30. Juni bis 14. Juli 2013 — Urlaub in Südtirol

Schon unsere Vorbereitugen waren für Baringa mehr als aufregend. Als ich am Samstag früh die Koffer hervorholte und wir anfingen, diese für die Reise zu packen, wurde sie zusehends nervöser. Baringa lief uns nur in den Füßen herum, sie konnte nicht verstehen, was jetzt los war. Woher auch, sie war mit ihren 8 1/2 Monaten noch nicht in Urlaub gewesen. Den Rest des Tages wich sie mir nicht von der Seite. Sie merkte, dass hier etwas Besonderes vor sich ging.

Romina, die ja fast 9 Jahre ist, weiß natürlich Bescheid, was abgeht und bleibt wie immer ganz gelassen. Am kommenden Morgen klingelt bereits um vier Uhr der Wecker. Nach einer kleinen Runde mit den Hunden gibt es für alle was zu Essen. Wir laden das Gepäck ins Auto und los geht es. 650 km liegen vor uns, bis wir Südtirol erreichen und in Wolfsgruben (Costalovara) ankommen. Wir haben uns bewusst für dieses Hotel für unseren ersten Urlaub mit Baringa entschieden. Es ist ein Haus mit 12 Zimmern, sehr familiär und ruhig. Es liegt inmitten einer wunderschönen Gebirgslandschaft auf 1160 m. Direkt vom Hotel aus kann man seine Wanderungen beginnen. Und, hier waren wir auch mit unserer geliebten Ginger das erste Mal in Urlaub.

Nach knapp sieben Stunden waren wir am Urlaubsort. Nach der Begrüßung packten wir die Koffer aus und anschließend gingen wir mit den Hunden eine erste kleine Runde. Unser erster Weg führte uns, wie fast immer, auf die große Wiese am Waldnereck. Hier hat man ein wunderbares Panaroma und kann die vielen Berge der Umgebung sehen. Ein tolles Bild, zumal es dieses Jahr auf den Spitzen sogar noch Schnee gibt. Romina und Baringa toben total ausgelassen über die Wiese. Anschließend gingen wir an den nahegelegenen riesigen Löschteich, wo sich die Hunde abkühlen konnten. Ich versuchte, Baringa zum Schwimmen zu animieren, was aber nicht richtig gelang. Sie traute sich nur bis zum Bauch hinein.

Zum Abendessen ließen wir die Hunde alleine auf dem Zimmer. Auch das war eine Premiere für Baringa. Sie war sehr brav. Wir sind stolz auf unseren kleinen Schatz. Den ersten Abend ließen wir mit einem guten Essen und einem Glas Wein auf der Terasse ausklingen.

Am ersten Tag im Urlaub lassen wir es langsam angehen. Auf dem Plan steht ein gemütlicher Spaziergang, der wie folgt aussieht: Hotel - Oberbozen - Merltennen - Himmelfahrt - Oberbozen - Lichtenstern - Hundebadesee - Hotel. Das sind gemütliche 4:40 Stunden Fußweg. Uns und den Hunden hat es großen Spaß gemacht. Am Hundebadesee, der eigentlich ein sehr großer Löschteich ist, sollten sich die Hunde noch ein bisschen abkühlen. Bei dieser Gelegenheit warf ich Baringa ein Stöckchen ins Wasser. Gestern noch zeigte sie sich ängstlich, doch heute sprang sie hinterher, schwamm zu dem Stöckchen und holte es aus dem Wasser. Ich lobte sie überschwenglich und warf das Stöckchen sofort wieder ins Wasser. Baringa sprang wieder ins Wasser und schwamm zum Stöckchen. So schnell kann es gehen, gestern noch Angst und heute bekam sie zum Schluss nicht genug vom Schwimmen. Zum Abschluss gingen wir noch auf eine große Wiese, wo die Hunde toben durften und sich das Fell etwas trocknen konnten. Was für ein Tag.

