27. Dezember 2009 - Weihnachten in Bodenmais

Auch dieses Weihnachten verbrachten wir, wie schon so viele vorher, in Bodenmais. Bereits am 13. Dezember reisten wir an und hatten vom ersten Tag an Schnee. Romina und Ginger waren total aus dem Häuschen, endlich dieses schöne weiße Zeug wieder unter den Pfoten. Romina wälzte sich jeden Tag mehrmals mit großem Genuss darin. In den kommenden 14 Tagen machten wir viele schöne Wanderungen. An den ersten drei Tagen nahmen wir uns den "Sternknöckl" vor. Ein kleiner Berg gleich hinter dem Ortsausgang von Bodenmais. An drei Tagen deshalb, weil man das Sternknöckl von drei Seiten begehen kann, und das hatten wir noch nie gemacht. Dieses Jahr schafften wir es auch endlich den "Bayrischen Nationalpark" zu besuchen. Eine Atraktion darin ist das Wolfsrudel. Hier gelangen mir eine paar sehr schöne Aufnahmen. Eine andere Wanderung führte uns zum "Hochfall". Es ist ein Wasserfall, der zwar nicht besonders groß ist, aber im Winter durch seine sehr schönen Eiskaskaden auffällt. Vom Hochfall aus gingen wir noch weiter hinauf bis zum Riedelberg. Mehr als vier Stunden am Stück waren wir unterwegs. Eine Wanderung, die von Rudi (Hotelwanderführer) geführt wurde, machten wir auf den "kleinen Arber". Von Bodenmais, das auf ca 700 m liegt, ging es mehr als zweieinhalb Stunden bergauf. Es erwartete uns eine traumhaft schöne Landschaft mit mehr als 40 cm Pulverschnee. In der auf 1300 m gelegenen "Chamer Hütte" machten wir dann Rast, um uns nach gut einer Stunde wieder an den Abstieg zu machen. Es war eine der schönsten Wanderungen, die wir in zehn Jahren Bodenmais gemacht haben. Die Abschlusswanderung, einen Tag vor der Abreise, führte uns auf die "Kuhalm". Es ist eine rustikale Hütte mit Kaminfeuer, in der man sich Bier, Schnaps und kleine Brotzeiten schmecken lassen kann. Es war wieder einmal mehr ein gelungener Urlaub. Zu den Bildern führt Euch der Link auf der rechten Seite.


24. Oktober 2009 - Ginger ist krank

Morgen findet das erste Turnier der Hundstage statt. Dies ist eine Turnierserie am Mittelrhein. Wir haben ein Heimspiel, denn das Turnier findet in Heidenfahrt statt, direkt vor der Haustür und wird von unserem Verein ausgerichtet. Es ist ein Mannschaftsturnier und ich bin dieses Jahr der Capitain. Und dann das, Ginger wird krank. Schon am Donnerstag meinte ich zu merken, dass ihre Nase läuft, dachte mir aber weiter nichts dabei. Heute früh war es dann soweit, schon vor dem aufstehen hörte ich sie schwer atmen und als sie aufstand fing sie an zu Husten. Wir fuhren gleich früh zum TA, der wie befürchtet eine Erkältung diagnostizierte. Ginger bekommt drei Tage Antibiotika und zusätzlich einen Saft der das Immunsystem stärkt und die Schleimlösung fördert.

Es ist wirklich schade bei diesem Turnier nicht dabei zu sein. Ginger ist aber kein Sportgerät, dass man einfach mal so hervorholt, sondern mein Hund den ich liebe. Das nächste Turnier kommt bestimmt und ich hoffe, dass sie zu Hallenturnier in Bodenheim am 7.11. wieder fit ist.

Gute Besserung meine "Kleine".


