28. November 2009 - Das Hallentraining hat begonnen

Dieses Jahr gibt es keine Winterpause :-). Über eine Vereinskameradin kamen wir an die Reithalle in Jugenheim. Dort trainieren nun Samstags fünf Gruppen a sechs Teams im Stundenrythmus. Es macht einen Riesenspaß und man ist den Unbillen des Wetters nicht ausgeliefert. Über den Winter habe ich mir vorgenommen besonders an Gingers "Frühstartmisere" zu arbeiten. Heute beim zweiten Hallentraining gab es bei sechs Läufen keinen einzigen Frühstart *yippieh*. Das läßt hoffen. Auch mit den Läufen war ich zufrieden. Wenn ich keine Fehler machte, machte Ginger auch keine. Sie läßt sich gut führen und ist wie immer sehr motiviert bei der Arbeit. Besonders beim Slalom merkt man, dass sie routinierter wird. Sie findet den Eingang links- wie rechtsgeführt sehr sicher. Lediglich beim rechtsgeführten Slalom muss ich noch aufpassen, dass sie nicht zwei Stangen vor Schluß ausfädelt.


15. November 2009 - 2. Turnier der Hundstageserie in Trebur

Der Wettergott meinte es gut mit uns und nachdem es fast die ganze Woche geregnet hatte, kam am Sonntag sogar die Sonne immer mal wieder zum Vorschein und es gab frühlingshafte Temperaturen. Nachdem ich beim letzten Turnier einen Tipp bekam, um die Frühstartmisere zu beenden, ich diesen Tipp auch sofort in die Tat umgesetzt hatte und einen ersten Platz erlief, fuhr ich ganz entspannt nach Trebur.

Wie immer war die Gruppe der Hunde, die in Large starten, die größte und an diesem Tag als erste dran. Nachdem ich aufgerufen wurde, ging ich mit Ginger an den Start, legte sie ab, machte einen Schritt zur Seite und schon hörte ich die Rufe von draußen "Achtung, sie läuft los". Da war er wieder, der Frühstart. Ich schaffte es gerade noch, sie in die richtige Laufrichtung und in den Tunnel zu bringen. Anschließend lief es ganz gut. Bis zum Steg. Hier sprang sie leider zu schräg auf und übersprang die Kontaktzone. Obwohl dies ja nur zu einem Fehler geführt hätte, wollte ich ihr aber nicht alles durchgehen lassen. Ich rief Ginger zurück und begann den Aufstieg zum Steg von Neuem, was natürlich zu einem Dis führte.

Beim Jumping versuchte ich eine neue Startvariante. Ginger absetzen, meine Brust und die offene Handfläche zeigen zu ihr und ich gehe nach einem scharfen "Bleib" rückwärts von ihr weg. So habe ich sie immer im Auge und kann einschreiten, wenn sie ihr Hinterteil vom Boden lupfen will. Dies geschah auch zweimal, bis ich sie endlich einen Sprung weiter abrufen konnte. Der Lauf selbst war das reine Chaos. Fünf Stangen fielen und sie drehte sich mehrfach vor den Hindernissen. Als sie mich dann auch noch ansprang, kam der Pfiff zum zweiten Dis des Tages.

So geht es immer auf und ab. Ein toller Lauf, der den ersten Platz bringt und gleich darauf zwei Dis.