Heute ging es das erste Mal in die Höhe. Unser Hotel liegt auf circa 1150 m Höhe. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg in Richtung Kematen. Dort gibt es einen wunderschönen See mit tollen Seerosen und hunderten von Fröschen. Baringa ging sofort ins Wasser und auf Stöckchensuche. Seit sie gestern das erste Mal geschwommen ist, ist sie ganz verrückt danach. Nach dem kurzen Badeaufenthalt ging es weiter in Richtung Tann. Bis dorthin geht es ständig bergauf bis auf fast 1500 Meter. Die Wanderung führte uns weiter durch den Wald bis zum Moserhof, wo wir eine Kaminwurz und Radler genossen. Von dort geht es erst wieder steil bergauf, um dann auf der Ebene wieder zum Hotel zurück zu gelangen.

Heute sind wir auf ca. 2100 m einen tollen Rundweg gelaufen und in einer urigen Hütte eingekehrt. Baringa hat wieder viel Neues kennengelernt. So ist sie heute zum ersten Mal mit der Bahn und einer Gondel gefahren. Sie hat das alles bestens gemeistert. Auf der Wanderung ging es auch durch offene Weiden. Hier stehen Pferde, Rinder und Schafe und wir laufen mit den Hunden mitten hindurch. Auch Romina darf hier frei laufen. In dieser Höhe gibt es kein jagdbares Wild. Abends sind unsere beiden Mädels total kaputt und schlafen seelig auf ihrem Deckchen bzw. Baringa im Bett.

Jede einzelne der vielen schönen Wanderungen möchte ich hier nicht gesondert erwähnen. Diese hier war aber schon etwas Besonderes. Von den "Drei Birken" aus ging es über die Freudpromenade, Kematen und Tann ständig bergauf bis nach Pemmern. Das sind 400 Höhenmeter auf ca. 7 km in knapp 2 Stunden. Meine Frau und ich sind schon sehr stolz, dass wir das geschafft haben. Zurück ging es steil bergab über den Weberhof, ca. 9 km bis wir wieder im Hotel ankamen.

Ein Erlebnis, das uns sicher in Erinnerung bleiben wird, war Folgendes. In der zweiten Urlaubswoche waren wir gerade mit dem Abendessen fertig, während dem es einen starken Regenschauer gab. Ein Gast macht die anderen auf einmal auf einen ganz tollen Regenbogen aufmerksam. Dieser spannte sich, von uns aus gesehen, direkt über unser Auto, wo auf der Heckscheibe die Folie ist, auf der auch die Augen unserer verstorbenen Hündin Ginger sind. In diesem Augenblick mussten wir ganz stark an sie denken.

Ein weiteres schönes Erlebnis hatte ich am vorletzten Abend, als ich mit Baringa die letzte Pipirunde machte. Auf einem Weg zwischen vielen Bäumen tanzten jede Menge Glühwürmchen. Ich weiß nicht, wann ich so etwas zum letzten Mal gesehen habe. Natürlich habe ich mir auch etwas gewünscht. Das darf man natürlich nicht verraten, sonst geht der Wunsch nicht in Erfüllung.


15. Juni 2013 — Baringa trifft ihre Geschwister

...und natürlich die Eltern. Gestern waren wir bei Kerstin und Jörg in der Eifel eingeladen. Die Kinder von Bangels und Elano sollten sich dort treffen. Leider kamen nur drei Stück. Zwei davon wohnen natürlich auch sehr weit weg in Frankreich und sogar in Amerika.

