Der Inbegriff von Treue

Die japanische Hunderasse Akita wurde spätestens durch ein Hollywood-Remake des Filmes „Hachiko“ schlagartig berühmt. Die bekannte Legende, auf welcher der Film basiert, machte den Akita für immer zum Symbol für unendliche Treue über den Tod hinaus.

Hachi: A Dog’s Tale

Der 2009 produzierte amerikanische Film hat die Geschichte ein wenig abgeändert, ohne zu viel der Legende verloren gehen zu lassen. Erzählt wird die das Leben eines Universitätsprofessors, der einen Akita-Welpen adoptiert. Der erwachsene Hund wird ihn jeden Tag vom Bahnhof abholen und nach Hause begleiten. Hachi hört auch lange nach dem Tod seines Herrchens nicht auf, täglich vor dem Bahnhof auf seinen Freund zu warten. Der Film drückt auf die Tränendrüsen und berührt das Herz. Wenn man als Zuschauer nicht schon Hunde liebt, wird man es nach diesem Meisterwerk tun.

Die wahre Geschichte

Vor allem berührt der Film, weil die Geschichte wahr ist. Zwar ereignete sie sich nicht in Amerika, aber in Japan hat es den treuen Akita wirklich gegeben. Adoptiert von einem Professor in Tokio, lebte Hachiko in den 1930er Jahren. Nach dem Tod seines Herrchens durch eine Hirnblutung setzte der Hund dennoch die tägliche Tradition fort, vor einem Ausgang am Bahnhof Shibuya zu sitzen und zu warten. Hachiko tat dies jeden Tag bis zu seinem eigenen Tod zehn Jahre später.

Ihm zu Ehren wurde an ebenjenem Bahnhofsausgang eine Bronzestatue des Akita errichtet. Als Inbegriff für bedingungslose Loyalität sitzt Hachiko also immer noch an seinem Platz, um auf sein Herrchen zu warten.

Die große Beliebtheit der Geschichte über Japan hinaus zeigt sich in der Popkultur. In Serien oder Cartoons, Songs oder Zeitungsartikeln finden sich immer wieder Referenzen auf die Legende von Hachiko. Die plötzliche Beliebtheit von Akitas in Amerika ist dem Film von 2009 zu verdanken. In Japan dagegen haben die Hunde seit jeher ihren festen Platz in Geschichte und Kultur.