7. November 2009 - Hallenturnier beim HSF Bodenheim

Anfang der Woche dachte ich noch, bei diesem Turnier nicht starten zu können. Ich hatte mir im letzten Training eine Zerrung im Bauchmuskel zugezogen. Nach Rücksprache mit meinem Arzt wagte ich es aber. Zwar nahm ich eine Schmerztablette, aber zu sehr hatte ich mich auf das Turnier gefreut und wollte es mir nicht entgehen lassen. Gut 100 Hunde gingen an den Start, wobei die Gruppe der großen "large" Hunde mit über 60 wieder die größte war. Mit der Startnummer 8 waren Ginger und ich sehr früh dran. Wieder einmal mehr machte mir Ginger mit einem Frühstart das Leben schwer. Ich legte sie ca. 2,5 Meter vor dem Startsprung ab und machte gerade meinen ersten Schritt, als sie schon an mir vorbei über den Startsprung jumpte. Ich konnte sie nicht mehr bremsen, und sie nahm anstatt den Tunnel, der als nächstes Hinderniss dran war, den Sprung, der in ihrer Laufrichtung stand. Die Pfeife des Richters erklang und das Dis war besiegelt. Ich war ziemlich geknickt. Wie kann ich diese Baustelle nur angehen?

In der Mittagspause unterhielt ich mich wie üblich mit dem einen oder anderen Mitstreiter. Darunter war auch ein Trainer aus Taunusstein, der mit seinem Hund in A3 mitlief. Er hatte meinen verpatzten Start gesehen und erzählte mir Folgendes: In seinem Verein wäre ein Team, bei dem ein durchgeknallter Border auch immer Frühstarts hingelegte. Sie hatten es folgendermaßen in den Griff bekommen: Der Hundeführer legt seinen Hund ab und entfernt sich nicht nach vorn in Richtung des nächsten Hindernisses, sondern geht seitwärts oder manchmal auch seitwärts nach hinten vom Hund weg. Dann schlägt er einen kleinen Bogen und bringt sich in Position. Dort erst ruft er seinen Hund ab. Seitdem wäre niemals mehr ein Frühstart erfolgt.

Das wollte ich beim Jumping versuchen. Und so machte ich es. Ich legte Ginger wie gewohnt wieder ca. 2,5 Meter vor dem Startsprung ab und ging links ca. 2 bis 3 Meter von ihr weg. Hier machte ich einen Bogen um einen Sprung und brachte mich im Parcours in Position. Ich befand mich nun zwei Sprünge von Ginger entfernt und fast schon am Tunneleingang. Sie lag immer noch da, und ich konnte sie ganz entspannt abrufen. Nun ging es los. Es wurde ein toller Lauf. In 28,91 Sekunden durchliefen wir mit null Fehlern den 145 Meter langen Parcours. Das hieß 5,02 m/s und für uns den 1. Platz. Einfach grandios. Es war der schnellste Lauf, den wir bis jetzt absolviert hatten.


25. Oktober 2009 - Start der Hundstageserie in Heidesheim

Die herrlich gestaltete Uferpromenade, die Blätter an den Bäumen in den schönsten Herbstfarben, der Rhein zum Greifen nahe, der kleine Hafen mit seinen Booten, den Rheingau im Hintergrund und als Sahnehäubchen strahlender Sonnenschein. So wurden die gut 60 Vier- und 100 Zweibeiner an diesem Sonntag verwöhnt. Selten waren sich die Teilnehmer und Besucher aus dem ganzen Rhein Main Gebiet so einig: "das ist einer der schönsten Turnierplätze in Deutschland", so hörte man oft.

Ich berichte hier über die Rheinwiesen in Heidenfahrt, wo gestern der Auftakt der Hundstageserie 2009/10 stattfand. Da wir eine solche Veranstaltung auf unserem Vereinsgelände nicht meistern können, musste eine Alternative – die Rheinwiesen her.

Leicht war es nicht, die Vorlaufzeit betrug nur 13 Tage. Aber auf Heinz, unseren Chef, ist Verlass. Er besorgte alle Genehmigungen, dass wir Strom hatten und nicht zuletzt dass es etwas zu Essen und zu trinken gab. Keine Frage, was wir ATHler uns vornehmen das erreichen wir auch. Und Dank einiger engagierter Mitglieder haben wir das alles "locker" Geschafft!!!