Bei den dreien, die da waren, konnte man sehr schön erkennen, wie sie sich charakterlich entwickelt haben. Bahiya, die körperlich eigentlich am weitesten entwickelt ist, ist gleichzeitig die schüchternste. Sie hält sich aus allem heraus und fing eigentlich erst an zu spielen, als wir mittags nach einem langen Spaziergang zurück kamen. Kylie, die zierlichste, ist ein ziemlicher Wildfang. Sie fängt zwar öfter mal einen kleinen Streit an, ich denke aber, es geschieht aus Unsicherheit heraus. Auf den Fotos, die ich gemacht habe, kann man sehr gut erkennen, dass sie oft beschwichtigt. Baringa ist fast immer oben auf. Sie fängt selten Stunk an, steckt aber auch nicht zurück, wenn sie angemacht wird. Gut konnte man auch beobachten, dass nur die "Kleinen" untereinander stänkern. Die "Großen" werden respektiert und geachtet. Von diesen reichte ein Knurren oder Zähnefletschen und die Kinder kuschten.

Am Mittag machten wir noch zwei kleine Spiele. Hier zeigte es unsere fast neunjährige Romina den jungen Hüpfern. Sie gewann das erste Spiel und beim zweiten Spiel wurde sie zweite. Auch wenn das Wetter nicht so mitspielte, am Mittag regnete es sogar mal kurz, war es ein gelungener Tag. Vielen lieben Dank an Kerstin und Jörg für die Gastfreundschaft, das leckere Essen und den mehr als freundlichen Empfang.


8. Juni 2013 — In der Stadt

Mein "kleines Licht" wird größer. Baringa heute 8 Monate jung, ist nun knapp 46 cm und hat exact 15 kg. Auch sonst entwickelt sie sich prima und ganz wie es mir gefällt.

Sie zeigt eine ordentliche Power und arbeitet bereits toll mit wenn ich mit ihr Übungen im Agility mache. Diese Woche baute ich zum ersten Mal die Box, also vier Sprünge in Kreuzform, auf. Ich übte das "voraus arbeiten", das "außen" um die Hürden und das Enge um die Ausleger kommen. Sie machte es, als wenn wir schon lange geübt hätten. Auch in der Unterordnung ist sie super. Sie läuft bereits wunderbar bei Fuß, macht die Kehrtwendungen mit und auch die Ablage klappt schon fast 5 Minuten.

Heute war ich wieder einmal mit ihr in der Stadt. In einem Sportgeschäft probierte ich einige Hosen an und Baringa lag unangeleint super brav vor der Kabine an der Wand und wartete. Als ich mich mit der Verkäuferin unterhielt und diese erfuhr, dass Baringa erst 8 Monate alt ist, wollte sie es garnicht glauben. Hundebegegnungen werden immer entspannter. Sie war ja noch nie agressiv, aber sie "schrie" sehr laut, weil sie zu den Hunden wollte um zu schnuppern und mit ihnen zu spielen. Das unterläßt sie nun fast ganz. Ich glaube wir sind auf einem guten Weg.

Ich bin sehr stolz auf meine Baringa.


26. April 2013 — Spaziergang am Rhein

Morgens schon waren die ersten Wolken am Himmel und die Metereologen sollten wohl recht behalten. Der Regen kommt. Bevor es losgehen sollte, packte ich beide Hunde ins Auto und fuhr nach Ingelheim an die Mohle. Dort darf auch unsere Romina frei laufen, da es kein Wild zum jagen gibt. Außerdem können sich die beiden nach dem stressigen Tag im Zoo mal so richtig austoben. Hier fordert Romina, die sonst nie und schon garnicht mit anderen Hunden spielt, Baringa immer zum spielen auf. Und schon beginnt die wilder Jagd. Herrlich, die beiden so ausgelassen toben zu sehen.

