn zu bringen heran geht.


22. September 2012 — Agility Smiley Dogs in Birkenau

Sie richteten Ihr erstes Turnier aus und es wurde richtig gelungen. Ein Superplatz, wunderbar gelegen mit vielen Spazierwegen in der Nähe und jede Menge Parkplätze. Das Essen war Klasse und der mehr als leckere Kuchen rundete das ganze ab.

Dazu kam, dass Ginger heute supergut drauf war und wie an der Schnur gezogen den anspruchsvollen Parcours von Dirk Schambeck lief. Wir holten uns den erten Platz und eine weitere Qualifikation in A2.

Der Lauf auf You Tube

Im Jumping lief es ähnlich gut. Leider vielen zwei Stangen, deshalb reichte es nur zu Platz 10 von 30. Ich bin mehr als zufrieden mit diesem Tag.

Der Lauf auf You Tube


01. September 2012 — Bergsträsser Agility Cup

Er fand auf einem Reitplatz statt. Man kann sich also denken, dass es keinen Rasen gab, auch nicht für die Zelte, bzw. nur für etwa 7 oder 8 Stück, wenn man nahe am Parcours stehen wollte um etwas zu sehen.

Der Platz zum Laufen glich einem Acker. Eigentlich wollte ich nach der Parcourbegehung direkt abmelden. Die Gernsheimer Tanja und Karlheinz hielten mich aber davon ab. Zuerst hatten ja die A3er Large und Midi Ihre Läufe, danach wurde der boden noch tiefer.

Der Jumping (kam heute vor dem A-Lauf) A2 Standard - keiner kam mit null Fehlern durch und deshalb reichten uns zwei Stangenfehler noch für Platz 3.

Der Lauf auf You Tube

Bei A-Lauf war der Boden noch tiefer. Deshalb kam ich hier mit einer klitzekleinen Vw (ich war mir zu sicher, dass Ginger den Tunnel anzieht) auf Platz 1. Immerhin hatte ich die schnellste Zeit von allen.

Der Lauf auf You Tube

Als Preise gab es außer einem großen Pokal Spielzeug, einen Trinknapf und eine Tüte voller Leckerchen :-)


22. August 2012 — Agility Live Ausgabe Nr.5

Im April diesen Jahres schrieb ich auf Empfehlung von Brigitta Bartus eine Mail an Martin Ritter, den Chef der Zeitschrift "Agility Live". Ich fragte, ob er meinen Beitrag in der Rubrik "Mein Partner und ich" veröffentlichen möchte. Bereits einige TAge später war seine Antwort da, dass er dies gerne in einer der nächsten Ausgaben machen würde. Und nun ist es soweit. In der neuesten Ausgabe bin ich mit meiner Ginger vertreten. Das macht uns stolz. Sehr freue ich mich darüber, dass er meinen Schlusssatz als Überschrift für diese Rubrik genommen hat.






















12. August 2012 — Turnier in Oppenheim

Hier der Link zum Jumping-Open You Tube


11. August 2012 — Turnier in Norheim

Hier der Link zum A-Lauf You Tube


23. und 24. Juni 2012 — Turnier in Offenbach

Zwei Tage hintereinander starteten wir bei der V.S.G. in Offenbach. Ein sehr schön gelegener Platz direkt am Waldrand lädt ein auf schattische Spaziergänge zwischen den Läufen. Das Wetter war durchwachsen, aber es blieb gegen alle Prognosen an beiden Tagen trocken.

Im Feld der A2 Large liefen wir an beiden Tagen als vorletztes Team. Und es wurden schöne Läufe, auch wenn das letzte Tüpfelchen auf dem i fehlte. Am Samstag liefen wir im A-Lauf die schnellste Zeit. Leider fädelte Ginger drei Hindernisse vor dem Ziel auf der falschen Seite in den Slalom ein. So wurden wir anstatt mit dem ersten Platz mit dem dritten belohnt. Auch im Jumping lief es gut. Mit 4,66 m/s wurde es der zweitschnellste Lauf und da eine Stange fiel lagen wir in einem Feld von 38 Startern zum Schluss auf Platz sechs.