Viele der zahlreichen Sonntagsspaziergänger sind stehen geblieben und haben begeistert zugeschaut. "So was haben wir ja noch nie gesehen", "toll was die Hunde und Menschen alles Können", waren da nur einige der zahlreichen positiven Kommentare.

Ein Turnier gab es natürlich auch. Zwar gab es zu Beginn einige Turbulenzen mit der Technik und den Starterlisten aber es wurde ein schönes und spannendes Turnier. Für die ATH-Sportler gab es zahlreiche schöne Läufe, u.a. einen ersten und einen zweiten Platz und als Krönung Platz zwei in der Mannschaftswertung. So kann es doch weitergehen.

… und wenn es die Genehmigungsbehörden erlauben, würden wir zukünftig gerne dieses unvergleichliche Ambiente am Rhein zwei bis drei mal im Jahr für eine Veranstaltung nutzen.

Vielen Dank an Heinz, der mir erlaubte einige Passagen vom Text auf der Vereinshomepage zu benutzen. Und zu den Bildern der tollen Veranstaltung geht es hier.


24. Oktober 2009 - Ginger ist krank

Morgen findet das erste Turnier der Hundstage statt. Dies ist eine Turnierserie am Mittelrhein. Wir haben ein Heimspiel, denn das Turnier findet in Heidenfahrt statt, direkt vor der Haustür und wird von unserem Verein ausgerichtet. Es ist ein Mannschaftsturnier und ich bin dieses Jahr der Capitain. Und dann das, Ginger wird krank. Schon am Donnerstag meinte ich zu merken, dass ihre Nase läuft, dachte mir aber weiter nichts dabei. Heute früh war es dann soweit, schon vor dem aufstehen hörte ich sie schwer atmen und als sie aufstand fing sie an zu Husten. Wir fuhren gleich früh zum TA, der wie befürchtet eine Erkältung diagnostizierte. Ginger bekommt drei Tage Antibiotika und zusätzlich einen Saft der das Immunsystem stärkt und die Schleimlösung fördert.

Es ist wirklich schade bei diesem Turnier nicht dabei zu sein. Ginger ist aber kein Sportgerät, dass man einfach mal so hervorholt, sondern mein Hund den ich liebe. Das nächste Turnier kommt bestimmt und ich hoffe, dass sie zu Hallenturnier in Bodenheim am 7.11. wieder fit ist.

Gute Besserung meine "Kleine".


18. Oktober 2009 - Rhein-Nahe-Winterserie in Feilbingert

Das Wintertraining ist eine Veranstaltungsserie der Agility treibenden Vereine im Rhein–Nahe-Gebiet für Anfänger- und Nachwuchsteams und wurde erstmals im Jahre 2008/2009 durchgeführt. Den Teilnehmern soll im Winterhalbjahr ein gemeinsames (Wettkampf-) Training ermöglicht werden. Im Vordergrund steht jedoch nicht der Wettkampfgedanke, sondern vielmehr der Spaß am Sport. Das Ziel dieser Turnierserie ist es, Beginner-Teams an den offiziellen Agility-Turniersport heranzuführen und freundschaftliche Beziehungen der Vereine und Sportler aufzubauen und zu fördern. Das "Wintertraining" hat den Charakter einer Privatveranstaltung der teilnehmenden Vereine und wird nicht offiziell ausgeschrieben.

Es gibt zwei Leistungsklassen (mit/ohne Slalom, Wippe, Reifen). Dies ist abhängig vom Ausbildungsstand der teilnehmenden Hunde und wird nach Vorliegen der Anmeldungen durch die jeweiligen Trainer festgelegt. Ginger und ich starteten in der "fortgeschrittenen" Gruppe, also mit Slalom und Verleitungen, da wir ja schon einige A0 Turniere gelaufen sind.