Nach etwa 15 Minuten auf der Wiese sah ich auf dem Weg einen Mann mit Schäferhund und eine Frau mit einem Labrador stehen. Ich dachte mir, dass ich mit Baringa zu Testzwecken mal in diese Richtung laufe. Wir waren noch etwa zehn Meter von den Leuten entfernt, als ich Baringa an die Leine nahm. Ich verringerte den Abstand noch etwas und rief dann die Leute an, ob ich mit meinem jungen Hund zu Testzwecken nahe an sie herankommen könnte. Es könnte allerdings sein, dass Baringa unvermittelt anfängt zu bellen. Die Leute hatten nix dagegen, im Gegenteil, der Mann mit dem Schäferhund meinte, dass wäre für ihn auch ein guter Test. Also lief ich weiter auf sie zu. Bei einem Abstand von ca. vier Metern fing Baringa an zu bellen. Ich drehte sofort um un ging nach drei Schritten wieder in die Situation hinein. Nun war Baringa ruhig und ich ging bis auf zwei Meter an die Menschen mit ihren Hunden heran. Baringa setzte sich total ruhig neben mich und nahm ihre Leckerchen. Wir unterhielten uns drei oder vier Minuten. Dann bedankte ich mich für den Test und ging weg. Nach ca. fünf Metern machte ich Baringa los und sie fing sofot an mit Romina zu spielen. Toll, ich war begeistert, dass es so gut geklappt hat.

Nach einiger Zeit kamen wir an einen Aussichtsturm, der eine ca. sechs bis sieben lange Treppe hat mit offenen Stufen. Dort wollte ich hinauf. Romina, die sonst ein Angsthase bei so etwas ist, kam sofort mit mir. Baringa blieb auf der ersten Stufe stehen, als ich sie lockte, drehte sie ab, lief einmal um den Turm und kam dann drei Stufen hoch. Ich lockte sie wieder. Daraufhin ging sie die drei Stufen zurück, lief wiederum um den Turm und kam dann auf mein Rufen ohne zu zögern bis ganz nach oben. Nun bekamen beide Hunde ihre Leckerchen. Zusammen gingen wir die Stufen wieder hinunter und setzten unseren Spaziergang fort.

Beide Hunde spielten ausgelassen miteinander und nach etwa einer halben Stunde machten wir uns auf den Rückweg. Natürlich kamen wir auch wieder am Aussichtsturm vorbei. Ich dachte ich traue meinen Augen nicht. Als wir etwa sieben oder acht Meter vom Turm entfernt waren, lief Baringa auf einmal los, spurtete zum Turm und lief ohne anzuhalten die Stufen hinauf. Oben angekommen setzte sie sich und schaute zu mir herunter. Sie sah aus, als wollte sie sagen: "und Chef, wie hab ich das gemacht, kom hoch und gib mir meinen Lohn". Den bekam sie auch, allerdings dafür, dass sie auf meinen Ruf hin ohne zu zögern nach unten zu mir kam.

Was für ein toller Tag. Was ist nur mit meinem Hund passiert? Diese plötzliche und starke Veränderung zum Guten, es ist einfach wunderbar.


23. und 24. März 2013 — Seminar bei Frau Dr. Esther Schalke

An diesem Wochenende war ich auf einem der interessantesten Seminare, die ich je besucht habe. Es ging um die Mensch-Hund-Beziehung, das Lernverhalten, sowie über die Mimik des Hundes und dessen Ausdrucksverhalten. Aber es war nicht nur trockene Therorie, sondern es wurden auch Ausbildungsschritte und -methoden erarbeitet und besprochen. Frau Dr. Schalke konnte diesen Lernstoff unglaublich gut vermitteln und die Zuhörer einbeziehen. Ich habe sehr viel gelernt und hoffe, dass ich einiges bei Baringas Erziehung anwenden kann.


7. März 2013 — Bei Diana Domokos

Schon seit einiger Zeit fiel mir auf, dass Baringa bei einer bestimmten Gangart beide Hinterbeine für ein oder zwei Schritte immer mal wieder nicht richtig aufsetzte, also auf drei Beinen lief. Außerdem war auch die Ablage und das Sitzen irgendwie komisch. Baringas rechtes Bein war stets von ihr weggestreckt.

