29. November 2008 - Ein Fotoshooting bei Heike Lindner ...

... haben Angelika, Axel und ich am Samstag zu Hause bei Heike Lindner veranstaltet. Schon früh um 11.00 Uhr trafen wir uns bei Heike. Nachdem sich die Hunde draußen erstmal begrüßen durften, baute ich mit Axel die Stellage für den Hintergrund auf. Heike und Angelika bügelten inzwischen die Bettlaken die wir als Hintergrund und Bodenabdeckung nehmen wollten. Inzwischen wuselten sechs Hunde zwischen uns herum und suchten alles Spielzeug zusammen was zu finden war. Dann ging es an die Arbeit. Es ist nicht immer einfach einen Hund das machen zu lassen was er soll und dann auch noch wenigstens für den Moment still zu halten den ich brauchte um ein vernünftiges Bild zu bekommen. Aber wir haben es mit vielen Worten und viel Schweiß hinbekommen. Nach dem Shooting machten wir einen über eine Stunde dauernden Spaziergang im tollen Wald, ganz in der Nähe von Heikes Wohnung. Das war natürlich das größte für die Hunde. Es gibt dort viele Seen und kleine Bäche. Ginger nahm natürlich gleich ein erfrischendes Bad im ersten Gewässer das auf unserem Weg lag. Zum Abschluß stärkten wir uns dann noch mit einem guten Linseneintopf bei Heike. Es war ein schöner, wenn auch manchmal anstrengender Tag. Die Bilder gibt es hier zu sehen.


12. November 2008 - HD und ED Untersuchung

Heute war ich mit Ginger in der Tierärztlichen Klinik Löhnberg bei Dr. Jekel. Da ich Agility mit Ginger begonnen habe und es ab nächstes Jahr intensivieren möchte, war es mir wichtig zu wissen, dass keine Vorschädigungen des Bewegungsapparates vorliegen.

Dr. Norman Jekel war sehr zufrieden mit dem was er sah. Eine Auswertung durch Fr. Dr. Wurster für den VDH wird natürlich noch stattfinden, aber alles andere als eine A-Hüfte und ED-0 würden ihn wundern, sagte er. Außerdem beglückwünschte er mich, dass ich in der Ernährung von Ginger und in ihrer Wachstumsphase alles richtig gemacht hätte.

Damit kann ich gut leben.

Anschließend habe ich bei Angelika gemütlich gespätstückt. Ginger konnte bei dieser Gelegenheit wenigstens etwas zu sich kommen und wurde dabei von ihrem Halbbruder Eddy betütelt. Bilbo und Prinzessin Ronja wurden inzwischen mit einem Schweinsohr beschäftigt, damit es für Ginger nicht zu viel wurde. Nun hat sie endlich auch wieder was im Magen und liegt auf der Couch im Arbeitszimmer um ihren (Spritzen)Rausch auszuschlafen.

Hier noch zwei Links zu Wikipedia, damit Interessierte alles über diese Krankheitsbilder nachlesen können.

WIKIPEDIA - Hüftdysplasie des Hundes

WIKIPEDIA - Ellenbogendysplasie des Hundes


17. August 2008 - Ein Nachmittag bei Kühmichels im Westerwald

Heute Mittag, um kurz vor 14.00 Uhr, trafen Ginger und ich bei Angelika und Axel ein. Kaum waren wir angekommen, spielten die Cattle Dog Rüden Bilbo, Eddy und Prinzessin Ronja zusammen mit Ginger in Kühmichels Garten. Ich glaube, die erkannten sie gleich wieder, hatte doch Ginger Weihnachten und Silvester 2007/2008 dort verbracht. Eddy, der junge Charmeur, setzte sofort seinen ganzen Charme ein, während Bilbo sich dachte, er könnte mal in die Erziehungskiste greifen. Ronja hielt sich aus allem raus, war aber trotzdem mittendrin.

Nach kurzer Zeit kam Kerstin (Kikki) mit ihrem Mann und ihrem Cattlerüden Dusty und der Borderhündin Aisha dazu. Alle gemeinsam machten wir uns auf, um eine große Runde (ca. 1 1/2 Stunden) durch den Westerwald zu wandern. Die Menschen latschten und tratschten so vor sich hin, und die Hunde hatten ihren Spaß auf den tollen Wanderwegen. Mittendrin merkte Kerstin auf einmal, dass sie eine Leine verloren hatte. Angelika schlug vor, die Runde so zu laufen, dass wir wieder auf den Hinweg kommen würden. Kerstin schickte immer wieder Aisha vor, da sie das Kommando "Leine suchen" wohl kannte. Aber, wer fand die Leine? Ginger fand sie! Ihr könnt Euch vielleicht noch an die Geschichte mit meinem verlorenen Autoschlüssel erinnern. Famos die "Kleine", oder?

Zurück im Garten von Kühmichels tranken wir Kaffee mit Käsekuchen und einem tollen Marmorkuchen, von Angelikas Mann Axel gebacken. Hätte ja gerne ein Stück für Sonntag mitgenommen, die Kühmichel-Buben kamen mir aber zuvor. Nach dem Kaffee kam noch Cody mit seinem Frauchen auf eine kurze Stippvisite vorbei.

Später wurde der Grill angezündet und wir aßen leckere Fleischspieße, Würste, Steaks, Knobibrot und, und, und. Die Hunde spielten zusammen und holten sich Äpfel von den Bäumen. Aisha spielte damit, Ginger füllte ihren Bauch damit. Jetzt liegt Ginger neben mir und träumt sicher von den knackigen Kerlen Bilbo, Eddy und Dusty. Wobei ich denke, der Eddy, der hat es ihr am meisten angetan. Die beiden spielen so toll miteinander und er ist ja auch ihr Halbbruder. Ich glaube, den hätte sie auch gerne als Bruder zu Hause.

Vielen Dank Angelika für den tollen Tag.