Die ganze Woche war das Wetter nicht so schön, aber pünktlich zum Start der Serie hatte Petrus ein Einsehen. Es blieb den ganzen Tag trocken und oft war die Sonne draußen, die die 60 Teams aus neun Mannschaften wärmte. Insgesamt neun Teams unseres Vereins machten sich gestern auf den Weg zur Saisoneröffnung der Serie 2009/10. Es ging pünktlich los. Ginger und ich starteten gleich als erster in unserer Gruppe, A1 mit Slalom. Kein Frühstart ;-) und es lief super gut bis zur zweiten Verleitung im Parcours. Nur drei Hindernisse vor dem Schlußsprung, die Hunde hatten so richtig Speed drauf, stand die Wand und ein Sprung so dicht nebeneinander, dass viele Hunde lieber die "geliebte" Wand nahmen. So auch Ginger. Es lag natürlich nicht immer am Hund, zu oft waren diese einfach schneller und es war keine gute Führung mehr möglich. Von 12 Teilnehmern belegten wir Platz 8 mit 37,83 Sekunden. Das Jumping beendeten wir ebenfalls mit Platz 8 und 39,07 Sekunden. Ginger ist wieder einmal im zweiten A-Lauf zu früh gestartet. In diesem und im Jumping war sie sehr unkonzentriert, eben "durchgeknallt", wie so oft. Außerdem arbeitet sie zu wenig "voraus". Daran müssen wir unbedingt arbeiten.

Unsere Mannschaft, die ATH-Chaosnasen, belegten in der Mannschaftswertung Platz 2 von 9 Mannschaften. Wenn das kein gelungener Start ist.


26. September 2009 - Rhein-Main-Cup in Flörsheim

Als einzige Starter unter der Flagge des ATH fuhren Ginger und ich nach Flörsheim. Alleine waren wir aber nicht, 129 andere Teams waren auf dem Areal des AFRM vertreten. Es war sonnig und mit knapp über 20 Grad waren die Voraussetzungen bestens für einen tollen Turniertag. Als erster bei A0 Standard gingen wir mit der Nummer 8 an den Start. Die Startfreigabe wurde abgewartet und Ginger machte keinen Frühstart. Das fing doch schon mal gut an. Ginger war gewohnt schnell unterwegs und ich hatte wieder einmal mehr Probleme, das Tempo mitzuhalten. Die Folge waren vier Dreher vor den Sprüngen. Trotzdem, 35,05 Sek. (3,42 m/s) bei 0 Fehlern reichte den Beiden zu Platz fünf in einem Feld von 12 Teilnehmern. Platz vier war nur 1/100 Sekunde vor uns und wären die Dreher nicht gewesen, wäre sicher auch Paltz zwei drin gewesen.

Im Jumping wurde diesmal ein Parcours gestellt der absolut auf Schnelligkeit ausgelegt war. Drei Tunnels die in voller Länge ausgezogen waren, das sind jeweils 6 Meter, ließen die schnellen Hunde noch schneller werden. Wird absolvierten den Lauf in 34,95 Sekunden (4,02 m/s). Leider gab es für uns einen Parcourfehler und eine Verweigerung, das sind 10 Strafsekunden. So reichte es hier nur für Platz sieben.

Insgesamt waren es zwei technisch gut gestellte Parcours, die auch A0 entsprachen. Das gute Wetter, die straffe Organisation, die tolle Bewirtung mit vielen guten Kuchen und leckerem Grillfleisch und Würstchen ließen diesen Tag zu einem schönen Erlebnis werden.


29. August 2009 - Vereinsmeisterschaften des Agility Team Heidesheim

Das Wetter war Super. Die Veranstaltung toll. Das Essen grandios. Die Getränke gekühlt. Rundum eine gelungene Veranstaltung. Nur ich, ich baute Mist.

Ich ging an den Start. Ich war nervös. Vor lauter Trockenheit im Hals brachte ich kein Wort heraus und ich vergaß zur Startfreigabe den Richter anzuschauen. "DIS". Ein toller Anfang.