Hier der Link zum Jumping You Tube

Am Sonntag lief es ähnlich. Auch hier fehlte nur ein kleines bisschen Glück zum richtigen Erfolg. Im A-LAuf lief mir Ginger völlig unerwartet an der A-Wand vorbei. Auf dem Video kann man deutlich sehen, dass ich sie ihr anzeigte. So wurde es wiederrum mit der schnellsten Zeit Platz vier. Im Jumping fiel eine Stange und 4,66 m/s brachte uns Platz dreizehn von 36.

Hier der Link zum A-Lauf You Tube

Ich bin rundherum zufrieden mit diesen beiden Tagen. Schnelle Läufe mit Topzeiten und wirklich nur kleine Unachtsamkeiten - darauf kann man doch aufbauen. Was mir am besten gefällt, meine Kleine macht nun seit zehn Turnieren keine Frühstarts mehr.


16. Juni 2012 — Turnier bei der SV OG Oberstedten

Zum ersten Mal war ich in Oberstedten - sicher nicht das letzte Mal. Ein sehr schön gelegener Platz mit genug Möglichkeiten für Spaziergänge rund um das Turniergelände. Es war ein kleines familiäres Turnier mit nur 80 Teilnehmern. Am morgen schien noch die Sonne, aber im Laufe des Tages trübte es sich ein und kurz nach meinem Lauf fing es auch an zu regnen. Fast zwei Stunden ließ der Himmel seine Schleusen offen.

Sabine Janku stellte einen schönen runden Parcours, der aber trotzdem seine Schwierigkeiten hatte. Wie bereits auf den letzten Turnieren war der Start sehr entspannt für mich. Ginger blieb wiederum sitzen, bis ich sie abrief. Dann ging die Post ab. Sie achtete super auch mich. Am rechtsgeführten Slalom fädelte sie hervorragend ein und meinen Franzosen nach dem Slalom nahm sie ebenso hervorragend an. Überhaupt klappten alle Wechsel super. Leider drückte ich sie nach der A-Wand ein kleines bisschen zu weit nach außen, ich wollte sie vor dem Sprung stellen, deshalb wurde uns hier eine Verweigerung angezeigt. Mit einer Geschwindigkeit von 4,02 m/s (die zweitschnellste Zeit aller Teams) erreichten wir Platz 5. Wie so oft schon dieses Jahr verhinderte ein "kleiner" Fehler den besseren Platz und eine Qualifikation.

Mein A-Lauf von diesem Turnier in You Tube

Beim Jumping am Mittag war ich irgendwie in einer Tiefschlafphase und total unkonzentriert. Das bestätigten mir auch einige der Teilnehmer, die sich meinen Lauf anschauten.


9. und 10. Juni 2012 — Seminar mit Remo Müller

Der vielfache Schweitzer Meister und mehrfache Teilnehmer der WM war an zwei Tagen in Oppenheim um ein Seminar zu leiten. Da Oppenheim seit geraumer Zeit mein zweiter Trainingsplatz ist, wollte ich mir dieses Seminar natürlich nicht entgehen lassen. Es wurden zwei wirklich tolle Tage zumal meine Gruppe genau aus den Leuten bestand, mit denen ich auch jeden Dienstag dort trainiere. Andrea, Mareike, Nadine und Rolf haben auch sehr triebige Hunde. Man tauscht sich aus, diskutiert und lobt. Es macht einfach Spaß in dieser Gruppe zu arbeiten.