10. August 2008 - VDH-Spezialzuchtschau für Australian Cattle Dogs in Wiesbaden

Ganz am Anfang, als ich Ginger bei Zuzana abholte, fragte diese mich, ob ich Ginger auch ausstellen würde. Ich verneinte dies, denn mein Hundesport ist Agility und das nimmt schon genug Zeit in Anspruch. Sie meinte dann, ob ich es nicht wenigstens einmal für sie machen würde. Mit der Zeit kam aber auch bei mir der Wunsch, zu erfahren, wie denn ein "Professioneller" Ginger sehen würde. Gesagt, getan. Als nun die Möglichkeit bestand, dies direkt vor der Haustür zu tun, rief ich Zuzana an und sagte ihr, wenn sie das Ausstellen mit Ginger übernehmen würde, dann würde ich sie anmelden. Zuzana sagte zu.

Schon früh trafen Angelika mit Mann, Zuzana und ich auf dem Gelände ein. Wir bauten zuerst mal einen Pavillon auf, um dann aber sehr zügig zum ersten gemütlichen Teil überzugehen. Jeder hatte etwas mitgebracht, Angelika einen Riesenkorb mit noch warmen Bretzeln, Laugenstangen, Käsestangen und allerlei Brötchen. Dazu noch Butter und Eier. Zuzana hatte einen leckeren Eierlikörkuchen gebacken und von mir gab es diverse Wurstsorten und eine Flasche Prosecco. Wir mussten ja noch auf Ginger anstoßen, die am Vortag Geburtstag hatte.

Schon nach kurzer Zeit waren so viele Cattle Dogs da, ich wusste garnicht, wo ich zuerst hinschauen sollte. 51 Hunde waren gemeldet, aber ich denke, es waren noch etliche mehr auf dem Gelände. Inzwischen bin ich ein begeisterter Fan dieser Rasse, hätte aber nie gedacht, wie unterschiedlich die Hunde in der Pigmentierung und dem Körperbau sein können. Es war wunderbar, so eine Menge Cattle Dogs auf einem Fleck zu sehen. Während sich die anderen im Ring quälten, konnten wir uns immer wieder angeregt unterhalten, oder mit den Hunden mal ´ne kleine Runde gehen.

Als der Zeitpunkt, dass Ginger gerichtet wurde, immer näher kam, hatte ich doch ein bisschen meine Bedenken. Auf dem Agilityplatz, wenn Ginger nur zuschauen darf, tickt sie manchmal ganz schön aus und auch im Parcour fängt sie ab und zu ganz wild an zu bellen. Aber, was soll ich sagen. Wirklich souverän, und mit einer Ruhe und Perfektion, die ich ihr nie zugetraut hätte, hat meine "Kleine" alles gemeistert. Sie hat in der Klasse der Junghündinnen mehrere "Vorzüglich" bekommen und so mit „Sehr gut 1 " verdient den ersten Platz geholt.

Ihre Beurteilung vom VDH-Richter Dr. Peper: Vorzüglicher Kopf und Ausdruck. Proportionierung, Winkelungen, Pfoten und Rute sind altersgemäß. Korrekte Brust. Vorzügliches Haar und Pigmentierung. Raumgreifende perfekte Bewegung.

In der Klasse (BOB) - Beste ihrer Rasse - wurde sie zweite hinter ihrem in Dortmund lebenden leiblichen Bruder GenInUs. Er holte auch den ersten Platz in der Klasse der Jungrüden. Somit gingen heute zwei erste Plätze und der Sieg für den "Besten seiner Rasse" an Gingers Züchterin und deren Zwinger "VA BENE".

So ein Tag ist für Tier und Mensch äußerst anstrengend. Insgesamt wurde gut 9 Stunden gerichtet. Dabei mussten die Hunde traben, rennen, in einer bestimmten Position ruhig stehen – sich nicht hinsetzen, sich von Fremden antatschen lassen, das Maul aufmachen lassen, das Gebiss anschauen lassen, sich in die Ohren schauen lassen, sich messen lassen und das alles gelassen hinnehmen. Und sie laufen nie alleine im Ring. Teilweise waren es bis zu acht Hunde gleichzeitig. Das heißt, acht Spielkameraden oder aber auch der eine oder andere Aggressor. Das ganze dauert bei acht Hunden eine Stunde und länger, solange sind alle im Ring und müssen cool und gelassen bleiben.

Ich bin superstolz auf meine "Kleine", aber es war die erste und letzte Ausstellung für uns. Wir werden uns voll auf Agility konzentrieren, denn hier gibt es für uns beide noch eine Menge zu lernen.

Natürlich habe ich auch wieder eine Menge Bilder gemacht, die Sie sich hier anschauen können.


13. Juli 2008 - Auf dem Ritten in Südtirol

Auf Empfehlung unseres Freundes Erwin, beschlossen wir, unseren diesjährigen Urlaub in Südtirol zu verbringen. Um es genau zu sagen, in Wolfsgruben, das zur Gemeinde Ritten gehört und im Norden von Bozen liegt. Die Gemeinde Ritten befindet sich auf einem großen Hochplateau in ca. 1200 m Höhe und besteht aus insgesamt 17 Ortschaften.

Erwin schwärmte uns schon länger so von der tollen Landschaft, der klaren Luft und nicht zuletzt vom Wanderhotel "Drei Birken" vor, dass wir uns entschlossen, unseren Sommerurlaub dort zu verbringen. Jahrelang durchquerten und bewunderten wir diese schöne Landschaft, wenn wir zum Gardasee fuhren, nun sollten wir dort zwei Wochen Urlaub machen. Schon per Email hatten wir einen netten Kontakt zur Familie Prast, die das Drei-Sterne- Hotel bewirtschaftet. Wir mussten ja vorher anfragen, ob unsere beiden Hunde kein Problem seien. Wir waren angenehm überrascht, als wir erfuhren, dass die Unterbringung der Hunde kostenlos sei.