20. September 2009 - In Radstadt

Radstadt, das liegt im schönen Pongau, ca. 70 km von Salzburg entfernt. Dort waren wir im "Ferienhof Nasnergut" bei Familie Neureiter. Wir, das sind Heinz, unser Agilitytrainer, seine Frau Marina, die Eltern von Heinz und natürlich meine liebe Frau Jana. Fehlen durften selbstverständlich nicht unsere Hunde Romina, Ginger und Shadow, der Border Collie von Heinz und Marina. Als wir ankamen, wurden wir von Elfi, der superfreundlichen Chefin der Pension, begrüßt. Wir durften uns sogar die Wohnung aussuchen und entschieden uns für die "Tanne", eine Zwei-Zimmer-Wohnung, die keine Wünsche offenlässt. Schöne große Räume mit vielen Schränken, die genug Stauraum für Kleidung, die Dinge, welche die Hunde benötigen und das Gepäck boten. Eine komplett eingerichtete Küche, in der sogar ein Geschirrspüler und eine Microwelle nicht fehlten, rundete die Ausstattung ab. Überhaupt, das ganze Haus ist mit viel Liebe, Geschmack und Freude an kleinen Details eingerichtet. Alte, sehr sehenswerte Bauernschränke, viele Gerätschaften, wie sie vor langer Zeit benutzt wurden und viele Pflanzen schaffen ein Flair, in dem man sich sofort wohlfühlt.

Am kommenden Morgen, es regnete leider immer noch, trafen wir uns alle, um das wunderbare Frühstücksbuffet zu genießen. Es fehlte an nichts. Wurst, Käse, selbstgemachte Marmeladen, Honig, diverse Müslis, Joghurt, Obst, Gemüse, alles war im Überfluss vorhanden. Ja, sogar verschiedene Kuchen, Lebkuchen und Pralinen fehlten nicht. Die Krönung war die Milch, die kurz vor dem Frühstück noch im Euter der Kuh war. Einfach köstlich. Fast jeden Morgen kam Elfi und setzte sich für kurze Zeit zu uns. Ihre immer zu spürende Freundlichkeit und ihr ansteckendes Lachen machten jedes Frühstück perfekt.

Da wir alle nicht richtig Lust hatten, im Regen zu wandern, machte Heinz den Vorschlag, nach Obertauern zu fahren. Dort auf fast 2000 m Höhe schneite es. Gesagt, getan, nach dem Frühstück setzen wir uns ins Auto und waren bereits nach knapp 30 Minuten dort, wo alles prächtig weiß war. Wir machten eine wunderbare Schneewanderung, und das Mitte September. Schon am nächsten Tag wurde das Wetter besser und wir hatten fast die ganze Woche wunderbares Wanderwetter, ja, man konnte sogar sehr oft in T-Shirt und kurzen Hosen laufen. Heinz, der seit gut 30 Jahren diese Gegend kennt, machte für uns den Wanderführer und so hatten wir jeden Tag ein neues Ziel. Wir erwanderten einige Almen (Kringsalm - Sonnenalm - Trinkeralm - Edelweißalm und Sattelbauer), auf denen wir uns einheimische Spezialitäten schmecken ließen. Einen Viehabtrieb konnten wir erleben und immer wieder genossen wir diese wunderbare Natur und Ruhe auf unseren Wanderungen.

Viel zu schnell ging diese Woche vorüber. Vielen Dank an Heinz für seine Führungen und Marina für ihre immer präsente gute Laune. Wir erinnern uns bestimmt jederzeit gerne an den schönen Urlaub mit Euch und eins ist sicher: Bei Elfi im schönen Pongau waren wir nicht das letzte Mal.

Die Bilder zum Bericht, gibt es wie immer in den Bildern des Jahres, mit einem Klick auf den Link im Monat September "In Radstadt" zu sehen.


16. August 2009 - Wir fahren in den Westerwald

Wir, dass sind Kati mit Jill und der Rolf mit seiner Ginger. Heute früh um 11 Uhr fuhren wir in Essenheim los um uns mit Angelika, Axel und deren Hunden zu treffen. Es wurde ein wunderschöner Tag. Strahlender Sonnenschein und stahlblauer Himmel luden zum Wandern im schönen Westerwald ein. Schon gleich nach der Ankunft ging es los. Angelika mit Ronja, Bilbo und Eddy und wir mit unseren Rackern machten uns auf einen gut 90 Minütigen Rundweg. Gordy musste zu Hause bei Axel bleiben, mit seinen 5 Monaten ist er noch zu klein um solche Märche mit zu laufen. Außerdem konnte er ja Axel helfen, der in der Zwischenzeit schon den Grill anheizte um Steaks und Würstchen zu grillen. Die Zeit verging wie im Flug. Wir hatten uns viel zu erzählen während die Hunde miteinander spielten, auf Bäumen balancierten oder hier und da ihre Nase reinsteckten. Besonders Eddys Nase hatte viel zu tun :-). Jill, die vor kurzem noch läufig war hatte es ihm angetan und er wich nicht von ihrer Seite bzw. ihrem Hinterteil.

