September 2010 bis Dezember 2010

Seit unseren Vereinsmeisterschaften im August bin ich noch fünf öffentliche Turniere gelaufen. Diese endeten fast alle mit einem Dis. Aus diesem Grund habe ich mich entschlossen, vorerst keine Turniere mehr zu laufen. Das gilt auch für 2011. Erst wenn ich im Training vernünftige runde Läufe mit Ginger zustande bringe, werde ich uns wieder für Turniere anmelden. Ich freue mich nun erstmal auf unser Hallentraining mit den abschließenden Hallenmeisterschaften. Im Januar geht es dann nach Oberammergau zu einem fünftägigen Seminar mit Philipp Müller-Schnick und Thomas Behrendt.


28. August 2010 - Unsere Vereinsmeisterschaften

Um es gleich zu sagen, was das Wetter angeht, waren es die schlechtesten Vereinsmeisterschaften, seit wir beim ATH sind. Pünktlich zur ersten Parcoursbegehung fing es an zu regnen und es hörte auch nicht mehr auf, bevor das letzte Hindernis weggeräumt war. Zweimal wurde das Turnier sogar mehr oder weniger kurz unterbrochen. Die Mannschaftswettbewerbe wurden ganz gestrichen. Aber, wir sind ja nicht aus Zuckerguss und so fanden die Läufe natürlich statt. Die größte Gruppe, wie immer die der A1- bis A3-Läufer, kam als letzte dran. Hier holten Ginger und ich ein Dis. Im Jumping lief es etwas besser und wir holten den sechsten Platz von 18 Teams. In der Gesamtwertung wurden wir sechster.

Aber, Sport ist nicht alles. Dank des guten Essens, der leckeren Kuchen und der diversen Getränke wurde es doch noch ein schöner Tag. Als der Regen aufhörte, machten wir uns ein kleines Feuer auf der Terrasse und genossen noch den Abend bis weit in die Nacht hinein.


21. August 2010 - Turnier beim Agility Team Wiesbaden

War es letztes Wochenende noch kalt und regnerisch, gab die Sonne heute alles um den Startern kräftig einzuheizen. So zu sagen vor der Haustür war heute ein kleines Turnier mit nur 81 Teams. Was sollte es heute werden Frühstart, durchgeknallt, dreht sie wieder am Rad? All diese Fragen stelle ich mir jedesmal wenn ich zum Start gehe. Die Vorzeichen standen auf Sturm. Ginger bellte sobald ich sie aus der Box holte, sie war mindestens auf 180. Als ich sie am Start absetzte bellte sie mich wie eine Wilde an. Ich machte ihr deutlich das zu lassen und still zu sitzen, sie tat es. Ganz entspannt konnte ich hinter den Startsprung gehen und rief sie ab. Das erste drittel war geschafft und es lief wirklich gut. Nach einem Tunnel schickte ich sie über den Sprung und wollte sie um den linken Ausleger holen - meine Körpersprache sagte aber rechts. Davon verwirrt nahm Ginger denselben Sprung von hinten - DIS. Den Rest des Parcours brachten wir ohne Probleme hinter uns. Schade den Lauf habe ich vergeigt.

Der Jumping war wie gewohnt eine Rennstrecke. Wiederum blieb Ginger nach kurzem Meckern ganz ruhig am Start bis ich meine Position eingenommen hatte. Insgesamt wurde es ein schöner runder Lauf mit dem ich auch zufrieden bin. Leider fädelte Ginger im rechtsgeführten Slalom an der vorletzten Stange aus. Dies brachte uns einen Fehler, natürlich einen Zeitverlust und Platz 11.

Das Agility Team Wiesbaden bot ein schönes, gut organisiertes Turnier. Gutes und preiswertes Essen. Anspruchsvolle aber gut lösbare Parcours. Eine faire Richterin. Am Mikrofon ein gut aufgelegter René Pousset der durch das Turnier führte. Und was sehr angenehm war, mit 81 Teams war bereits um 15 Uhr die Siegerehrung. Schade, dass der Trend zu immmer größeren Turnieren geht. Hier in Wiesbaden war es dagegen sehr familiär, einfach schön. Ich freue mich jetzt schon darauf nächstes Jahr wieder hier starten zu dürfen.