Gott sei Dank lief das Jumping besser. Der Start klappte und Ginger reagierte gut auf meine Körpersprache und Handzeichen. Ein kleiner Dreher vor dem Tunnel kostete uns bestimmt 1 oder 1,5 Sekunden. So erreichten wir einen schönen vierten Platz mit nur zwei Sekunden Unterschied zum Sieger. Ohne den Dreher wäre noch mehr drin gewesen.

Trotzdem, es war ein schöner Tag den wir erst um 22.30 Uhr nach mehreren "After-Work-Schöppchen" ausklingen ließen.


9. August 2009 - Turnier in Gimbsheim

Bernd Pape stellte wie immer sehr anspruchsvolle Parcours für die A-nuller. aber das sollte nicht den Ausschlag geben. Es begann schon verhängnisvoll für mich. Ich setzte Ginger an den Start, nahm ihr die Leine ab, warf sie direkt neben mich und blieb beim losgehen an den ersten Sprung prompt in der Leine hängen. Als ich mich bückte um die Leine vom Fuß zu nehmen lief Ginger los und ich musste total unsortiert den Lauf beginnen. Bis etwa zur Hälfte lief alles trotzdem wirklich gut. Dort vergaß ich dann einen Sprung und der Pfiff zum Dis erklang. Ich hatte mich während des Laufes entschieden diese Passage doch anders zu nehmen als bei der Begehung. Das werde ich nicht mehr tun.

Im Jumping waren dann drei Tunnellöcher direkt nebeneinander und sogar eine Welle mit drei Sprüngen war eingebaut und das, ich betone es noch mal, für A0. Prompt nahm Ginger, als wir bereits kurz vor Schluss waren, das falsche Tunnelloch. Dis. Dies passierte aber noch viel mehr Teams. Trotzdem, es hat Spaß gemacht und ich sehe es als Trainingseinheit. Ich habe etliche Bekannte getroffen und so wurde es ein kurzweiliger Turniertag, der aber trotzdem wieder 11 Stunden hatte.


26. Juli 2009 - Turnier in Gernsheim

Früh um 7.00 Uhr machten sich 10 Teams des ATH auf den Weg um in Gernsheim für sich und den Verein das Beste zu geben. Der Tag fing gut an. Um 8.00 Uhr war Meldebeginn und ich mußte feststellen, dass ich meine Leistungskarte zu Hause liegen gelassen habe. Ohne Leistungskarte keinen Nachweis für die BH, ohn Nachweis kein Start. Zum Glück wohnt mein guter Freund Thomas gegenüber von mir und konnte so die Leistungskarte holen und nach Gernsheim bringen. Es wurde ein langer und sehr heißer Tag. Volle 10 Stunden vergingen vom Zeltaufbau bis zur Preisverleihung. Aber die Fahrt nach Gernsheim lohnt sich immer. Der Platz ist wunderschön, von hohen Bäumen umsäumt, so dass man immer einen Schattenplatz findet. Außerdem liegt er direkt am Rhein. Ginger und ich gingen etliche male dorthin damit sie sich abkühlen konnte.

Richter Bernd Pape, bekannt für anspruchsvolle Parcours, wurde seinem Ruf auch diesmal wieder gerecht. Viele der 138 Starter waren so wie ich der Meinung, dass die A0 Parcours sehr schwer für die Anfänger gestellt waren. Ginger und ich mussten als vierter Starter des Riesenfeldes antreten. Mit vier PArcourfehlern holten wir den 9. Platz von 13 Starten. Der Lauf war schlecht, man kann es nicht anders sagen. Ginger kreiselte immer wieder vor mir, was auch sicher an meiner Langsamkeit lag. Vor allem daran muss ich arbeiten. Dann hieß es warten, warten, warten. Nach dem Umbau auf Jumping am Mittag wurde die Reihenfolge geändert und wir kamen ziemlich zum Schluß dran. Auch das Jumping war wieder sehr anspruchsvoll und so lief ein Team nach dem anderen ins Dis. Bei Ginger und mir lief es gut. Trotz zwei Verweigerungen, die wiederum an meiner "Schnelligkeit" lagen und einer Zeit von 44 Sekunden erreichten wir Platz zwei von 13 Startern. So wurde es doch noch ein erfolgreicher Tag.