Vieles nehme ich auch wieder aus diesem Seminar mit. Hauptsächlich aber, dass ich wieder mehr mit meinem Hunde rede. Bisher sagten mir alle Semiarleiter und auch die Trainer (außer Heinz) ich soll nicht so viel mit meinem Hunde sprechen während des Laufens. Vor allem soll ich nicht so viel seinen Namen benutzen. Remo macht das anderes, er kommuniziert ständig mit seinen Hunden. Ein langgezogenes einmaliges Rufen des Namens leitet einen Richtungswechsel ein. Ruft er den Namen kurz/schnell und mehrfach hinereinander wird der Hund schneller. Das habe ich während des Seminars auch immer wieder gemacht, habe ich es vergessen hat Remo mich sofort erinnert. Ich muss sagen, dass Ginger dadurch sehr viel aufmerksamer war. Dies bestätigiten mir auch die Mitglieder meiner Gruppe. Auf jeden Fall werde ich es so weiter praktizieren.


7. Juni 2012 — Turnier bei der SV OG Norheim

Nach Norheim fahren wir immer wieder gerne. Vorm Turnierplatz aus hat man einen wunderbaren Blick in die Täler und Hügel der Umgebung. Viele Wege durch die Weinberge laden zu Spaziergängen ein und für leckeres Essen und herrlichen Kuchen am Nachmittag ist stets gesorgt. Dieses mal war es ein geteiltes Turnier. Trotzdem war ich zeitig am Morgen da um einen guten Zeltplatz direkt am Parcours zu bekommen.

Am späten Vormittag war es dann soweit und wir wurden zum A-Lauf aufgerufen. Über einen Frühstart von Ginger mache ich mir schon einige Zeit keine Gedanken mehr. Seit dem neuen Startprocedere, dass ich Brigitta Bartus zu verdanken habe sitzt Ginger, zwar immer noch bellend, am Start und wartet auf meine Freigabe - herrlich. Heute gab es zwei andere Dinge, die ich nicht verstehen konnte. Nach dem fünften Hindernis blieb Ginger unvermittelt stehen, da ein Hund am Rande des Parcours lauthals bellte. Erst nach Aufforderung meinerseits setzte sie sich wieder in Bewegung. Nach der Wippe schien es mir, als ob Ginger garnicht auf micht achtet, sondern die Nase hoch in den Wind hob. Hier kann es aber auch sein, dass ich ihr den Richtungswechsel einfach besser hätte anzeigen müssen. Die Richterin Irmgard Zinn hatte aber einen guten Tag und so wurde es ein Null-Fehler-Lauf, der aber wegen der gemäßigten Zeit nur für den 5. Platz reichte.

Am Mittag, beim Jumping, lief alles wie am Schnürchen. Sehr konzentriert durchliefen wir den Parcours in einer Geschwindigkeit von 4,68 m/s. Leider fiel eine Stange und so reichte es uns nur für Platz 13. Trotzdem bin ich sehr zufrieden mit diesem Turniertag.

Mein Jumping von diesem Turnier in You Tube


21. April 2012 — Turnier bei der SV OG Mutterstadt

Ganz kurz. Mieses Wetter, immer wieder Regenschauer, tiefer Platz, viele Hunde sind gerutscht. Ginger machte zwei Frühstarts. Den im A-Lauf akzepierte ich leider noch und lief weiter. Drei Stangen fielen und es gab eine Verweigerung als sie an einem Sprung vorbei lief. Mir ist schleierhaft, wie es noch zum siebten Platz reichen konnte. Im Jumping ignorierte ich den Frühstart nicht mehr und setzte sie wieder vor den Startsprung - Dis.


14. und 15. April 2012 — Seminar mit Lisa Frick

Am Wochenende war es endlich soweit. Das langersehnte Seminar mit Lisa Frick, zweifache Weltmeisterin, fand endlich statt. Und das auf unserem Vereinsgelände. Neun vereinseigene Teams und zwei aus anderen Vereinen nahmen daran teil. Obwohl die ganze Woche die Prognose mehr als schlecht war, hatten wir an beiden Tagen gutes Wetter. Samstags gab es viele Sonnenstunden und auch Sonntags blieb es den ganzen Tag trocken.