15. August 2010 - Turnier in Norheim

Früh um 6.00 Uhr riss mich der Wecker unsanft aus dem Schlaf. Sofort hörte ich wie es in Strömen regnete, der Himmel hatte alle Schleusen geöffnet und es blitzte sogar. Was solls, wir sind ja nicht aus Zucker. Also auf nach Norheim. Nachdem das Zelt aufgebaut war lies der Regen nach und später hörte es dann sogar ganz auf. Insgesamt waren fast 150 Teams gemeldet und das Feld der A1-Standard-Hunde war mit 37 wieder am größten. Wir wurden auf eine große Geduldsprobe gestellt, da man mit A3 begann. Endlich, nach mehr als drei Stunden konnten wir endlich an den Start. Ginger versuchte wieder einen Frühstart. Ich konnte ihn aber unterbinden und beim zweiten Versuch blieb sie sehr zuverlässig sitzen. Leider hatten wir einen Parcoursfehler (Kontaktzone-Wand) und zwei Verweigerungen. So reichte es nur zu Platz 16 von 37 - immerhin, Mittelfeld und durchgekommen.

Im Open-Jumping wollte Ginger wieder einen Frühstart hinlegen, aber auch diesen blockierte ich und dann blieb sie auch hier sehr geduldig sitzen bis ich meine Startposition eingenommen hatte. Trotzdem wurde es eine Dis. Zu überdreht musste ich sie irgendwann absitzen und zur Ruhe kommen lassen und Stillstand ist gleich Dis.

Zur Siegerehrung fing es dann wieder zu regnen an, aber was solls, der Tag war zu Ende und letztendlich kann man mit den paar wenigen ganz kurzen Nieselregenatacken zufrieden sein.


13. Juni 2010 - Turnier bei den Agilityfreunden Oppenheim

20° C, leicht bewölkt und ein laues Lüftchen auf dem im Steinbruch gelegenen Platz der Agilityfreunde Oppenheim. Dazu zwei Richter, die zwar anspruchsvolle, aber lösbare Parcours stellten. Eigentlich super Voraussetzungen für ein schönes Turnier. Ja, ja, dieses Wörtchen „eigentlich“. Ich ging mit Ginger als letzter Starter der kleinen ATH-Delegation mit Ginger an den Start. Frühstart – null aufmerksamer Hund und am dritten Hindernis war das Dis perfekt. Noch zweimal wollte ich den Lauf fortführen. Ginger war wieder so durchgeknallt und dadurch unkonzentriert, dass ich den Lauf abbrach und vom Platz ging.

Im Open-Jumping zeigte Ginger dann, dass sie kann, wenn sie denn will. Fehlerfreier Lauf. Mit 28,07 Sekunden (4,10m/sek.) hatten wir die sechstschnellste Zeit von 45 Hunden und Platz 5 . Gleich bei Hindernis zwei und drei bekamen 34 Large-Teams die rote Karte. Open bedeutet ja immer, dass A1 und A2 Teams zusammen den selben Parcours laufen. Umso mehr freut mich natürlich das Ergebnis.

Vielen Dank dem afo für die tolle Bewirtung und das schöne straff organisierte Turnier, bei dem sogar nach der Pause ein Nummernboy in Tigershorts auftrat. Dies war ein Wunsch der Richterin, die es mal auf einem Turnier erwähnte. Norbert schnappte es auf und setzte es heute in die Tat um.


13. Mai 2010 - Turnier beim SV OG Taunusstein

Der Agilityplatz von Taunusstein liegt mitten im Wald von Schlangenbad, direkt gegenüber dem Taunus-Wunderland. Die Wetterprognosen standen mehr als schlecht, aber zum Glück irren die Wetterfrösche sich ja meistens. Es blieb trocken bis nach der Siegerehrung, dann fing es an zu regnen. Da saßen wir aber schon fast im Auto, Glück gehabt :-). Da ich schon sehr zeitig auf dem Platz war, hatte ich einen hervorragenden Platz und konnte alle Läufe von meinem neuen Angelstuhl (der ist soooooo bequem) aus beobachten.