Als wir dann zurück waren, hatte Axel schon gegrillt und wir konnten uns gleich an den schnell gedeckten Tisch setzen und zum Fleisch auch noch Angelikas guten Nudelsalat und leckeres Knobibrot genießen. In der Zwischenzeit spielte ein Teil der Hunde weiter und sie sprangen das ein oder andere Mal in die Wassermuschel um sich abzukühlen. Musste Gordy heute früh noch zu Hause bleiben, mischte er nun voll mit und war immer mitten drin. Nachdem Eddy ausgiebig Wassertreten geübt hatte, waren die anderen Hunde an der Reihe. Ginger und Gordy konnten von dem kühlen Nass gar nicht genug bekommen.

Auch der schönste Tag geht mal zu Ende und so machten wir uns am frühen Abend wieder auf den Weg nach Hause. Ginger liegt nun zufrieden in ihrem Körchen und träumt bestimmt von diesem aufregenden Tag. Ich bin mir sicher, den anderen Fellnasen geht es ebenso. Eddy träumt bestimmt von Jill und den schönen Babys die er gerne mit ihr gemacht hätte..


19. Juni 2009 - Urlaub auf dem Ritten

Nachdem es uns letztes Jahr auf dem Ritten und speziell im "Wanderhotel Drei Birken" so gut gefallen hat, verbrachten wir auch dieses Jahr wieder unseren Sommerurlaub dort. Es war eine wunderbare Zeit. Nach nur sieben Stunden Fahrt für die 720 km bis nach Wolfsgruben wurden wir super nett von Familie Prast begrüßt. Wir fühlten uns sofort wieder zuhause und hatten dasselbe schöne große Zimmer wie im letzten Jahr. Bereits damals planten wir, auf den Schlern zu gehen. Dies machten wir auch bereits am dritten Tag unseres Urlaubs mit Walter und Markus Prast. Eine wunderschöne Wanderung mit atemberaubenden Ausblicken. Leider schaffte ich es nicht bis auf das 2563 Meter hohe Plateau. 100 Höhenmeter davor musste ich mit zitternden Beinen aufgeben. Meine Frau und die Prasts machten sich alleine an den Aufstieg, und wir sahen uns nach fast drei Stunden in einer Raststation wieder. An einem anderen Tag, in der zweiten Woche, ging es noch einmal auf das Rittner Horn in 2270 Meter Höhe. Dazwischen lagen viele schöne kleinere Wanderungen und eine Fahrt mach Meran. An den meisten Tagen waren wir mit den Hunden zum Tagesabschluss an einem nahe gelegenen Stausee zum Baden. Meine Frau Jana und ich sind von diesem Gebiet in Südtirol so begeistert, dass wir sicher nicht zum letzten Mal dort waren, und wenn wir wieder hinfahren, dann nur zu den Prasts in das Wanderhotel „Drei Birken“.


23. April 2009 - Wir stehen in der Zeitung

Zu unserem Erstaunen war in der Mainzer Rheinzeitung ein Bericht über die Begleithundeprüfung an der Ginger und ich teilgenommen haben. Wir sind sogar namentlich erwähnt :-)

















4. April 2009 - Ginger ist Begleithund

Ein Vierteljahr lang hatten wir jeden Samstag Begleithundetraining auf dem Platz des Mainzer Hundevereins in Hechtsheim. Natürlich haben wir auch sonst jeden Tag während der Spaziergänge eine Trainingseinheit eingeschoben. Heute war es soweit. Prüfungsbeginn war neun Uhr. Meine Nacht war mehr schlecht als recht, denn eine innere Anspannung war natürlich da. Ginger schlief so gut wie immer. Schon um sieben Uhr war ich mit ihr in den Weinbergen unterwegs, damit sie sich aller Dinge entledigen konnte, die sie auf dem Prüfungsgelände nicht gebrauchen konnte. Mir rutschte das Herz in die Hose, als sich Ginger direkt nach dem Spaziergang zu Hause dreimal hintereinander übergeben musste. Wusste sie, was ihr bevorstand? Hatte sie gar Prüfungsangst? Sie ist ja schließlich erst 19 Monate und nicht viele Hunde haben in diesem Alter schon ihre Begleithundeprüfung in der Tasche. Kurz vor neun kamen wir am Ort des Geschehens an. Nach einer weiteren kleinen Runde mussten die Hunde wieder ins Auto und wir machten uns bereit für den Sachkundenachweis. Dafür hatte ich sicher genug geübt. So stand bereits nach fünf Minuten fest "null Fehler", wir durften weiter machen.