Lisa ist ja noch sehr jung. Sie macht, wie sie erzählte, seit ihrem vierzehnten Lebensjahr Agility und kann mit ihren fast 22 Jahren schon eine Menge richtig großer Erfolge vorweisen. Aber kann sie ihre Erfahrungen auch anderen vermitteln. Sie kann es. Diese zwei Tage waren unglaublich intensiv. Lisa stellt hohe Ansprüche an die Kursteilnehmer und sie entlässt diese erst, wenn sie die Vorgaben erfüllt haben, wenn sie den Parcours oder die Sequenz nach ihren Vorstellungen gelaufen sind. Fünf Teams waren in einer Gruppe, und diese Gruppe war zweimal pro Tag für zweieinhalb Stunden auf dem Platz. Das sind sehr hohe Anforderungen an Hund und Mensch. Vor allem den Hunden merkte man die Belastung am zweiten Tag an und nicht alle wollten noch vernünftig mitarbeiten. Sehr oft hörten alle wenn Lisa rief "zu spät". Zu spät wurde der Wechel eingeleitet, zu spät war man vor dem Hund oder zu spät zeigten wir unserem Hund wohin es weiter gehen sollte.

Was mich auch begeisterte, war die Art wie sie mit ihren Hunden umging. Sie hatte ihre beiden Bordercollies Hoss und Cody den ganzen Tag bei sich im Parcours und die Hunde waren äußerst gelassen, ja teilweise merkte man es überhaupt nicht mehr, dass sie dabei waren. Bei anderen Seminarleitern waren die Hunde meistens im Auto, was ich nicht so gut finde. Auf jeden Fall fände ich es toll, wenn wir Lisa im kommenden Jahr wieder in Heidesheim begrüßen könnten. Es war ein wirklich tolles Wochenende für mich und meine Ginger.


6. April 2012 — Agi statt Fisch

Kalt war es am Morgen. 5 Grad nur zeigte das Thermometer an. Gott sei Dank war das Turnier in der Reithalle von Babenhausen und zudem gab es das Reiterstübchen wo man im warmen durch die großen Scheiben die Läufe der anderen Teams anschauen konnte. Das Turnier war geteilt und so mußte man, da A3 morgens startete, nicht so früh raus. Trotzdem fuhr ich beizeiten nach Babenhausen, denn ich wollte natürlich die A-Läufe sehen. Ausrichter dieses Turniers war die SV OG Ostheim.

Am frühen Mittag waren wir dann an der Reihe. Kein Frühstart war mein erstes Ziel und ein runder Lauf das zweite. Beides konnte ich realisieren. Ziemlich energisch, aber in ruhigem Ton sagte ich Ginger, dass sie zu bleiben hatte und das tat sie. Erst auf mein Kommando hin spurtete sie los. Super, achtete sie auf meine Körpersprache und nahm alle Hindernisse wie angezeigt. Zum Schluss hatten wir die zweitschnellste Zeit von 25 Teams. Leider fiel eine Stange nach einem Tunnel und so reichte es nur für Platz sieben.

Auch im Spiel A1-A2 am Mittag blieb sie vor dem Startsprung sitzen und wartete auf mein Kommando. Leider fiel auch hier eine Stange und kurz vor dem Ende nahm sie leider das Tunnelloch nicht an und wir kassierten eine Verweigerung. Etwas für uns ganz neues gab es bei diesem Spiel, wir bekamen eine Zeitstrafe. Es waren nur 1,33 Sekunden und ich hätte nie gedacht, mit Ginger jemals eine Zeitstrafe zu haben. Als ich dann auf die Ergebnisliste aller Starter schaute, war ich noch mehr überrascht. Mehr als zweidrittel aller Starter hatte eine Zeitstrafe, dass habe ich so noch nie gesehen. Trotzdem, ich bin mehr als zufrieden mit diesem Turniertag.

Sechs Turniere dieses Jahr und ich könnte in A3 sein - K Ö N N T E - , darauf liegt die Betonung. 1 x Platz 2 - eine Stange ist gefallen, 1 x Platz 3 - eine Stange ist gefallen, am Freitag mit der zweitschnellsten Zeit Platz 7 und dreimal dürft Ihr raten - eine Stange ist gefallen. Sonst wäre es Platz zwei gewesen. Das ist aber nicht so schlimm, ich bin gerade erst in A2 angekommen und wenn die Läufe gut sind, macht es mir nichts aus noch einige Turniere bis zum Aufstieg zu warten.