28. Juni 2009 - Turnier in Bad Soden

Sieben Teams machten sich heute auf den Weg nach Bad Soden, um an einem Schnupper- und Anfängerturnier teilzunehmen. Schon früh lag eine schwüle Wärme über dem Platz, die im Laufe des Tages immer mehr zunahm. Gegen alle Erwartungen blieb es aber Gott sei Dank trocken. Die hohen Temperaturen machten auch den gut 40 Teams, die an den Start gingen, am meisten zu schaffen.

Von einem 1. Platz im „Spiel“ in Finthen verwöhnt gingen Ginger und ich an den Start. Das erste Drittel des Parcours lief auch gut und Ginger war schnell unterwegs. Nach dem ersten Tunnel fing die Misere an, völlig unkonzentriert, vielleicht auch durch schlechte Körpersprache von mir hervorgerufen, lief Ginger zum ersten Mal hinter mir vorbei. Danach kreiselte sie vor vielen Hindernissen und lief immer wieder in die falsche Richtung. Schließlich führte dies zum verdienten Dis. Im Jumping lief es etwas besser. Trotzdem auch hier der eine oder andere Kreisel drin war, reichte es mit einer Verweigerung trotz der langsamen Zeit von 38,84 Sek. immerhin noch zum 9. Platz. Ginger hätte sich heute den Namen „Pirouettenqueen“ zu Recht verdient.

Zum Schluss noch ein Lob an den SV OG Bad Soden. Ein super ausgerichtetes Turnier auf einem der schönsten Agilityplätze. Es gab leckeren Kuchen, kühle Getränke und jede Menge Wassereimer für die Hunde. Nicht zuletzt ein dickes Lob an den Richter Rene, der schöne, für die Anfänger nicht zu schwere, Parcours stellte und auch die Läufe durchweg großzügig richtete.


31. Mai 2009 - Gingers 1. Turnier auf einem fremden Platz - 1. Finther Classics

Heute hatte ich mit Ginger das erste Turnier auf einem fremden Platz. Das Startfeld war mit 30 Hunden insgesamt recht klein, aber natürlich war das Startfeld der "large" Hunde in der Ginger mit einer Schulterhöhe von knapp 47 cm ja springen muss wie immer das größte. Ich starte mit Ginger noch in A0 um ihr einfach noch die Chance zu geben Erfahrung im Turniergeschehen zu sammeln.

Zuerst war das Jumping an der Reihe. Im Jumping werden nur Hindernisse gestellt die keine Kontaktzonen haben und es geht vor allem um die Schnelligkeit der Hunde. Natürlich müssen aber auch hier die Hindernisse fehlerfrei abgearbeitet werden. Ginger machte leider einen Fehler. Sie sprang nicht durch den Reifen, sondern zwischen Reifen und Gestell hindurch. Dieser eine Fehler kostete uns den dritten Platz, denn mit einer Zeit von 37,70 Sekunden war Ginger sehr schnell unterwegs. Immerhin holten wir noch einen beachtlichen 5. Platz bei 19 Startern.

Als zweites der A-Lauf. Nur dieser Lauf geht ab A1 in die Wertung und zählt für die Aufstiege in die einzelnen Klassen. Leider ließ ich mich hier durch eine Störung durch zwei Parcourshelfer ablenken und wartete nicht die Freigabe des Richters ab. Dies führte zur sofortigen Disqualifikation.