Für das Laufschema und die Unterordnung auf dem Übungsplatz bilden immer zwei Teams Hund/Mensch eine Gruppe. Ginger wurde mit Lucy als dritte Gruppe eingeteilt. Es hieß also für die Hunde, wieder ins Auto und warten. Es sollte vor dem Übungsplatz so wenig wie möglich Ablenkung sein. Gleich das zweite Team vermasselte die Prüfung. Nachdem der Hund nicht schön bei Fuß während der Leinenführigkeitsübung lief, in der Freifolge weder "Sitz" noch "Platz" machte, vergeigte er die Prüfung schließlich ganz durch immerwährendes Aufstehen bei der Ablage.

Endlich war es soweit, Gingers Gruppe war an der Reihe. Lucys Herrchen hatte gefragt, ob er zuerst laufen dürfe, was Ginger und mir egal war. Also hieß es für Ginger nach der Anmeldung bei der Richterin, erstmal in die Ablage zu gehen und vor allem liegen zu bleiben. Obwohl Lucy in vielen Teilen ihrer Übungen patzte und sogar immer wieder Blickkontakt mit Ginger aufnahm, um sie zum Aufstehen zu annimieren, lag Ginger fest wie ein Fels. Dann waren wir dran. Die Unterordungsprüfung beinhaltet folgende Punkte: Leinenführigkeit mit Kehrtwendungen, drei Schritttempowechsel, abbiegen im rechten und linken Winkel, Sitz ohne Kommando, durchlaufen einer Gruppe mit der Leine, durchlaufen der selben ohne Leine, Sitz aus der Bewegung, Platz aus der Bewegung und den Hörzeichen "Platz", "Hier" und "Fuß". Ginger leistete sich hier nur einen Fehler. Als ich sie aus einer Entfernung von 30 Schritten mit einem "Hier" zu mir rief, lief sie an mir vorbei, kam aber auf den ersten Ruf von mir sofort zurück und saß vor mir ab. Ich stand beim Abrufen nur einige Meter mit dem Rücken zum Zaun. Ginger lief an mir vorbei, da sich inzwischen reichlich Publikum hinter dem Zaun eingefunden hatte. Eine Gruppe Feuerwehrleute, die in einem Nachbargebäude Schulung hatte, machte ihre Pause ausgerechnet auf unserem Trainingsgelände genau in der Zeit, als Ginger ihre Unterordnung laufen musste. Direkt nach jeder Gruppe wurde sofort die Leistung besprochen. Die Richterin sagte, dass Ginger bei einigen Passagen, wie z.B. die Ablage, während das andere Team läuft, das "Fußlaufen" in der Freifolge und das freudige Heranlaufen aus dem "Platz" in der Freifolge mit "Vorzüglich" zu bewerten sei. In allen anderen Punkten wurde sie mit "Sehr gut" oder "Gut" bewertet.

Da anschließend noch drei weitere Gruppen laufen mussten, machte ich mit Ginger eine kleinen Spaziergang, damit wir beide etwas entspannen konnten. Als alle Gruppen fertig waren, ging es zum Außentest. Hier wurden die Hunde einzeln abgesetzt. Ein Jogger, eine Gruppe Menschen mit Hunden und ein Radfahrer liefen an dem Hund vorbei, ohne dass dieser Auffälligkeiten zeigen darf. Das Ganze wurde auch noch einmal geübt, während ich mit Ginger, die locker an meiner Seite lief, die Straße entlang ging. Bei der nächsten Übung wurde Ginger auf den Bürgersteig gesetzt und ich ging außer Sichtweite, auch hier blieb sie ganz cool. Zum Abschluss kam die Unbefangenheitsprobe. Ginger musste sich von der Richterin anfassen lassen, außerdem kam eine Gruppe Menschen, die sich im Kreis aufstellte, ganz dicht an Ginger heran und sie musste ruhig liegen bleiben.

Und dann hieß es, "Prüfung bestanden". Ich bin super stolz auf meine "Kleine" und natürlich bekam sie direkt im Anschluss ein großes Stück Käse.