Durch eine gute Bekannte erfuhr ich von Diana Domokos. Sie hat, gerade in der Agilityszene, einen ausgezeichneten Ruf als Osteopathin. Also rief ich dort an und bekam, weil jemand abgesagt hatte, bereits am folgenden Tag einen Termin. Diana war mir sofort sehr symphatisch, und Baringa mochte sie auch. Baringa ist sehr wuselig, aber Diana ließ sich dadurch nicht ein einziges Mal aus der Ruhe bringen. Nach einer kurzen Anamnese begann Diana Baringas Körper systematisch abzutasten. An einigen Stellen erklärte sie mir, dass Blockaden und Spannungen vorliegen. Folgendes wurde festgestellt: Blockade am Kreuz-Darmbein-Gelenk (ISG), Spannungen am Hinterhauptbein des Schädels und zudem noch eine blockierte Rippe. Die Behandlung dauerte gut eine Stunde. Danach sagte Diana noch, dass Baringa nun drei Tage an der Leine zu führen sei und vor allem keine "Raufereien" mit anderen Hunden stattfinden dürfen. Drei Tage Leinenpflicht, und das bei einem fünf Monate jungen Cattle Dog.

Bereits am Abend, als ich mit Baringa in den Garten ging, merkte ich, dass sie viel freier in der Hinterhand war. Bei den wenigen Treppenstufen, die in den Garten führen, hoppelte sie nicht hinauf, sondern benutzte jedes Bein einzeln. Auch im Platz und Sitz sind beide Beine nun meist eng am Körper anliegend. Am Samstag ließ ich sie nach der Welpenstunde das erste Mal wieder von der Leine. Es war ein richtiges Aha-Erlebnis. Baringa flitzte durch die Gegend und nicht ein einziges Mal zeigte sie ein Fehlverhalten in der Hinterhand oder lief gar auf drei Beinen. Einfach wunderbar.

In etwa 6 - 7 Wochen mache ich einen Termin bei Diana zur Nachkontrolle und freue mich schon darauf. Vielen Dank Diana für diese tolle und effektive Behandlung.


16. Januar 2013 — Hausaufgaben

Seit wir am Samstag in der Welpenschule waren, üben wir jeden Tag fleißig. Sitz und Platz steht vor- und nachmittags auf dem Lehrplan. Natürlich jeweils vielleicht sechs oder sieben Mal. Sie macht das schon toll meine Kleine. Auf ein langes "Siiitz" mit erhobenem Finger führt sie das Kommando sofort aus. Dann ziehe ich sie mit Leckerchen in der Hand ins "Platz". Hier wirft sie sich mit großem Enthusiasmus sofort auf dem Bauch. Das "Hier" übe ich auf Spaziergängen. So auch heute. Es klappte zu 100 %. Besonders stolz bin ich darauf, dass Baringa sich auch während des Spiels mit einem jungen Larador abrufen ließ - einfach toll.


11. Januar 2013 — Baringa trifft ihre Schwester Kylie

Heute sind wir nach Worms gefahren, um uns mit Familie Hoffmann zu treffen. Die Hoffmanns haben Boronee zu sich genommen, aber jetzt heißt sie Kylie. Kylie lebt mit dem tauben Cattle Jack zusammen. Hätten sie es uns nicht gesagt, wir hätten nicht gemerkt, dass Jack taub ist. Genauso wenig merkt man, dass Baringa auf einem Ohr taub ist. Am Anfang haben Baringa und Kylie etwas Zoff gemacht, aber nach ganz kurzer Zeit und als wir sie von den Leinen gelassen haben war alles Bestens. Es war ein schöner Nachmittag, den wir gerne wiederholen möchten. Es wäre schön, wenn sich Kylie und Baringa nicht aus den Augen verlieren würden.