Am Anreisetag wurden wir herzlich von Walter Prast begrüßt. Nachdem er uns den Zimmerschlüssel überreicht hatte, half er uns, noch die Koffer auf das schöne geräumige Zimmer zu bringen. Wunderbar groß und hell war das Zimmer, zwei Fenster und ein große Tür, die auf den Balkon führte, ließen genug Licht und herrliche frische Bergluft herein. Zwei sehr große Einbauschränke und ein Tageslichtbad mit einer Dusche, in der sich auch ein 1,94 m Mann wohl fühlt, rundeten das ganze ab. Am Nachmittag begrüßte uns dann auch seine Frau Karin. Außer, dass sie gemeinsam mit der ganzen Familie das Hotel führt, übt Karin Prast noch sehr erfolgreich das "Eisstockschießen" aus. Sie ist unter anderem mehrfache italienische und zweifache Europameisterin. Außerdem fünfte in der Weltrangliste. Im Wanderhotel "Drei Birken" gibt es ein ausgezeichnetes Frühstücksbuffet und den besten Kaffee, den ich je in einem Hotel getrunken habe. Das Abendessen ist Sonderklasse. Frau Prast sen. steht meistens in der Küche und kocht südtiroler und italienische Hausmannskost und Spezialitäten. Manchmal wird sie auch vom Sohn Walter vertreten. Ein Essen, auf das wir uns jeden Tag aufs Neue gefreut haben. Es gab jeden Abend drei Gänge, sonntags vier, die durch einen selbstgemachten Nachtisch abgerundet wurden. Ebenfalls Highlights waren die geführten Wanderungen von Senior Peter Prast, von denen später noch die Rede sein wird, und die Fotoshows, die Karin Prast mit Bildern dieser Wanderungen erstellte und abends in lustiger Runde vorführte. Was mir noch am Herzen liegt zu erwähnen ist, dass die Zimmerreinigung in den "Drei Birken" wirklich ernst genommen wird. Sogar die Hundeschlafdecken wurden jeden Tag abgesaugt. So haben wir das selbst in deutschen Vier-Sterne-Hotels noch nicht erlebt.

Was ist noch wichtig? Ach ja, in der Region Trentino-Südtirol, zu der Wolfsgruben gehört, sprechen fast 96 Prozent der Bevölkerung deutsch. Ein sehr wichtiger Aspekt für Hundebesitzer ist auch, dass das Rittengebiet als zeckenfrei gilt. Es gibt nicht sehr viel Wild, so dass auch "jagdlich ambitionierte" Hunde, wie unsere Romina, fast immer ohne Leine unterwegs sein können. Desweiteren gibt es keinen Maulkorbzwang wie z.B. in Österreich.

Nachdem wir uns am Anreisetag nachmittags nur ein bisschen um das Hotel herum umgesehen hatten, und die Hunde nach der gut siebenstündigen Fahrt richtig toben ließen, machten wir uns am nächsten Tag gleich auf eine längere Wanderung. Überhaupt waren wir jeden Tag gut sechs Stunden bei strahlendem Sonnenschein oder nur ab und zu leicht bewölktem Himmel unterwegs. An diesem Tag sollte es nach Klobenstein und dann weiter zu den Erdpyramiden gehen. Von dieser Wanderung, die uns erst quer durch den Wald zum Waldnereck führte, könnt ihr hier allerlei Bilder sehen. Das Waldnereck bietet einen grandiosen Ausblick auf den Schlern, die Santhnerspitzen, den Rosengarten, den Latemare und viele Berge mehr. Bei klarem Wetter gibt es dort einen grandiosen Sonnenuntergang zu bewundern. Bei dieser ersten Wanderung entdeckten wir auch einen Stausee, an den wir von da an sehr oft gingen, um die Hunde, insbesondere Ginger, baden zu lassen. Der See ist nur 15 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt. Ginger ist eine absolute Wasserrate, die gar nicht genug davon bekommen kann, sich in die Fluten zu stürzen. Ich hoffe, die Bilder zeigen das. Romina dümpelt lieber am Rand und befeuchtet nur ihren Bauch und die Pfoten. Wir konnten Ginger gar nicht oft genug einen Stock in das kühle Nass werfen. Bei ihren Sprüngen schob sie regelrecht eine Bugwelle vor sich her. Wenn sie merkte, dass es Richtung Stausee ging, wurde sie ganz hippelig, und wir konnten gar nicht schnell genug laufen.

Während unseres Aufenthaltes machten wir zwei geführte Wanderungen mit Peter Prast. Die erste führte uns mit der Gondel hinauf auf die Schwarzseespitze in 2067 m Höhe. Von dort ging die Wanderung bis zum Unterhorn, wo wir Rast an einer stillgelegten Latschenbrennerei machten und uns an unserer mitgenommenen Vesper stärkten. Danach ging es an der Aichachalm vorbei zum Loden, und Richtung Forsthaus ging es nach Pemmern zurück, wo der Kleinbus des Hotels parkte. Diese erste geführte Wanderung dauerte ca. fünf Stunden. Natürlich machten wir auch jede Menge Wanderungen alleine. Überhaupt fiel uns positiv auf, dass wir oft ganz alleine waren. Wir machten Wanderungen, bei denen uns in sechs Stunden nicht mehr als zehn oder 15 Menschen begegneten. So führten uns unsere Wege zum Kemater Ansitz . Ein idylisch gelegener See, der wunderschön mit Seerosen bewachsen ist und an dem es eine Vielfalt von Libellen zu bewundern gibt. Ein Ort, an dem es sich lohnt, zu verweilen und die Stille der Natur zu genießen. Ein anderes Mal machten wir eine für uns recht anstrengende Wanderung, die uns über Oberbozen, den Lobishof, den Schelmsteig, der schon sehr abenteuerlich war, nach Oberinn führte. Dort machten wir eine kleine Rast, um danach über Kematen und die Freudpromenade wieder nach Wolfsgruben zurück zu gelangen. Hier gibt es die Bilder dazu zu sehen.