Ach so ja, Agi statt Fisch? Es war doch Karfreitag und da essen sehr viel Fisch :-)


5. und 12. Februar 2012 — Hallenmasters in Biebesheim

Zwei Sonntage, auf die ich mich schon seit dem Meldebeginn, im November letzten Jahres, freute. Die Hallenmasters in Biebesheim sind schon ein herausragendes Turnier. Gut 180 Teams waren pro Tag am Start. In der A3 traf sich so ziemlich alles, was in Deutschland Rang und Namen hat. Philipp Müller-Schnick, Thomas Behrendt, Silas Boogk, Daniel Schröder, Tobias Wüst, Krisztina Kabai, Vanessa Walter, Paul Hirning, Diana Domokos, Claudia u. Jörg Zenner, um nur einige zu nennen. Alleine diese Teams waren es wert, die Reise zu machen, und an den Nachmittagen konnte man sich viele hochklassige Läufe anschauen.

Nachdem das Jahr so gut bei Ginger und mir begonnen hatte, konnten wir leider nicht an unsere guten letzten Leistungen anknüpfen. Der erste Turniersonntag endete mit zwei Dis und am darauffolgenden Sonntag kamen wir nur im Jumping durch. Hier holten wir immerhin den neunten Platz von 35 startenden Teams. Wie schwierig es für die einzelnen Teams war, sieht man daran, dass ein Fehler und eine Verweigerung für diese Platzierung reichte. Die Zeit war 4,12 m/s.

Der Jumping auf: You Tube


29. Januar 2012 — Faschingsturnier beim CdH Waldacker

Heute waren wir auf dem Faschingsturnier beim CdH Waldacker. Mehr als 0,5 Grad plus zeigte das Thermometer den ganzen Tag nicht. Im A-Lauf lief es wieder gut. 2. Platz von 13 Startern und mit 3,90 m/s liefen wir die zweitschnellste Zeit. Leider wartete Ginger nicht, bis die Wippe ganz auf dem Boden war und uns blieb die Quali mit einem Fehler wieder vergönnt. Ich hab sie nicht alle gezählt, aber sehr viele Hunde hatten heute mit der Wippe die gleichen Probleme. Ich glaube, sie stand für die Hunde zu dicht an der Wand und sie dachten, es sei der Steg.

Im Jumping hatten wir auch einen Fehler. Die Stange fiel beim vorletzten Sprung. Ginger verschätzte sich wohl, denn sich krachte voll von oben auf die Stange. Trotz des Fehlers holten wir mit 4,73 m/s (vier waren schneller) den 9 Platz.

Alles in allem bin ich trotzdem zufrieden.

Der A-Lauf auf: You Tube

Der Jumping auf: You Tube


22. Januar 2012 — Hallenturnier beim SVdH Grosskrotzenburg

Unser erstes Turnier für dieses Jahr. Nachdem wir letztes Jahr im August in A2 aufstiegen, folgten sechs A-Läufe die mit einem Dis endeten. Diese Serie wollte ich unbedingt beenden. Nach einem guten Training am Samstag in der Halle fuhr ich mit Ginger am Sonntag früh motiviert in Richtung Aschaffenburg. Gleich zweimal sollten wir auf dem Treppchen stehen. In A2 war das Feld mit nur 14 Teams relativ schwach besetzt und mit Startnummer 37 konnte ich mich entspannt auf unseren Lauf vorbereiten. Leider fiel eine Stange, den es wurde mit 4,15 m/s ein schöner runder Lauf der uns den 3. Platz einbrachte.

Der Lauf auf: You Tube

Im Jumping-Open am Mittag lief es noch besser. Wir setzen uns mit einem fehlerfreien Lauf und 4,52 m/s gegen 40 Teams durch und holten uns den 2. Platz.

Der Lauf auf: You Tube

So darf es gerne weitergehen.