5. Januar 2013 — Baringa und der Clicker

Ich finde, dass der Clicker eine tolle Sache ist, um dem Hund alles mögliche beizubringen und ihn vor allem auf den Punkt zu loben. Zuerst muss ich Baringa einmal erklären, was der Clicker überhaupt für sie bedeutet. Das nennt man konditionieren. Heute habe ich mich mit dem Clicker vor sie gesetzt, habe in schneller Reihenfolge geklickt und ihr in der gleichen Sekunde ein Leckerchen in die Schnauze geschoben. Also Klick-Leckerchen, Klick-Leckerchen, Klick-Leckerchen usw. Insgesamt habe ich das sechs oder siebenmal gemacht. Dann war die Übung für diesen Tag beendet. Am darauffolgen Tag habe ich die Übung wiederholt.

Bereits am dritten Tag habe ich mich mit dem Clicker und den Leckerchen zu ihr gesetzt und einfach gewartet, bis sie Blickkontakt zu mir aufbaute. Sobald sie das machte, kam der Click und das Leckerchen. Dies wiederholte ich wieder einige male und beendete die Übung mit einem besonders guten Leckerbissen. Einen Tag später wusste sie schon, was zu tun ist, wenn ich mich mit dem Clicker in der Hand vor sie setze. Sie nimmt sofort Blickkontakt auf und es kommt der Klick auf den sofort das Leckerchen folgt. Einen Tag später erschwerte ich die Übung, in dem ich nach dem Klick das Leckerchen ein Stück weit von ihr, auf den Boden werfe. Sie läuft hin, holt es sich und kommt ohne Umwege zu mir um sofort wieder Blickkontakt mit mir aufzunehmen.

Als dies auch am folgenden Tag gut klappt, versuche ich etwas Neues. Ich halte Baringa meine geöffnete Handfläche entgegen. Sie soll sie mit der Nase berühren. Zuerst kommt sie wieder zu mir und schaut mich an, dass klickere ich aber nicht, sondern halte ihr weiterhin meine geöffnete Hand entgegen. Und siehe da, nach ganz kurzer Zeit geht sie zur Hand und berührt sie mit der offenen Schauze. Alle diese spielerischen Übungen mache ich natürlich nur zwei bis drei Minuten um Baringa nicht zu überfodern.


29. Dezember 2012 bis 5. Januar 2013 — Die erste Woche

Baringa ist nun seit genau einer Woche bei uns und wir möchten die KLEINE nicht eine Sekunde missen. Sie hält uns ganz schön auf Trab, aber das wollten wir ja so. Baringa hilft uns, den Schmerz um Gingers plötzlichen Tod besser zu verarbeiten. Tagsüber haben wir kaum Zeit zu verschnaufen, denn die Ruhephasen von Baringa werden kürzer. In der Nacht holen meine Frau und mich die schlimmen Gedanken oft ein und ich habe immer wieder den Blick von Ginger vor den Augen, als ich sie von der Straße aufhob.

Baringa hat mächtig Power. In den immer länger werdenden Phasen, in denen sie wach ist, möchte sie spielen, spielen, spielen oder sie ist auf Erkundung in Wohnung und Garten. Vom ersten Tag an hat sie uns sehr wenig Pipi in die Wohnung gemacht. Bereits seit dem dritten Tag geht sie an die Terassentür und haut mit ihrem kleinen Pfötchen dagegen, wenn sie in den Garten möchte, um ihre Geschäfte zu erledigen. Heute ist sie das erste Mal alleine in der Hundebox im Kofferraum gefahren. Es war eine Strecke von etwa einer halben Stunde, und sie hat weder gejammert oder etwas angestellt. Auch beim Tierarzt war sie sehr tough, als sie die letzte Welpenimpfung bekam. Hinten kam die Spritze und vorn die Leckerchen, sie hat überhaupt nichts von dem "Pieks" mitbekommen, glaube ich.

Wir sind sehr gespannt, wie sich unsere Baringa weiter entwickelt. Ein Licht in unsere Seelen und ein Lächeln auf unsere Gesichter hat sie auf jeden Fall schon gezaubert. Lieben Dank dafür Baringa.