Zum Schluss noch das so genannte Spiel. Hier wurden fast alle Geräte gestellt die es im Agility gibt. Auch das schwerste Hindernis, der Slalom und die Wippe waren dabei. Beim Slalom kam noch dazu, das er durch die Platzierungen des Sprünge davor und danach "rechts" geführt zu laufen war. Wer sich im Agility auskennt, der weiß, dass ein rechtsgeführter Slalom mit das schwerste überhaupt für den Hund ist. Insgesamt hatte dieser Parcours 23 Hindernisse. Und genau 23 Starter liefen hier auch durch die Zusammenlegung von A0 und A1 in unserer Gruppe. Ginger lief als einziger Hund fehlerfrei und somit auf den 1. Platz.

Ist sie nicht famos meine "Kleine". Zum ersten mal auf einem fremden Platz mit vielen Ablenkungen, Gerüchen und Geräuschen und dann solche Läufe. Mit einem Dis, an dem sie keine Schuld hatte, einem 5. und einem 1. Platz bin ich vollauf zufrieden. Ich bin sehr stolz auf Ginger.

Bleibt nur noch zu sagen, dass das Wetter ganz toll mitspielte. War es am Morgen noch ein bisschen frisch, kam im Laufe des Tages die Sonne immer mehr zum vorschein und es wurde ein wunderbar sonniger Tag. Der Platz war vom feinsten und der Veranstalter bot wunderbare Köstlichkeiten aus Keller und Küche an. Als Abschluß ein Lob an den Richter, der oft mehr als nur ein Auge bei den Anfängern zudrückte.


25. April 2009 - Seminar mit Philipp Müller-Schnick

Am Samstag und Sonntag hatten wir auf unserem Agiplatz ein Seminar mit Philipp. 18 Teams starten in zwei Vierer- und zwei Fünfergruppen immer abwechselnd gut 70 Minuten lang. Jeder Tag begann um 8.00 Uhr mit der ersten Gruppe und endete um 19.00 Uhr. Wenn jetzt einer nachrechnet, dann wird er sich vielleicht denken, was, da war ja jeder nur insgesamt zweimal für gut 15 Minuten dran. Das ist ja langweilig.

Weit gefehlt. Wer jemals ein Agilityseminar mit Philip gemacht hat, der weiß, dass vier Teams in 70 Minuten an ihre absolute Leistungsgrenze kommen. Er stellt für alle sehr anspruchsvolle Parcours in denen er uns zeigte welche Wege wir laufen sollten, wie die Körperhaltung sein sollte und welche Hand dem Hund die Richtung anzeigen sollte. Dann gingen wir ohne Hund den Parcours noch mal für uns alleine ab und schließlich folgte der Start mit Hund. Es hieß immer wieder: "noch mal, und noch mal, dass will ich noch mal sehen, dass kannst Du besser. Lauf, wir machen doch hier kein Kaffeekränzchen, das geht schneller. Wenn Dein Hund für Dich zu schnell ist, dann such Dir eine andere Sportart“.

Nach den 70 Minuten hatte unsere Gruppe eine Pause von 70 Minuten. Und schon ging es weiter für uns. Ein anderer Weg innerhalb des Parcours wurde uns von Philipp gezeigt. Wieder und immer wieder wurden erst einzelne Sequenzen geübt. Wechsel wurden besprochen warum hier der belgische und dort der französische Wechsel zu bevorzugen ist. Wann ein - back cross - besser wäre. Wechsel an den Kontaktzonen von Wand, Steg und Wippe wurden geübt. Kontaktzonentraining generell wurde besprochen. Wie kann ich es mit Hilfe von Clicker und Target aufbauen. Wie baue ich eine Bindung auf und wie vermittele ich dem Hund von mir weg oder zu mir hin zu arbeiten. Als die zwei Einheiten zu Ende waren, hätte ich vom Kopf her gerne weitergemacht, mein Körper und vor allem die Beine sagten aber eindeutig „NEIN“. Auch das Zuschauen bei den anderen Trainings war ungeheuer interessant und so vergingen die elf Stunden wie im Flug.