An einem anderen Tag machten wir eine Fahrt nach Bozen. Um in die Metropole von Südtirol zu kommen, muss man schon gerne Kurven fahren. Sehr viele Serpentinen führen hinab in die Stadt an der Etsch. Am Samstag, wenn Markt ist, sind besonders viele Menschen dort. Für Leute, die gerne durch eine Stadt bummeln, ist Bozen schon sehr sehenswert. Viele Arkaden mit kleinen Geschäften und Häusern in allen Stilrichtungen. Der reiche Bozener aber fährt am Wochenende in sein Haus auf den Ritten oder bleibt sogar im Hochsommer ein paar Wochen dort. So macht es auch "Proffessore Prandi", der im Sommer zwei Monate in den "Drei Birken" lebt. Warum? Ganz einfach, die Luft ist dort besser, denn Bozen liegt in einem Talkessel. Noch etwas, warum sich eine Fahrt nach Bozen lohnt, sind die vielen tollen Aussichtspunkte, von denen man in eine wunderbare Landschaft mit Weinbergen und Steinbergen :-) schauen kann. Hie und da ist malerisch eine Burg in den Hang gebaut, oder ein Kirchturm ist zu sehen. Übrigens, in Bozen wird fast nur italienisch gesprochen, und wir haben dort überproportinal viele Menschen mit Hunden gesehen. Orte, wo die Reichen ihre Häuser oder Wochenendhäuser stehen haben, sind Oberbozen und Himmelfahrt . Hier gibt es wunderschöne kleine bis mittlere Häuser, die in blitzsauberen Gärten gelegen sind. Außerdem haben wir dort eine wunderschöne kleine Kirche besucht.

Nun bleibt es nur noch von zwei Wanderungen zu berichten. Die eine führte uns bis hinauf auf 2270 m auf die Spitze des Rittnerhorns. Nach einem für uns doch etwas anstrengenden Marsch, auf dem uns Markus, der jüngste des Hauses Prast, begleitete, ertwartete uns eine atemberaubende Gebirgslandschaft. Bei traumhaft schönem Wetter konnten wir sehr viele Berge rundum bewundern. Wenn die Sicht ganz klar ist, kann man von dort oben 40 Berge, die höher sind als 3000 m, bewundern. Hier oben blühen die Alpenrosen und bilden in ihrer Blühphase regelrechte rote Teppiche. Schafe und Kühe weiden auf den Hochalmen und hier gibt es sogar noch große Flächen, auf denen man sich ganz alleine bewegen kann. Es war ein Traum, an einem solch sonnigen Tag auf dem Rittnerhorn zu sein. Für mich das absolute Highlight des Urlaubs.

Die zweite Wanderung, die von Peter Prast geführt wurde, führte uns erst mit dem Bus über Pemmern zum Rosswagen. Von dort aus ging es zu Fuß am Sulfertaler vorbei bis zum Gasthof Plörr. Auch hier gibt es, wie immer, wenn man auf dem Ritten unterwegs ist, diese tolle Gebirgslandschaft zu bewundern. Auch an heißen Tagen sind diese Wanderungen wunderbar, denn man läuft immer wieder einmal ein Stück durch den Wald. Die meisten Wege sind auch gut präpariert, so dass sie sogar für ungeübte Wanderer gut zu laufen sind. Etwa in der Hälfte der Wanderung kamen wir an einen Aussichtspunkt, von dem man weit ins Tal bis über Wangen hinweg schauen kann. Ein erhabener Anblick. Vor lauter Staunen und Fotografieren beachteten wir nicht unsere Hunde, die auf der Wiese spielten. Auf einem Bauernhof, der am Rande des Plateaus war, waren in einem Gehege Truthähne. Aber nicht alle waren im Gehege, einer war frei. Ginger entdeckte ihn und wollte wohl mit ihm spielen. Ich selbst sah es nicht, da es sich gut 50 m von mir außerhalb meines Blickfeldes abspielte. Ich hörte nur auf einmal die Rufe: "Ginger Nein", "Aus" und was noch alles gerufen wurde. Als ich dort ankam, lag ein Truthahn auf der Erde und konnte sich nicht mehr aufstellen. Ginger hatte bereits von ihm abgelassen. Ich glaube nicht, dass sie ihn töten wollte, aber sie wollte bestimmt in "Cattlemanier" mit ihm spielen. Als ich die Bäuerin, die davon gar nichts mitbekommen hatte, herbeigerufen hatte, meinte sie, er hätte vielleicht ein gebrochenes Bein. Wir einigten uns, dass ich ihr 20 € bezahle und damit alles vom Tisch sei. Beim anschließenden Essen im Gasthoff Plörr war natürlich das Gelächter und Geflaxe groß. Ginger "The Turkeykiller" alberten die Italiener herum. Noch bis zum Abreisetag lachten wir immer wieder darüber. Auf jeden Fall bleibt diese Wanderung mit Peter Prast ein unvergessliches Erlebnis.

Als Abschluss möchte ich sagen, dass meine Frau und ich und nicht zuletzt auch unsere Hunde, sich hier bei der Familie Prast absolut wohlgefühlt haben. Wir haben jetzt bereits beschlossen, unseren nächsten Sommerurlaub wieder in den "Drei Birken" auf dem Ritten zu verbringen.


8. Juni 2008 - Treibballseminar in Weiterstadt

Beate Anthes und Angela Eggers, die, wie ich, Mitglieder des "Forum der Freunde des Australian Cattle Dogs" sind, taten sich zusammen, und versuchten, ein Treibballseminar auf die Beine zu stellen. Nach einiger Zeit kamen dann zwölf Teams zusammen, und das Seminar konnte stattfinden. Beate, die selbst unter dem Namen "Elmiramaplesugars" Cattle Dogs in Darmstadt züchtet, kümmerte sich um den Platz, und Angela, die in Delmenhorst die Hundeschule "Hundehalterschule Delmenhorst" hat, war die Seminarleiterin.

