10. Oktober 2008 - Wie ist der Stand der Dinge?

Beim Samstagstraining der Anfänger zählt Ginger zu den Besten und macht ihre Sache sehr gut. Hier sind natürlich die Hindernisse so gestellt, dass die Hunde und die Menschen sie gut bewältigen können. Es geht ja darum, den Hunden die Hindernisse nahe zu bringen und Mensch und Hund zu einem Team zu formen. Anders sieht es natürlich aus, wenn ich mit Ginger donnerstags oder sonntags bei den Teams mittrainiere, die schon zwei Jahre und länger Agility machen. Hier werden Parcours gestellt, wie sie auch auf Turnieren der Leistungsklasse A1 bis A3 stehen könnten. Natürlich kommen wir hier nicht an die Teams heran, die schon einige Jahre trainieren. Ginger ist sehr schnell, aber auch wild, und noch unkonzentriert im Parcour unterwegs. Ich hoffe sehr, dass wir im Laufe der Zeit zu einem gut harmonierendem Team zusammenwachsen. Auch ich muss dazu noch einiges beitragen. Ich muss schneller werden und auch lernen, mich trotz der Geschwindigkeit gut im Parcour zurecht zu finden.


27. Juli 2008 - Training bei den "Großen".

Es war der richtige Schritt, den ich gemacht habe. Ginger fühlt sich in der Gruppe der Anfänger sehr wohl. Es ist eine kleine Gruppe, in der alle noch ganz am Anfang stehen. Seit wir diesen Schritt zurück gemacht haben, geht Ginger in großen Schritten nach vorn. Sie ist meist aufmerksam und sie bewältigt auch schon kleine zusammenhängende Parcours. Natürlich fehlt es ihr noch an der Konzentration, aber sie ist ja auch erst elfeinhalb Monate. Vor Kurzem waren wir, wie fast immer, beim Training von Romina dabei. Dieses bestand an diesem Tag nur aus vier Teams und, um sie etwas zu unterstützen, fragte ich den Trainer, ob wir ein bisschen mitmachen könnten. Klar ging das. Ginger schlug sich wirklich wacker. Trotz etlichen nicht einfachen Wechseln im Parcour behielt sie meist die Übersicht. Bei einem Lauf konnte ich sie sogar vor den ersten Sprung setzen und am dritten Hindernis, dem Tunnel, stehend abrufen. Es hat super geklappt. Sie sprang ohne zu zögern über zwei Sprünge und lief zielstrebig in den Tunnel. Der Trainer lobte sie, und ich war hoch zufrieden mit ihr.


18. Mai 2008 - Ein Schritt zurück kann auch einer nach vorn sein.

Heute habe ich nach Rücksprache mit Rominas Trainer Heinz beschlossen, mit Ginger beim Agility noch einmal ganz von vorn anzufangen. Hatte ich am Anfang das Gefühl, dass Ginger schon richtig gut beim Agility mitmacht, kamen mir in der letzten Zeit immer mehr Zweifel. Ginger bleibt weder am Start ruhig sitzen, noch kann sie konzentriert zwei oder drei Hindernisse hintereinander bewältigen. Sie läuft mir ständig in den Weg und klebt mir an der linken Körperseite. Agility ist nun aber ein Sport, in dem der Hund auch selbständig und losgelöst vom Hundeführer arbeiten muss. Da wir im Verein auch eine Gruppe haben, die noch ganz am Anfang steht, werde ich nun in dieser Gruppe mit Ginger weiterarbeiten. Ich denke, das ist für Ginger und für mich die richtige Entscheidung.


24. März 2008 - Training mit anschließender Grillfete

Wie bereits im letzten Jahr hat sich die Gruppe der Spaßhüpfer wieder entschlossen, am Ostermontag nach dem Training ein wenig zu grillen und gemütlich zusammen zu sein. Gesagt, getan, es wurde eine Liste erstellt, wer was mitbringt. Es gab gegrillte Bratwürste, Nudelsalat, grünen Salat, Gürkchen, Oliven, Weißbrot und von Maria fantastische selbstgemachte Mousse au Chocolat. Getränke gab es zum Selbstkostenpreis im Vereinsheim. Saßen wir letztes Jahr noch bei über 20° C im Freien, fing es diesmal während des Trainings kräftig an zu schneien. Was aber die eingefleischten Agilitycracks nicht davon abhielt, das Training bis zum Ende durchzuziehen. Währenddessen heizte ich das Vereinsheim mit einem schönen Holzfeuer im Ofen und glühte die Holzkohle vor. Da ein Vereinskamerad in der Woche davor seinen 72. Geburtstag feierte, gab es nach dem Training erstmal einige Gläschen Sekt. Danach setzten wir uns alle in das inzwischen mollig warme Vereinsheim und ließen uns die mitgebrachten Speisen schmecken. Zum Abschluss machten wir alle mit unseren Hunden noch einen schönen Spaziergang im Naturschutzgebiet rund um den Verein des Agility-Teams Heidesheim.


