Seit einiger Zeit überlege ich, ob ich hier das folgende schreibe und wenn, was, wie und wieviel. Ich möchte eine Lanze brechen für die Kinesiologische und homöopathische Behandlung bei Tieren und hier insbesondere für Diana Domokos. Die mir für Baringa, für mich und unser gemeinsames Leben neue Wege aufgezeigt hat. Wege endlich noch mehr zueinander zu finden und einen entspannten Alltag zu haben. Zu Diana gehe ich ja mit Baringa, seit sie bei mir ist, zwei bis dreimal im Jahr zur osteopathischen Behandlung.

Nachdem ich in mehr als zwei Jahren bei verschiedenen Hundetrainerin war, aber einfach mit Baringa das nicht umsetzen konnte was sie mir an die Hand gegeben haben, entschloss ich mich in der Weihnachtszeit mit Baringa einen ganz anderen Weg zu beschreiten. Ich erinnerte mich an einige Gespräche mit Diana und schrieb sie an. Sehr schnell bekam ich eine Antwort und Diana bot mir an mir zu helfen und dies tut sie nun seit Mitte Januar mit großem Engagement.

Alle Trainer bei denen ich war bestätigten mir, dass Baringa weit davon entfernt ist ein aggressiver Hunde zu sein. Durch die 7 Hundeattacken die sie von ihrem 13. Lebensmonat bis Mitte letzten Jahres erleben musste. Durch den Teil eines verschlucktes Spielzeugs, dass sie genau ein Jahr mit sich in Magen und Darm herumtrug und das selbst bei Arzt und in der Klinik durch Röntgen und Ultrasachall nicht zu sehen war und ihr sicher auch beim Spielen mit anderen Hunden Schmerzen bereitete. Durch ihren Darmverschluss an ihrem zweiten Geburtstag der ihr fast das Leben genommen hätte.

Durch alle das war Baringa ein zutiefst verunsicherter Hund dessen Signale ich sicher oft falsch deutete und vor allem falsch darauf reagierte. Es tut mir im Herzen weh, wenn ich daran denke wie ich meinen Hund manchmal angeschissen habe, auch wenn es nur verbal war und aus großer Hilflosigkeit.

Die Behandlung fing Mitte Januar an und dauert immer noch an. Nicht nur Baringa macht bis heute Riesenfortschritte sondern auch ich. Auch wenn nur Baringa behandelt wird, spüre ich auch bei mir große Veränderungen schon dadurch, dass wir beide deutlich entspannter durch den Alltag gehen. Unsere Bindung, die schon immer da war ist noch besser geworden und wir entwickeln Vertrauen zueinander dass so bisher nicht da war und Step by Step werden wir ein "noch besseres" Team.

Der gestrige Tag in Östringen war für mich ein Highlight. Zum allerersten Mal konnte ich Baringa unbeaufsichtigt am Rand liegen lassen. Nicht, weil sie es bisher nicht gemacht hätte, nein, ich hatte kein Vertrauen zu ihr. Die starken Veränderungen der letzten Wochen bei Baringa, bei uns, in die richtige Richtung gaben mir den Mut es gestern zu versuchen und es war wunderbar. Es war toll, das Gefühl zu haben und bestätigt zu bekommen, es ist richtig deinem Hund zu vertrauen. Zu keiner Zeit zeigte sie sich unsicher und blieb in allen Lagen gelassen. Andreas Öhlschläger meinte zwischendrin, Baringa wäre nicht nur ruhig, sondern tiefenentspannt, das macht mich sehr froh.

Dabei meine ich natürlich mit dem "zu jeder Zeit gelassen" nicht unsere Starts bei den Läufen. Aber auch hier setze ich Baringa nicht mehr unter Druck. Auf unbestimmte Zeit nehme ich sie so an wie sie ist und lasse sie am Start turnen. Vielleicht tut es uns beiden nur gut und auch dieses "Problem" verschwindet irgendwann. Ich für meinen Teil freue mich sehr darüber, dass z.B. Tanja Emig-Schmitt während eines Gesprächs zu mir sagte: "Ich finde es toll, dass Du heute so im Pacours so entspannt am Start und auch nach Euren Läufen warst, dass sah nicht immer so aus". Das gibt mir sehr viel und zeigt mir, dass wir auch hier auf einem richtigen Weg sind.

Liebe Diana, der Text ist doch länger geworden als ich das eigentlich wollte. Aber wo anfangen und wo aufhören wenn man das erlebt was ich derzeit mit Baringa täglich erlebe. Vielen Dank, dass Du mir den Raum geöffnet hast Ginger endlich loszulassen und trotzdem bleibt sie der Seelenhund der sie immer für mich war. Vielen Dank, dass Du diesen Weg mit Baringa und mir gemeinsam mit uns gehst. Der sicher noch nicht zu Ende ist, aber ein Weg ist der sich soooo gut anfühlt.

So, das musste einmal raus aus mir und ich finde, gerade in diesen schweren Zeiten auf unserer Welt kann man nicht genug liebgewonnene Menschen und ihr Engagement loben.