Das Wetter war traumhaft und bis 10.00 Uhr hatten sich alle Teams eingefunden. Es konnte also losgehen. Auf mich warteten an diesem Tag zwei Aufgaben. Wer mich kennt, der weiß, dass ich mir solch einen Event nicht entgehen lasse, um ausgiebig zu fotografieren. Dazwischen musste ich natürlich auch aufpassen, um zu hören, um was es auf dem Platz ging, denn ich wollte ja auch mit Ginger zusammen etwas lernen. Um Euch mal kurz zu vermitteln, was Treibball heißt, zitiere ich hier aus der sehr umfangreichen und informativen Homepage von Angela Eggers.

Treibball

Beim Treibball lernt der Hund unterschiedlich große Bälle (z.B. einen Gymnastikball) zu treiben. Die Bälle haben unterschiedliche Farben und Größen und müssen von dem Hund in einer Reihenfolge, die der Hundeführer bestimmt, über den Platz in ein Tor oder in bestimmte Richtungen getrieben werden. Entwickelt und bekannt gemacht hat diesen Sport der holländische Hundetrainer Jan Nijboer, der zurzeit noch dabei ist , feste Ziele und Regeln für diesen Sport zu entwickeln, so dass Treibball in naher Zukunft auch ein Wettkampfsport werden könnte.

Wie immer sind auch hier Hund und Mensch ein Team und arbeiten "Hand in Pfote", auf der Basis von Gehorsamstraining und Distanzkontrolle. Der Hundeführer dirigiert seinen Hund durch Stimme, Handzeichen und/oder über eine Pfeife. Der Hund "treibt" den Ball mit der Schnauze, nicht selten aber auch zwischendurch mit dem Körper (Schulter). Jeder Hund entwickelt dabei seine eigene Taktik. Das Spiel sollte zu jedem Zeitpunkt vom Hundeführer unter Kontrolle gehalten werden. Signale wie "Voraus", "rechts/links", "Herum", "Hinter", "Steh/Stop" und "Platz" müssen auch aus dem schnellen Lauf heraus und auf Entfernung vom Hund ausgeführt werden.

Das Spiel bietet neben dem Einsatz von Toren auch noch andere Varianten, wie z.B. das Umkreisen der Bälle, das Überspringen der Bälle oder auch das Suchen ein oder mehrerer Bälle. Für „Profis“ kann das Spiel zusätzlich erweitert werden, indem man statt Bälle (Plastik-)Fässer oder Eimer benutzt (die lassen sich aufgrund ihrer Form schwerer „bändigen“) oder die Bälle mit Sand füllt (dann rollen sie langsamer). Zusätzlich können auch noch Hindernisse, wie z.B. Pfeiler, leichte Schrägen oder Tunnel eingebaut werden, um die der Hund die Bälle herum- bzw. hoch- oder durchtreiben muss. Wer kein Interesse an Regeln und Wettkämpfen hat, findet hier eine tolle Möglichkeit seinen Hund geistig und körperlich gleichermaßen gut auszulasten. Die Variationen sind groß, jeder kann seine eigenen Ideen mit einbringen und den Sport für seinen Hund "passend" machen. So kann man z.B. bei Hunden, die aus gesundheitlichen Gründen in ihren Bewegungen eingeschränkt sind, das Tempo rausnehmen und sich mehr auf die Distanzarbeit konzentrieren.

Treibball ist für jeden Hund geeignet. Die Hunde müssen nicht ballverrückt sein, das wäre eher ein Nachteil, da sie dann schwer am Ball unter Kontrolle zu halten sind (Triebigkeit). Der Ball sollte nicht die Motivation sein, sondern als Objekt, das von A nach B gebracht werden muss, betrachtet werden. Beim Treibball hält sich Spaß, Bewegung und Gehorsam die Waage. Zugleich ist Kommunikation zwischen Mensch und Hund sowie Teamarbeit ein wichtiger Bestandteil, daher ist Treibball als ein beziehungsfördernder Sport zu sehen.

Am Start waren 7 Cattle Dog - 1 Malinois - 3 Briard - 2 Boxer - 1 Zwergdackel. Es wurde ein sehr informativer Tag, an dessen Ende sicher jeder, der bei der Sache war, etwas für sich und seinen Hund mit nach Hause nehmen konnte. Ausklang fand der Tag auf der Terrasse des Gasthauses direkt auf dem Gelände des Hundesportvereins. Leider blieben nur Beate, ihr Mann Roger, Angelika mit Mann und meine Wenigkeit, um anschließend noch ein bisschen zusammen zu sitzen. Schade eigentlich, denn hier hätte man sich schön noch ein bisschen austauschen können. Aber auch in unserer kleinen Gruppe führten wir noch das ein oder andere interessante Gespräch.

Die Bilder vom Treibballseminar könnt Ihr mit einem Klick auf diesen Link oder wie gewohnt bei den Bildern des Jahres 2008 sehen.


22. Mai 2008 - Wir fahren in den Schwarzwald

Schon gestern wurden unsere beiden Fellnasen nervös. Sie sahen, wie wir die Reisetaschen aus dem Schrank holten und für den Kurzurlaub packten. Natürlich war auch eine Tasche für Romina und Ginger dabei. Fressjen, Naschwerk, Spielzeug, Bürste und Kamm und noch einiges mehr musste natürlich auch mit. Gegen 10.00 Uhr fuhren wir los und waren schon nach drei Stunden am Ziel im schönen Schwarzwald angekommen. Die Wirtsleute schreiben auf ihrer Webseite:

Das Landhaus Waldheim liegt in absolut ruhiger Lage zwischen Titisee, Schluchsee und Wutachschlucht. Wandern sie direkt ab dem Landhaus Waldheim auf gepflegten Wegen in den Wäldern und entlang der Wiesen mit schöner Fernsicht. Genießen Sie Ihren Urlaub mit Hund.