15. März 2008 - Das erste richtige Training in der Gruppe der Hobbyläufer & Nachwuchsstars

Eigentlich wollten wir ja noch vier- oder fünfmal alleine trainieren, aber Julias vollgepackter Terminkalender hatte etwas dagegen. So machten wir uns also am Samstag kurz nach drei auf die Füße und Pfoten, um das Trainingsgelände des ATH aufzusuchen. Als wir ankamen, trainierten noch einige der Champs, und ich ging mit Ginger noch eine Runde spazieren. Kurz nach 16.00 Uhr war es dann soweit. Wir ließen zuerst einmal alle anderen laufen, damit Ginger sich noch ein bisschen an den Trubel gewöhnen konnte. Die drei Mal, die wir bis jetzt trainiert hatten, waren ja nur Chester und Henri, Julias Hunde, dabei. Diesmal gingen aber acht Hunde an den Start. Am Anfang gab es auch kleine Zwistigkeiten, die "Alten Hasen" mussten doch Ginger zeigen, dass sie die älteren Rechte auf dem Platz haben. Ginger hatte das aber schnell wieder vergessen und ging als letzter Hund ganz souverän mit mir an den Start. Zuvor hatten wir aber die Sprünge auf 20 cm heruntergelegt. Immerhin hat sie ja mit sieben Monaten noch nicht so feste Knochen und soll deshalb auch nicht so hoch springen. Ginger war sehr konzentriert bei der Sache, und so waren Sprünge, Steg, Wand, die Mauer, und Sacktunnel kein Problem. Mit einem Hindernis hatten an diesem Tag aber alle Hunde Probleme - mit dem normalen Tunnel. Julia hatte ihn unter die Wand gelegt, so dass der Eingang des Tunnels und die Kontaktzone der Wand direkt nebeneinander waren. Natürlich liefen alle Hunde auf ihr Lieblingshindernis, die Wand. Es bedurfte schon starken Zuspruchs, dass die Hunde endlich in den Tunnel liefen. Als Fazit kann man sagen, Ginger hat ihre Sache toll gemacht. Für eine erste offizielle Trainingsstunde mit so vielen Hunden, und mit vielen neuen Geräten, war es sogar sehr gut.


1. März 2008 - Die dritte Stunde der Krabbelgruppe

Julia und ich trafen uns heute wieder mit unseren Hunden auf dem Gelände des ATH. Wir bauten vier Hürden, die Wippe, einen Tunnel und den Slalom auf. Ganz neu für die Hunde war der Reifen, der Steg und die A-Wand, die wir heute zusätzlich in das Training integrierten. Ginger war trotz des starken Windes, denn die Ausläufer von Orkan "Emma" waren immer noch zu spüren, schön bei der Sache. Wie alle Hunde, liebte sie von Anfang an den Steg, auf den sie nach zwei Sprüngen hinauf musste. Am Abgang des Stegs ließ ich sie auf der Kontaktzone mit einem Steh anhalten, was von Anfang an gut klappte. Das Gleiche musste sie auf der Wippe machen. Die A-Wand ließen wir die Hunde nur zweimal laufen. Sie war sehr steil gestellt, und wir wollten die Gelenke der Hunde nicht überanstrengen. Auch heute konnte ich voll und ganz zufrieden sein. Trainerin Julia meinte, dass wir noch vier- oder fünfmal alleine trainieren, und dann bei den Anfängern mit einsteigen können.


5. Februar 2008 - Zweite Stunde in der Krabbelgruppe

Heute trainierten wir ohne Ablenkung, das heißt Julia mit ihren Russels Henry und Chester so wie Ginger und ich waren alleine auf dem Trainingsgelände. Wir bauten Tunnel, Wippe, Slalom und zwei Sprünge auf. Die Sprünge legten wir natürlich auf die kleinst mögliche Höhe, also ca. 20 cm vom Boden entfernt. Da dieses Mal die Ablenkung nicht so stark war, konnte ich mit Ginger ohne Leine trainieren. Die Wippe liefen wir natürlich noch ganz langsam um an der Kontaktzone am Ende der Wippe anzuhalten. Bereits nach dem dritten Mal blieb Ginger von selbst auf der Kontaktzone stehen und setzte sich sogar hin. Es ist erstaunlich, in welcher Windeseile die "Kleine" lernt. Bei den Sprüngen muss ich bereits auf meine Körperhaltung achten, sie also mehr von mir wegschieben, damit Ginger nicht an den Sprüngen vorbei läuft. Den Slalom läuft meine Kleine mit einem Leckerle vor der Nase schon sehr schön. Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit ihr.


26. Januar 2008 - Agility in der Krabbelgruppe

Im zarten Alter von nun fast 6 Monaten wird Ginger ab heute ganz langsam an die Agilitygeräte heran geführt. Zusammen mit Julias Chester, einem Parson Russell Terrier, haben wir heute ein paar Geräte ausprobiert. Wippe, Tunnel, Sacktunnel und der Slalom standen auf dem Stundenplan. Das Ginger keine Angst vor gar nix zeigt, das weiß ich ja mittlerweile. Der Sacktunnel musste noch ein bisschen angehoben werden, und von der Wippe sprang sie am Anfang ein paar mal zu früh ab. Als ich dann aber das Leckerchen ganz dicht über die Wippe führte, klappt es wirklich ordentlich. Den Tunnel machte sie nach ein paar Versuchen sogar von selbst. Zum Schluß übten wir noch ein einige Mal den Slalom. In der einen Hand die Leine, und in deren ein Leckerchen lief Ginger ihn toll. Auch Julia, die in unserem Verein die Anfängergruppe trainiert, war mit Ginger sehr zufrieden.