Mit Startnummer 53 waren Ginger und ich, im Mittelfeld der 34 Starter in A1-Large, an der Reihe. Timo gab mir nach dem letzten Turnier, dass ja, wie so oft, mit einem Frühstart-Dis endete, einen Tipp. "Mach doch mit Ginger vor deinem Start ein bisschen Unterordnung", meinte er. Also, knapp zehn Minuten vorher, ging ich mit Ginger auf den Nebenplatz und machte sie, mit ein paar Sprüngen und Slalomübungen, ein bisschen warm. Anschließend gab es noch zwei Minuten Unterordnungsübungen. Nun war es soweit, wir mussten an den Start. Ich setzte Ginger gut sechs Meter vor dem Startsprung ab. Die Hand erhoben und sie immer im Blick haltend, entfernte ich mich von ihr. Sie saß wie eine "Eins", yippieh. Knapp hinter dem Startsprung rief ich sie, und ab ging die Post. Es wurde ein schöner runder Lauf, der uns den ersten Sieg in A1 einbrachte und gleichzeitig die erste Qualifikation für A2 ist.

Hier die Daten. Der Parcours hatte 125 mtr. - Die Zeit 32,58 Sek., was 3,84 m/sec. ergibt - Die zweitschnellste Zeit von 34 Startern - Es gab lediglich nur zwei fehlerfreie Läufe - 15 Teams liefen ins Dis.

Im Jumping sorgte Ginger für Aufregung. Gleich nach dem zweiten Sprung lief sie mir so heftig in die Hacken, dass sie sich zweimal überschlug. Die Zuschauer schrieen entsetzt auf, aber Ginger rappelte sich auf und lief unbeeindruckt weiter. Hätte ich Ginger auf der anderen Seite geführt, wäre dies nicht passiert. Solch ein Start bringt einen natürlich ganz schön durcheinander, zwei Fehler und zwei Verweigerungen waren die Quittung. Die Zeit von 34,75 Sek. reichte dennoch für Platz 16. Ohne den "doppelten Rittberger" und die zwei Verweigerungen wäre sicher eine Zeit von um die 25 Sekunden drin gewesen.

Wie auch immer, es war für uns ein schöner und erfolgreicher Tag. Ein toller Platz, super leckeres Essen und eine faire Richterin (Inge Kurz) rundeten das Turnier ab. Ich hoffe, nächstes Jahr wieder hier starten zu können.


2. Mai 2010 - Turnier beim SV OG Gernsheim

Um 7.30 Uhr brachen Timo und ich auf, um nach Gernsheim zum Peter-Schöffer-Cup zu fahren. Hier ist einer der schönsten Agilityplätze, die ich kenne. Fast 150 Teams taten es uns gleich, und so war der Platz schon gut gefüllt, als wir ankamen. Elf Teams des ATH starteten heute.

Tja, es fing nicht gut an für mich. Ginger machte wieder einmal einen ihrer berühmten Frühstarts, und ich brachte sie an den Startsprung zurück. DIS - es ist zum verrückt werden. Ich kann das im Training nicht mit ihr üben, denn hier bleibt sie immer sitzen, bis ich sie abrufe. Nur auf Turnieren kann sie es nicht lassen.

Im Jumping versuchte ich dann einen Vorschlag von Philipp Müller-Schnick umzusetzen. Ich setze Ginger so weit wie möglich vor dem ersten Sprung ab. Dann gehe ich zum Startsprung und rufe sie ab. So habe ich die Möglichkeit, auf sie einzuwirken, falls sie zu früh starten will und habe gleichzeitig, falls sie sitzen bleibt, einen ausreichend großen Vorsprung vor ihr. Dies klappte hervorragend. Insgesamt wurde es, bis auf zwei Verweigerungen, die aber durch meine Führfehler provoziert wurden, ein schöner Lauf. 35,93 Sekunden war die Zeit. Die Verweigerungen kosteten uns bestimmt sechs bis sieben Sekunden, so dass eine Zeit knapp unter 30 Sekunden sicher realistisch gewesen wäre.

Alles in allem war es aber doch ein schöner Tag. Trotz der ganz schlechten Wetterprognose blieb es den ganzen Tag, bis auf eine halbe Stunde Regen, trocken. Davon abgesehen, die Turniere des SV OG Gernsheim sind immer ein Highlight.