20. März 2009 - Ginger läuft am Fahrrad

Heute fuhr ich zum ersten Mal mit Ginger zusammen Fahrrad, d.h. ich fuhr und Ginger lief nebenher :-). Die ersten 300 Meter mußte ich mit Ginger an einer Straße entlang. Dazu habe ich mir ein Gestell gekauft, dass direkt unter dem Sattel befestigt wird. An dessen Ende ist ein Gummizug mit einem Karabinerhaken, der an Gingers Halsband befestigt wird. So hat sie immer etwas Spielraum und keinen direkten Zug am Hals. Ginger machte das super. Obwohl sie noch nie am Fahrrad gelaufen ist, zeigte sie keinerlei Unruhe oder gar Angst. Schon nach ganz kurzer Zeit konnte ich sie losmachen und wir fuhren knapp 10 km durch die Weinberge. Ich hielt die Geschwindigkeit immer so, dass Ginger im leichten Trapp laufen konnte. Zwichendurch übte ich mit ihr den Wechsel hinter dem Fahrrad. Auf das Kommando "andere Seite" und einen Wink mit der Hand hinter meinem Rücken wechselte sie die Seite und lief abwechselnd rechts oder links neben mir. Es machte uns beiden einen Riesenspaß.


18. März 2009 - Im Opelzoo

Heute früh entschlossen wir uns während des Frühstücks in den Opelzoo nach Königstein im Taunus zu fahren. Das Wetter war sonnig, aber es wehte ein eiskalter Wind. Gleich am Eingang ist ein großes Gehege mit Ziegen. Für Ginger war es eine Premiere und genauso führte sie sich auch auf. Einige Zeit hatte ich echt Angst, sie springt über die Zäune und Gräben. Nach ca. einer Stunde beruhigte sie sich dann und wir konnten fast entspannt zwischen den Gehegen spazieren gehen. Obwohl sie ja absolut keine Jägerin ist, haben sie die vielen fremden Gerüche wohl super angetörnt. Romina war die meiste Zeit cool, mit ihr waren wir ja schon zweimal dort. Die Bilder dazu gibt es mit einem Klick auf diesen Link zu sehen.


22. Februar 2009 - Auf gehts an den Schluchsee

Dieses Jahr am 13. Februar sind meine Frau Jana und ich 15 Jahre zusammen und meine liebe Jana hat mir zu diesem Anlass fünf Tage Urlaub am Schluchsee geschenkt. Am Sonntagmorgen nach dem Frühstück ging es los. 317 km ist ja nicht so weit und so kamen wir nach knapp drei Stunden am traumhaft verschneiten Schluchsee an. Wenn man durch Freiburg fährt, kommt man am Ortsende durch einen Tunnel. Vor dem Tunnel keine einzige Flocke Schnee, nach dem Tunnel war alles weiß. Ein "Wunder", denn im Tunnel fährt man nicht bergauf, sondern hält das gleiche Höhenniveau. Uns war es recht :-), denn zu Hause liefen wir nur noch im Match mit den Hunden spazieren. In Schluchsee, es liegt auf 930 m Höhe, dagegen türmten sich die Schneeberge teilweise bis zu zwei Meter hoch an den Straßenrändern und auf freien Flächen.

Wir hatten uns im "Hotel Schiff" einquartiert und wie wir schnell merkten, war es die richtige Entscheidung. Schon die Lage des Hotels gefiel uns gut. Vom Restaurant und unserem Zimmer hatten wir einen schönen Blick auf den winterlichen See, den wir schon beim reichhaltigen Frühstücksbuffett genossen. Das Hotel Schiff ist ein Haus, das bereits von außen eine Gemütlichkeit ausstrahlt. Die Fassade ist komplett mit Holzschindeln und Schiefer verkleidet, was wunderbar in diese Gegend passt. An den Dachrinnen hingen die Eiszapfen wie ein Vorhang. Insgesamt kann man sagen, sehr freundlicher und guter Service, tolles Essen und die Hunde dürfen überall hin. Was will man mehr.

Wunderschöne Wanderwege gibt es am Schluchsee. Hervorheben möchte ich hier die Wanderung, die wir am dritten Tag machten. Nach dem Frühstück fuhr ich unser Auto zur Staumauer direkt am See. Auf meine Anfrage hin fuhr mir ein Angestellter vom Hotel hinterher und brachte mich wieder zum Hotel zurück. Was ein toller Service! Wir konnten so an diesem Tag eine wunderbare Wanderung machen, die uns auf über 1200 m Höhe führte und von dort aus direkt am See entlang nach Unterkrummen, wo wir an einem kleinen Gasthof im strahlenden Sonnenschein auf der Terasse eine Rast machten. Bis hierhin hatten wir schon 15 km auf wunderbar geräumten Wegen hinter uns. Anschließend ging es fast sechs Kilometer zurück zur Staumauer, wo unser Auto auf uns wartete. Wieder im Hotel Schiff angekommen, genossen wir Windbeutel, gefüllt mit Nusseis, Sahne und Eierlikör, eine Spezialität des Hauses. Romina und Ginger lagen zufrieden schlafend neben uns und träumten sicher schon von der nächsten Verfolgungsjagd im tiefen Schnee. Es war ein rundum gelungener Urlaub, vielen Dank, mein Schatz.

