Domestizierte Wölfe

Der beste Freund des Menschen: der Hund. Es ist allgemein bekannt, dass sie Nachkommen des wilden Wolfes sind. Wie kam es also zu einer Domestizierung der heute beliebtesten Haustiere des Menschen?

Aus der Wildnis

Seit Tausenden von Jahren leben Hunde und Menschen Seite an Seite; es ist eine gegenseitige Partnerschaft, eine freundschaftliche Beziehung, die auf beidseitigen Lebensvorteilen besteht. Die ersten historisch belegten Domestizierungen traten vor Zehntausenden Jahren im asiatischen Raum auf. Dabei wurden spezielle Wildhunde, die von Wolfsrudeln abstammten, in Siedlungen von Menschen als Hirte- und Wachhunde eingesetzt.

Durch die ländlich geprägten Dorfgemeinschaften war ein derartiges Wachtier essenziell für Sicherheit und Überleben von Vieh, aber auch der Besitzer selbst. Somit waren Hunde ursprünglich keine Haustiere, sondern Nutztiere, und stellten für die frühen Siedlungen und Lebensgemeinschaften innerhalb nomadischer Kulturen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag dar.

Die Entwicklung zum Haustier

Dass man Hunde als Haustiere, sogar als Familienmitglieder betrachtet, ist ein modernes Phänomen. Durch ihre bedeutende Rolle in historischen menschlichen Zivilisationen gewöhnte sich das ehemals wilde Tier an das Zusammenleben mit Menschen. Erst in den letzten 200 Jahren wurde die Entwicklung von bestimmten Hunderassen zum modernen Haustier beobachtet. Dabei spielten zunächst die Abstammung, der Phänotyp und die spezifischen Eigenschaften eine Rolle.

Mit kurzen Unterbrechungen durch die beiden Weltkriege wurden seitdem konsequent Hunde gezüchtet, die sich hervorragend als Begleiter des menschlichen Lebens eignen. Es gibt aktuell ungefähr 450 verschiedene, gezüchtete Hunderassen. Dabei hat jede Rasse ihre eigenen spezifischen Eigenschaften und ist für menschliche Sozialgemeinschaften in unterschiedlichsten Lebensbereichen unerlässlich geworden. Im 21. Jahrhundert ist der Hund nun das beliebteste Haustier in der westlichen Welt, und vor allem für Familien als attraktiv.

Trotz der Abstammung vom wilden Wolf gilt der Hund mittlerweile als familienfreundlich, treuherzig, genügsam, pflegeleicht und kuschelig. Den Rang als „der beste Freund des Menschen“ wird ihm so schnell kein anderes Tier absprechen können.