Genau das können wir bestätigen. Auf einem 35.000 qm großen Grundstück mit Hundespielwiesen, Agilityplatz, Hundeweiher und idylischer Liegewiese steht das Landhaus Waldheim . Vom ersten Moment an haben wir uns wohlgefühlt. Der Hausherr begrüßte uns persönlich und zeigte uns, was man fürs Erste wissen muss, nämlich, wo das Zimmer ist, der Frühstücksraum und der Kühlschrank, aus dem man sich jederzeit, wenn man das Getränk in eine bereitliegende Liste einträgt, bedienen kann. Gläser stehen natürlich auch parat. Nachdem wir ausgepackt hatten, machten wir mit den Hunden einen schönen Spaziergang zum Gasthof "Reichenbächle", wo man gut bürgerlich Essen kann, und für 13,00 Euro die Halppension für das Landhaus Waldheim genießen kann. Nach dem späten Mittagessen machten wir eine fast zweistündige Wanderung zum Landhaus zurück.

Am nächsten Morgen schien die Sonne und wir entschlossen uns, nach dem reichhaltigen Frühstück zum Schluchsee zu fahren. Wenn man an der Staumauer parkt, kann man einen gut 10 km langen Weg laufen, der stets am See entlang führt. Es gibt zahlreiche kleine Badebuchten, die Romina, und vor allem Ginger, reichlich nutzten, um ins Wasser zu gehen. Ginger schwimmt bereits wie der Teufel und kann gar nicht genug davon bekommen, Stöcke, die sie geworfen bekommt, aus dem See zu holen. Aber auch am Weg entlang gibt es für die beiden ständig etwas Neues zu entdecken. Wie die Bergziegen klettern sie auf die kleineren und größeren Felsen. Unterwegs setzten wir uns in ein Ausflugslokal, um den Durst zu stillen. Am Ende unserer Wanderung kamen wir in Aha, ja, so heißt der Ort, an, und fuhren mit dem Schiff zurück zur Staumauer. Am Nachmittag besuchten wir noch den japanischen Garten in Bonndorf. Er wird von einer Privatperson unterhalten und ist wirklich sehenswert.

Was man auf keinen Fall bei der Erzählung vergessen darf über das Landhaus Waldheim, ist, dass die Hunde im ganzen Anwesen dabei sein dürfen. Innerhalb des Hauses natürlich an der Leine, aber draußen dürfen sie frei laufen. Es gibt einen schönen Agilityplatz, der mit Holzpellets belegt ist, und dadurch auch nach jedem Regen sofort wieder zu benutzen ist. Außerdem ist da auch noch eingebettet in die Wiesen ein Weiher, der von den Hunden benutzt werden darf. Wenn sie dann vom toben über die Wiesen schmutzig sind, kann man sie ganz komfortabel, ohne sich zu bücken, in der Hundedusche, die es am Hauseingang gibt, abbrausen und mit den bereitliegenden Handtüchern trocken rubbeln.

Zum Schluss möchte ich noch sagen, dass wir uns sehr wohl gefühlt haben und auf jeden Fall wieder in das Landhaus Waldheim fahren. Hier noch der Link zum Internetauftritt der Familie Remesch


9. Mai 2008 - Ginger ist neun Monate jung

Ginger ist nun seit gut sechs Monaten bei uns, und es ist an der Zeit, ein kleines Resümee zu ziehen. Natürlich ist Ginger mit ihren nunmehr neun Monaten jung und oftmals auch ungestüm, aber das ist das Vorrecht der Jugend. Im Grunde ist sie, und das ist gerade für ihre Jugend erstaunlich, ein leicht zu führender Hund. Sie weiß, wann die Zeit für ein Spiel oder die Zeit für ruhiges Verhalten da ist. Die Grundbefehle "Sitz", "Platz" sind kein Problem. Auf Spaziergängen kommt sie auf ein "Hier" freudig angelaufen und sitzt vor, auf das anschließende Kommando "Fuß" läuft sie um mich herum und setzt sich neben mein linkes Bein. Einmal im "Sitz" oder "Platz" bleibt sie, bis ich "O.K." sage und sie frei laufen darf. In den meisten Fällen klappt auch das "Sitz" auf Entfernung. Einen Jagdtrieb hat sie nicht, zwar läuft sie schon mal einem Vogel nach, aber sobald er hochfliegt, kommt sie sofort zu mir zurück. Von Hasen und Rehen habe ich sie schon abgerufen, und wenn sie MAL einem Hasen hinterher läuft, sind das max. zehn Meter, dann dreht sie um. Zuletzt noch der Befehl "Aus", auch dieser sitzt schon recht gut. In den meisten Fällen läßt sie sofort das fallen, was sie gerade im Fang hat.

Ginger hat sich inzwischen auch körperlich gut entwickelt. Der Babyspeck ist weg, und langsam kommen die Cattle Dog typischen Muskeln zum Vorschein. Mit einer Widerristhöhe von 46 cm wird sie wohl auch ausgewachsen sein. Die 16 kg werden aber wahrscheinlich nicht das Endgewicht sein. Zu Guter Letzt möchte ich noch erwähnen, dass Ginger sich zur Wasserratte entwickelt. Wenn wir am Rhein spazieren gehen, springt sie mit Begeisterung hinein und holt ein um das andere Mal hineingeworfene Stöcke wieder heraus. Sie kann sich nur schwer vom Wasser trennen, wenn wir weiter gehen wollen.

Mein Fazit. Ginger ist ein wunderbarer Hund mit einem großen Willen, es mir recht zu machen, und für jedes Spiel und jeden Spaß zu haben. Aber auch das Arbeiten in der Unterordnung machen mir und auch ihr großen Spaß.


9. April 2008 - Auf gehts in den Schnee

In den letzten Tagen war es ja noch einmal richtig kalt geworden. Wir entschlossen uns deshalb, heute früh auf den Feldberg im Taunus zu fahren. An Werktagen kann man dort wunderbar spazieren gehen und begegnet kaum Menschen. Romina und Ginger hatten ihre Freude daran, im Schnee zu toben. Rominas Freude wurde aber dadurch getrübt, dass wir sie leider wegen ihres Jagdtriebs kaum noch von der Leine lassen können. Es wurde ein Spaziergang von gut zwei Stunden, der uns an Resten des Limes (römischer Grenzwall) bis auf den Gipfel des Feldbergs in 878 Höhe Höhe führte. Die Fotos gibt es in den Bildern des Jahres zu sehen.