24./25. April 2010 - Seminar mit Philipp Müller-Schnick

Zwei Tage Action standen uns bevor und die Vorfreude war groß. Bereits letztes Jahr nahmen Ginger und ich an einem Seminar von Philipp teil. Von daher wussten wir ja, was uns erwartet. Das Wetter war voll auf unserer Seite, und die Sonne strahlte an beiden Tagen um die Wette. 18 Teams teilten sich gut 20 Stunden, so dass letztendlich jedes Team pro Tag fast drei Stunden auf dem Platz stand. Den Menschen und Hunden wurde alles abgefordert. Ich bin von Ginger wirklich begeistert. Sogar ganz neue Sachen wie das "Weg" verstand sie in Windeseile. Sie arbeitete an beiden Tagen sehr konzentriert mit, und Philipp bescheinigte uns am Ende eine gute Verbesserung gegenüber dem letztem Jahr.

Es hat vor allem einen Riesenspaß gemacht, mit anderen "Agilityverrückten" aus unserem Verein diese zwei Tage zu verbringen. Wir fachsimpelten und lachten viel miteinander. Die gute Stimmung wurde nicht zuletzt auch durch die gute Organisation, leckere Salate, Würstchen und Kuchen getragen. Ich freue mich jetzt schon auf das Seminar im kommenden Jahr, das hoffentlich wieder stattfinden wird.


17. April 2010 - Turnier beim SV OG Sinzig

Es hieß, früh aufzustehen. Schon um kurz nach fünf klingelte der Wecker, denn es ging nach Sinzig und das ist ein ganzes Stück weit weg von uns. Ein herrlicher Sonnenaufgang entschädigte uns für das frühe Aufstehen. Der Agilityplatz in Sinzig ist traumhaft gelegen. Man hat einen herrlichen Blick auf den Ort und auf die drum herum liegenden Wiesen und Wälder. Acht Teams des ATH starteten heute.

Richter Voltz, dem der Ruf „der schweren Parcours“ anhaftet, machte diesem Ruf alle Ehre. Das soll aber keine Entschuldigung sein, dass ich leider nicht von einem erfolgreichen Tag berichten kann. Der A-Lauf endete in einem Dis. Einem Frühstart folgte ein sehr unrunder Lauf. Ginger war fast nicht zu kontrollieren. Ist sie im Training im Moment wirklich super, und es macht einen Riesenspaß mit ihr, ist sie auf Turnieren genau das Gegenteil. Im Open Jumping, in dem A1 und A2 gegeneinander liefen, gab es keinen Frühstart. Sie wollte zwar wieder, aber ein scharfes „Bleib“ hielt sie auf ihrem Platz. Auch hier waren die Hindernisse wieder so gestellt, dass auch viele A2-Teams nicht damit zurechtkamen. Gerade deshalb bin ich mit diesem Lauf zufrieden. Ginger ließ sich gut führen. Es gab etliche schwierige Wechsel, die wir gut meisterten und nur wegen drei Verweigerungen wurde es letztendlich ein Dis. Danach sagten mir auch meine Vereinskameraden, dass es ein schöner Lauf von uns gewesen sei.

Alles in allem war es ein schöner Tag. Wir hatten traumhaft schönes Wetter, eine tolle Kulisse um den Platz, gutes Essen, schöne Spaziergänge und vor allem viel Spaß miteinander.


28. März 2010 - Hallenturnier beim SV OG Bad Soden

Nach einer recht kurzen Nacht mit nur vier Stunden Schlaf wegen einer Feier und der Zeitumstellung machten wir uns um sieben Uhr auf den Weg nach Sulzbach. Der SV OG Bad Soden richtete in der dortigen Reithalle sein Turnier aus. Die Teams in A1 starteten zuerst und mit der Nr. 13 waren Ginger und ich recht weit vorne bei 30 Teams. Der Start gelang uns und Ginger blieb sitzen bis ich sie abrief. Leider wurde es ein sehr unrunder Lauf, der uns wegen drei Verweigerungen ein Dis einbrachte. Zusätzlich dazu übersprang sie die Kontaktzone am Stegabgang.

Im Open Jumping, in dem A1 und A2 gegeneinander liefen, machte Ginger einen Frühstart, als ich etwa drei Meter vor ihr und mit dem Rücken zu ihr stand. Ich setzte sie an den Start zurück und bekam dadurch natürlich sofort ein Dis. Aber wie soll sie es sonst lernen :-( Der restliche Lauf war super. Der Jumping war sehr amspruchsvoll gestellt. Zwei Tunneleingänge nebeneinander, mehrere Wellen waren zu laufen und ein einziger Sprung musste insgesamt dreimal genommen werden. Zusätzlich waren einige Franzosen und Belgier nötig, um den Parcours rund zu laufen. Ginger meisterte alles und reagierte super, als ich sie an der Welle zweimal hinter mir herum führen musste. Es wäre bestimmt eine gute Zeit geworden, wenn da nicht ...