Am Sonntag war meine Gruppe bereits um 8.00 Uhr an der Reihe. Wieder Parcoursbegehung mit Philipp, alleine den Parcours begehen, kurze Laufübung ohne Hund und dann ging es mit Ginger an den Start. Unglaublich, wie dieser Hund auch noch am zweiten Tag, nach 11 Stunden Marathon am ersten Tag, noch mit arbeitet. Überhaupt, hätte ich nicht geglaubt, dass Ginger so genau auf meine Körpersprache reagiert und nur dann Fehler machte wenn ich falsch mit ihr lief, oder meine Zeichen für sie schlecht zu verstehen waren. Was ich auch vorher nicht geglaubt hätte, ist die Tatsache, dass einige Hundeführer, auch ich, nach zwei Stunden Training an zwei Tagen fast an ihre körperliche Grenze gestoßen sind. Auch etliche Hunde wollten am Ende kaum noch laufen und waren mehr geistig als körperlich platt. Ginger zeigte auch am Ende des Seminars noch genug Energie und Willen um mit mir zu arbeiten. Ginger war die jüngste Teilnehmerin beim Seminar und für einen so jungen Hund finde ich ihre Leistung unglaublich.

Auch von Philipp war es eine super Leistung. Nach zwei Tagen mit je 11 Stunden auf dem Platz war er auch beim letzten Team noch immer hoch konzentriert. An beiden Tagen stand er ohne Unterbrechung auf dem Platz und aß sogar während der Arbeit. Ginger schlief am Sonntag Abend nach ihrem Fressjen neben dem Napf ein und kam erst nach zwei Stunden zu uns ins Wohnzimmer um sich sofort in ihr Körbchen zu legen. Als Fazit möchte ich sagen, dass es für mich zwei wunderschöne Tage waren und ich mich schon jetzt auf das nächste Seminar das ich bei Philipp machen werde freue. Zuerst muss ich aber einmal meinen Muskelkater auskurieren.

Bilder und wahrscheinlich auch Filme werden bald folgen.

Hier noch zwei Parcours vom Sonntag die wir liefen und uns daraus immer wieder andere Sequenzen erarbeiteten.


































































11. April 2009 - Wieder im Training

Seit 28. Februar sind wir wieder im Training. Mittlerweile sind wir nicht mehr in der "Krabbelgruppe", sondern laufen nun in der Gruppe der Hobbyläufer & Nachwuchsstars. Hatte Ginger letztes Jahr noch oft Probleme, sich länger auf mich und ihre Arbeit im Parcours zu konzentrieren, fällt ihr das nun immer leichter. Klar, sie ist ein Heißsporn und oft fällt es noch schwer, ihre unbändige Energie in die richtigen Bahnen zu lenken. Ginger hat eine Power, die auch reichen würde, 20 Parcours hintereinander zu laufen.

Unser Trainer legt aber großen Wert darauf, dass der Parcour sorgfältig in einer nahezu idealen Linie gelaufen wird. Er achtet auch darauf, dass die Wechsel gut und an der richtigen Stelle gemacht werden. Außerdem legt er großen Wert auf die Berührung der Kontaktzonen. Hier bremse ich Ginger immer ab und lasse sie mit dem Kommando "Halt" auf der roten Zone absitzen, ehe es weitergeht. Mittlerweile laufen wir bereits Parcours mit bis zu 17 Hindernissen. Ginger bringt meist eine gute bis sehr gute Leistung und ich glaube, dass ich mit ihr auf einem guten Weg bin.

Am 25. und 26. April haben wir auf unserem Platz ein zweitägiges Seminar mit Philipp Müller-Schnick. Hier geht es um Führtechnik, das Gerätetraining, schnelle und sichere Kontaktzonen, Slalomtraining und Motivation des Hundes. Ich freue mich schon sehr darauf und hoffe, vieles von dort für mein zukünftiges Training mit Ginger mitnehmen zu können.