18. März 2008 - Zum ersten mal gekuschelt

haben Romina und Ginger heute früh. Ich saß gerade beim Frühstück als ich dachte, dass ist ja so still. Als ich auf schaute, staunte ich nicht schlecht. Ginger hatte sich zu Romina ins Körbchen gesetzt und leckte sie am Schnäuzchen. Nun legte ich die Zeitung beiseite und machte es mir auf dem Stuhl bequem. Das war ja schöner wie fernsehen. Das war ja noch nie da. Ginger versucht es zwar immer wieder, aber Romina zeigt ihr da die kalte Schulter, zuviel Nähe mag Madam nämlich nicht. Ich wollte meinen Augen nicht trauen, als nächstes schleckte Ginger Rominas Ohr aus. Voller Genuß tat sie das, und Romina ließ es sich gefallen. Romina schaute während dessen durch die Scheibe der Terrassentür in den Garten. Eine Menge Spatzen hüpften in den Sträuchern und zogen ihre Blicke auf sich. Auf einmal merkte auch Ginger was da vor sich ging, und wie in Kumpelmanier legte sie ihre rechte Pfote auf Rominas Schulter. Es schien, als wollte sie sagen, komm lass uns den Anblick gemeinsam genießen. Es war ein toller Anblick, von dem ich bestimmt noch einige Zeit schwärmen werde.


23. Februar 2008 - Volle Kanne schwimmen

Immer wenn es das Wetter zulässt, fahren wir mit Romina und Ginger nach Ingelheim an den Rhein. Hier können wir auch Romina frei laufen lassen, denn hier jagd sie nicht. Ginger und Romina toben herrlich über die Wiesen und können so ihren Bewegungsdrang wunderbar ausleben. Dazu kommt, dass die Wiesen direkt am Rhein sind. Beide können so, wann immer sie wollen, ihren Durst stillen und sich abkühlen. Gestern nun, bei herrlichem Sonnenschein, habe ich den beiden einen schönen großen Stock in den Rhein geworfen. Romina ist da oft etwas zurückhaltend und schwimmt nicht immer. Ginger spurtete aber ohne zu zögern hinter dem Stock her und holte ihn schwimmend, obwohl er bestimmt acht oder neun Meter vom Ufer entfernt im Wasser trieb, heraus. Es war eine Freude ihr, zuzusehen. Die Kleine hat einfach vor nichts Angst.


10. Februar 2008 - Ein toller Spaziergang

Heute Mittag riefen wir Timo an, ob er und sein Aussie Jack, Lust hätten mit uns am Rhein spazieren zu gehen. Daraus wurde letztendlich ein Sapziergang mit viel mehr Menschen und Hunden als geplant. Mit von der Partie waren Maria und Klaus mit den Azorenhütehunden Pan und Leila, Biggi und Micha mit ihrer Border Collie Hündin Kira und natürlich Timo und sein Australien Sheepherd Jack. Wir fuhren nach Budenheim an den Rhein und liefen hier zusammen einen wunderbaren Rundweg. Die Hund hatten sichtlich ihren Spaß, konnten sie doch ins Wasser wenn sie wollten, über umgefallene Bäume springen und wie Romina sogar einen Baum hochklettern. Ginger und Romina lieferten sich die einen oder andere Verfolgungsjagd. Zum Abschluß des zweistündigen Spaziergangs gingen wir noch ins IPA-Heim zu einem kleinen Umtrunk. Es war ein toller Nachmittag der von einer vorsommerlichen Temperatur und strahlend blauem Himmel gekrönt wurde. Die Fotos von Budenheim am Rhein gibt es nach einem Klick auf den Link zu sehen.


30. Januar 2008 - Ginger passt auf

Solange unser Agilityverein Winterschlaf hält, haben wir in unserem Vereinsheim einmal wöchentlich einen Stammtisch. Es ist immer lustig, die Hunde dürfen spielen, und wir fachsimpeln, oder albern herum. Fast jedesmal bringt jemand eine leckere Kleinigkeit zum Essen mit.

Beim letzten Treffen verabschiedeten wir uns so gegen 20.00 Uhr. Um diese Uhrzeit ist es ja schon dunkel. Meine Frau und ich machten uns auf den Weg zum Auto, wobei Romina und Ginger bis dorthin noch freilaufen. Erstens ist das Gelände bis an den Parkplatz eingezäunt, und zweistens weitab der Zivilisation in einem Naturschutzgebiet.

Also, an der Tür zum Gelände angekommen merkte ich, dass Ginger nicht mitgekommen war. Ich drehte mich um, und sah sie etwa zwanzig Meter weiter abliegen. Das ist sehr außergewöhnlich, denn abliegen tut sie eigentlich außerhalb geschlossener Räume nur auf Befehl, sonst ist sie immer unterwegs. Auf meinen Ruf reagierte sie auch nicht was schon wieder außergewöhnlich ist. Obwohl sie ja erst seit gut einem Monat bei uns ist, hört sie sehr gut auf das Kommando "Hier". Nachdem ich ein paar mal gerufen hatte, ging ich zu ihr hin. Als ich bei ihr war, und gerade mit ihr schimpfen wollte stand sie auf, und spuckte mir etwas vor die Füße. Ich traute meinen Augen nicht, es war ein Autoschlüssel. Automatisch griff ich an meine Hosentasche, und tatsächlich, der Schlüssel war weg. Ich hatte wohl den Reißverschluß der Cargotasche nicht richtig zu gemacht, und der Schlüssel war herausgerutscht. Wenn Ginger ihn nicht gefunden hätte, und so beharrlich auf der Stelle liegen geblieben wäre, wir hätten wahrscheinlich sehr sehr lange nach unserem Autoschlüssel suchen müssen.

Natürlich gab es ein großes Lob und ein großes Leckerchen. Ich bin wirklich stolz auf unsere Kleine.