21. März 2010 - Hundstage, das Finale

Die Prognosen für das Wetter waren nicht günstig, aber, um es vorweg zu nehmen, lediglich am frühen Morgen nieselte es für zehn Minuten. Den Rest vom Tag wechselten sich Sonne und Wolken ab. Tja, nun ist sie vorbei. Die Serie, die Anfängern die Möglichkeit gibt, Training unter Turnierbedingungen zu machen. Und natürlich gibt es einen Wettstreit zwischen den einzelnen Teams. Heute gab es zwei A-Läufe, der vom nicht stattgefundenen Turnier in Neu-Anspach und der aktuelle. Der erste A-Lauf ging voll in die Hosen. Ginger machte einen Frühstart, und ich brachte sie sofort zum Start zurück - Dis. Im zweiten A-Lauf lief es dann besser. Es wurde ein schöner runder Lauf, bei dem bis kurz vor Schluss alles klappte. Leider übersprang sie die Kontaktzone am Steg und hatte dann auch noch am darauffolgenden Slalom die Nase einen Tick zu weit vorne. Ein Fehler und eine Veweigerung reichten trotz der drittschnellsten Zeit aller Teams nur für Platz neun. Im Jumping war dann bereits nach dem dritten Hindernis Schluss. Ginger lief an einem Hindernis vorbei und danach direkt in den darauffolgenden Tunnel, wiederum ein Dis.

Dank meiner Teamkolleginnen wurde es doch ein erfolgreicher Tag. In der Tageswertung belegten wir nämlich den ersten Platz, punktgleich mit den Oppenheimern. Na ja, die hatten auch Heimvorteil ;-). In der Gesamtwertung belegten die ATH Chaosnasen den zweiten Platz. Wenn das nichts ist!


21. Februar 2010 - Die Hundstage gehen weiter

Und wieder schneite es. Beim Aufstehen war alles weiß, und ich machte mich rechtzeitig auf den Weg, um zum Meldebeginn um 9.00 Uhr in Sulzbach am Taunus zu sein. Wie schön, dass es Sonntag war. Die Straßen waren fast leer und es war kein Problem, pünktlich in der Reithalle zu sein. Die Organisation war gewohnt vorbildlich, wie geplant begann das Turnier um 10.00 Uhr mit dem ersten Start der Minis. Mit Startnummer 44 hatten Ginger und ich noch ein bisschen Zeit, die wir uns mit Spaziergängen vertrieben und natürlich schauten wir unseren Teamkollegen in den Gruppen Small und Midi zu. Endlich waren wir an der Reihe. Ich legte Ginger wie gewohnt gut zwei Meter vor dem Startsprung ab und ging nach einem "Bleib", ohne weiter auf sie zu achten, zu meiner Startposition im Parcours. Ginger blieb liegen, bis ich sie abrief. Der A-Lauf hatte 125 mtr. und 19 Hindernisse. Ginger achtete gut auf mich und so wurde es ein schöner runder Lauf mit null Fehlern in einer Zeit von 37,75 Sekunden. Als alle 29 Teams durch waren stand es fest. Wir hatten uns den dritten Platz gesichert.

Im Jumping lief es nicht ganz so gut. Der Lauf war zwar laut unserem Trainer gut geführt, aber Ginger riss fünf Stangen in 33,57 Sekunden. Dies reichte aber immer noch für Platz 17 von 29.

Anschließend wurde noch ein Jumping ausgetragen. Da das Turnier in Neu-Anspach den Witterungsverhältnissen zum Opfer gefallen war, wurde heute der Jumping dafür gelaufen. Diesmal fielen nur zwei Stangen. Die Zeit 27,56 Sekunden (viertschnellste Zeit von 29) mit zwei Fehlern reichte für Platz 11.