Die Bilder gibt es mit einem Klick auf diesen Link zu sehen.


3. Januar 2009 - In Bodenmais

Auch dieses Jahr, übrigens zum zehnten Mal, waren wir wieder in diesem schönen Ort, um gemeinsam mit Freunden Urlaub zu machen und das Weihnachtsfest und Silvester zu feiern. Leider stand der Urlaub in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Schon die Anfahrt war sehr anstrengend. Brauchen wir unter normalen Verhältnissen ca. 4,5 Stunden, waren wir diesmal sieben Stunden unterwegs. Teilweise hatten wir Dauerregen, und es ging über lange Strecken nur sehr stockend vorwärts, oder der Verkehr stand sogar still. Die ersten beiden Tage regnete es immer wieder. Gleich am ersten Tag machten wir eine Wanderung nach Böbrach, um dort ein Cafe zu besuchen, in dem es sehr leckeren Kuchen gibt. Romina und Ginger durften über lange Strecken frei laufen und spielten immer wieder miteinander. Nachdem wir den leckeren Kuchen und eine Tasse Capuccino genossen hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Gleich am Ortsausgang gibt es eine große Wiese. Dort ließen wir die beiden Hunde von der Leine. Und ab ging die Post. Auf einmal, mitten im Spiel, hob Romina die Nase in den Wind und startete durch, direkt in den Wald hinein. Ginger blieb Gott sei Dank auf mein Rufen hin sofort stehen und kam zu uns zurück. Romina blieb verschwunden. 45 lange Minuten riefen wir immer wieder. Es wurde schon langsam dunkel, als sie unvermittelt hinter uns stand. Total durchnässt und voll von Tannennadeln war sie sich ihrer Schuld schon bewusst, das sah man ihr deutlich an. Wir nahmen sie an die Leine, an der sie die kommenden 14 Tage alle Spaziergänge machte. Nur innerhalb des Ortes durfte sie im kleinen Park frei laufen und mit Ginger spielen. Wer nicht hören will ...

Zwei Tage später, am 23.12. haben Jana und ich unseren Hochzeitstag. Wie auf Kommando stand morgens beim Aufstehen die Sonne am Himmel. Blauer konnte er nicht sein und kein Wölckchen war zu sehen. Nach einem leckeren Frühstück am wunderschön festlich geschmückten Tisch und einem Gläschen Sekt besprachen wir die Wanderroute für den Tag und gingen aufs Zimmer, um uns umzuziehen. Es sollte anders kommen. Gerade auf dem Zimmer angekommen, erreichte uns die Nachricht, dass Janas Vater in der Nacht verstorben sei. Sofort rief Jana bei ihrer Schwester an und die beiden besprachen, dass wir unseren Urlaub fortsetzen sollten, da Jana im Moment dort sowieso nichts tun könnte. Die Urnenbeisetzung findet erst viel später statt. Wir machten auch noch eine kleine Wanderung an diesem Tag, die Stimmung war natürlich ab jetzt sehr gedrückt.

Um es abzukürzen. Wenige Tage später bekam ich eine starke Grippe und verbrachte vier Tage im Bett. Das köstliche Silvestermenü fand ebenfalls ohne mich statt. Nach Silvester erwischte es dann auch Jana. Halsschmerzen und eine triefende Nase kündigten auch bei ihr die Grippe an. Sie hielt sich die paar Tage bis Urlaubsende jedoch tapfer, denn die Hunde mussten ja raus und wollten doch wenigstens ein minimum bewegt werden. Nun sind wir wieder zu Hause, bei mir verschwindet die Grippe so langsam. Jana hat immer noch damit zu kämpfen. Wir hoffen, dass unser nächster Urlaub in Bodenmais unter einem besseren Stern steht.

Einige Fotos konnte ich aber doch machen. Hier gibt es sie nach einem Klick auf den Link zu sehen.