18. Januar 2008 - Das erste Bad im Rhein

Da das Wetter in den letzten Wochen ja sehr bescheiden ist, und wir den Matsch und Schlamm in den Weinbergen und Feldern rund um unser Dorf nicht mehr sehen können, fuhren wir heute nach Ingelheim auf die Rheinwiesen. Außer das man dort wunderbar laufen kann, hat es vor allem für Romina einen großen Vorteil, hier darf sie ohne Leine laufen, da sie hier noch nie auf die Jagd gegangen ist. Auf den Rheinwiesen triftt man immer Menschen mit Hunden an und alle laufen frei. Wir haben hier noch nie Ärger mit Menschen oder anderen Hunden erlebt, es ist ein friedliches Miteinander. Ginger fand jeden Hund dem wir begegneten interessant, zu jedem musste sie hinlaufen, und die meisten wurden zum Spielen animiert. Aber auch mit Romina ging die Post ab. die zwei starteten immer wieder zu wilden Verfolgungsjagden durch. Zwischen zwei solchen Jagden liefen Romina und Ginger an den Rhein. Wir dachten zuerst, die beiden wollten nur ihren Durst stillen, aber nein, als wir an die Böschung kamen paddelte die Kleine Ginger ganz stolz im Wasser herum. Die Außentemperatur von 9 Grad und das bestimmt nicht zu warme Wasser hielten sie nicht davon ab ihre ersten Schwimmversuche im Rhein zu starten.


13. Januar 2008 - Spaziergang mit dem Agility-Team Heidesheim

Heute trafen wir uns um 13.30 Uhr auf unserm Agilitytrainingsgelände. 11 Hunde und jede Menge Menschen machten sich auf zu einem etwas einstündigen Spaziergang zum Schloß Waldhausen. Weil Ginger so gut hört durfte sie bis auf ein paar Meter, die an der Straße entlang führten, frei laufen. Am Schloß Waldhausen angekommen machten wir im IPA-Heim Station. Da an diesem Tag eine geschlossene Gesellschaft da war, wurden wir in einem kleinen Nebenraum untergebracht. Wir stärken uns bei einem guten Essen und einem Shoppen Wein. Danach ging es wieder zurück. Heinz lief aber einen anderen Weg, damit es uns nicht langweilig wurde. Wir kamen nach einiger Zeit an einem Waldparkplatz vorbei. Dort hatten irgenwelche Menschenschw... eine halbe Pizza weggeworfen. Ginger bekam den Geruch sofort in die Nase, und es entbrannte ein kurzer aber heftiger Kampf zwischen ihr und mir. Ich habe gewonnen, wenn auch mit einem Kratzer auf dem Handrücken und einer nach Zwiebelpizza stinkender Hand. Nur ein paar Meter weiter, als wir an einer Unterführung um die Ecke bogen, liefen plötzlich zwei Rehe über den Waldweg. Ginger ließ dies absolut Cool, sie schaute nur mal kurz hoch und lief dann weiter. Ich hoffe das ihr Jagdtrieb so gering bleibt. Auf jeden Fall war es ein schöner und abwechslungsreicher Nachmitttag für Mensch und Tier bei dem sogar das Wetter mitspielte.


9. Januar 2008 - Aus dem täglichen Leben

Ginger ist ein kleiner Wildfang. Sobald ich mich bewege steht sie sofort hinter mir. Wie ein Schatten verfolgt sie mich auf Schritt und Tritt. Bei jeder Arbeit will sie mir helfen :-)). Oft versucht sie mit Romina zu kämpfen, aber dieses weiß, in der Wohnung darf sie das nicht. Dann kann der Ton von Romina auch schon mal härter werden um Ginger in die Schranken zu weisen. Manchmal beeindruckt Ginger das aber nicht, und ich muss einschreiten, wobei ein kräftiges "Ginger Nein" aber ausreicht. Überhaupt reagiert sie auf die Worte "Nein" und "Pfui" sehr gut. Es gibt aber vieles was Ginger nicht beeindruckt. Sie hat vor nichts Angst. Es ist wirklich so wie es im Standard der Cattles steht: Konsequenz, Nervenstärke und Durchsetzungsvermögen wir benötigt um einen Cattle Dog zu erziehen. Wenn Romina und Ginger raus in den Garten dürfen, dann ist Romina diejenige, die das Spiel beginnt.

Ja, sie macht sich wirklich gut unsere Ginger. Auf allen Spaziergängen die weit ab einer Straße liegen darf sie frei laufen. Wenn ich sie rufe kommt sie sofort mit Freude zu mir gelaufen und bekommt dafür natürlich ein Leckerle ins Schnäutzchen geschoben. Sitz macht sie mittlerweile perfekt. Wenn ich sie rufe um ihr das Halsband für den Spaziergang anzuziehen, setzt sie sich von selbst vor mich hin. Auch das Füße putzen vor der Haustür läßt sie ohne zu klagen geschehen. Die Füße mit Wasser waschen müssen wir noch ein bisschen üben. Gestern habe ich angefangen "Platz" mit ihr zu üben, und heute klappte es schon ganz gut. Ich glaube sie lernt schnell.


5. Januar 2008 - Endlich haben wir sie wieder

Der Urlaub ist zu Ende. Es war schön, aber oft sind wir in Gedanken bei Ginger gewesen. Heute habe ich sie bei Angelika abgeholt. Ginger hat sich prächtig weiter entwickelt. Sie hat mich sofort wieder erkannt, und als Angelika und ich uns zu einer Tasse Kaffe setzten, legte sich Ginger sofort zu meinen Füßen hin. Dann wurde es Zeit zu fahren. Ginger hat bestimmt die Zeit bei Ihrem Halbbruder Eddy, dessen Onkel Bilbo und der Hausdame Ronja genossen. Zu Hause angekommen, wurde auch Romina wie eine alte Bekannte begrüßt. Ginger hat erst einmal die Wohnung inspiziert. Sie ging zu ihrem Liebligsplatz an der Treppe und legte sich hin, als ob sie nie weg gewesen wäre.

Natürlich gibt es auch von Gingers Urlaub Bilder zu sehen.