Das beste des Tages war aber, die ATH-Chaosnasen standen in der Mannschaftswertung auf dem Treppchen ganz oben - Erster Platz. In der Gesamtwertung liegen wir auf Platz zwei mit nur 14 Punkten hinter dem ersten. Rundherum war es ein gelungenes Turnier, nicht nur wegen der Erfolge unserer Mannschaft, sondern auch wegen der tollen Organisation und der besonders leckeren Kuchen.


14. Februar 2010 - Wiesbaden-Bierstadt unser erstes A1 Turnier

Es schneite den ganzen Tag und es war sch...kalt. Wegen des erneuten Schneefalls in der Nacht zum Fastnachtsonntag machten Ginger und ich uns bereits morgens um 7.00 Uhr auf den Weg nach Wiesbaden-Bierstadt. Außer uns taten dies noch 84 weitere Teams. Um 8.00 Uhr wurde das Meldebüro geöffnet. Das Feld der Teams, die in A1-Large starteten, war wie immer das größte. 37 Teams gingen hier an den Start. Richter Pape stellte wie immer einen anspruchsvollen Parcours, der durchaus seine Schwierigkeiten hatte. Bereits der Anfang war nicht ohne, begann es doch gleich mit einer Welle. Aber fangen wir von vorne an. Mit Startnummer 31 waren wir die zehnten Starter des Tages. Wie immer schaukelte sich Ginger bereits hoch, als ich sie ein paar Minuten vor unserem Start an den Rand des Parcours holte. Als wir an der Reihe waren, legte ich sie nach der Startfreigabe gut zwei Meter vor dem ersten Sprung ab und ging in den Parcours, um meine Startposition einzunehmen. Als ich diese erreicht hatte, drehte ich mich zu Ginger um. Dies nahm sie als Startfreigabe und lief los. Eigentlich hätte ich sie an den Start zurückbringen sollen, denn es gab keine Freigabe von mir. Aber ich lies es ihr durchgehen. Die vorher schon erwähnte Welle am Anfang klappte gut, aber danach gab Ginger so viel Gas, dass es für mich einfach kein Nachkommen gab. Aus diesem Grunde drehte Ginger sich an drei Hindernissen, um auf mich zu warten, was vom Richter jeweils als Verweigerung gewertet wurde. Drei Verweigerungen gleich ein Dis. Parcoursfehler selbst hatten wir keine, aber was nützt das? Insgesamt liefen nur zwei Teams von 37 fehlerfrei.

Der Jumping fing besser an. Nachdem ich Ginger vor dem Startsprung ablegte, konnte ich ganz entspannt zu meiner Startposition gehen, und sie lief erst los, als ich sie abrief. Auch im Parcours selbst war sie wesentlich führiger. Leider sprang sie beim Schlusssprung, der ziemlich schräg angelaufen werden "konnte", zwischen dem Sprung und dem Ständer für die Zeitmessvorrichtung hindurch, so dass ich sie erneut um den Sprung herum führen musste, um diesen noch einmal richtig zu nehmen. Dies kostete uns bestimmt vier bis fünf Sekunden. Eine Zeit von 37,19, zwei Fehler und einer Verweigerung reichte immer noch für Platz 17 von 37.


6. Februar 2010 - Abschlussturnier des Hallentrainings

Gestern hatten wir unser Vereinsinternes Abschlussturnier des Hallentrainings. 25 Teams in allen Klassen (A0 bis A3) traten gegeneinander an. Alle mussten den gleichen Parcours laufen. A0 musste sich also auch gegen A3 durchsetzen. Los ging es mit dem A-LAuf. Ginger und ich holten hier mit 38,40 Sekunden (21 Hindernisse) die fünftschnellste Zeit. Der erste Platz ging an einen A3 Border der aber nur 1,30 Sekunden schneller war. Die fünftschnellste Zeit von 25 Hunden ist doch Top wie ich finde.

In der Gruppe der A0 Hunde hingegen liefen wir die schnellste Zeit von 13 Teams und waren 4,30 Sekunden schneller als der zweite mit nur einem Fehler.

Insgesamt holten wir Platz 9. Wenn man beachtet, das 25 Hunde am Start waren und dabei Hunde liefen, die bereits bei den German Classics und den Deutschen Vereinsmeisterschaften dabei waren, bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Die Jumpings waren leider nicht so berauschend und endeten mit einem Dis. Ginger machte jedesmal an einer Welle gravierende Fehler.